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Buffy   
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Santa
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BeitragVerfasst am: 14.10.2019, 13:26    Titel:   Antworten mit Zitat

hier hätte ich sagen müssen, der nächste Ausritt in Begleitung wurde nicht besser. Allein war ich einige Male mit Buffy unterwegs und sie ist einfach zauberhaft, wenigstens meistens.

Da Gabi jetzt für einige Zeit ausfällt, weil Candy etwas an den Bändern im Hufgelenk hat, musste ich mir neue Reitgesellschaft suchen. Buffy hat einfach gern eine Begleitung. Also wollte Dieter mitkommen. Er ist schon 73 Jahre und hat sich gerade neu ein Trabermix von 6 Jahren gekauft. Aber er ist ein sehr erfahrener Reiter und das Pferd ist ganz gechillt. Wir waren auch schon mal zusammen los. Da hat uns nur der Rennschritt gestört. Das war Eselchen wirklich zu anstrengend.

Wir ritten also fröhlich los. Die Pferde / Mulis waren ausgeruht, es hatte die Tage vorher geregnet. Wir haben uns also auf einen Weg geeinigt, wo wir nicht so viel Matsch haben. Da müssen wir zuerst durchs Dorf. Nach einigen Metern blieb Buffy stehen und starrte auf ein Tor. Da saß still ein Jagdhund und starrte zurück. Nö, da gehe sie nicht vorbei. Der plant doch was, so wir der starrt... Während Buffy das Starr-Duell weiter aushielt, überholte Dieter rechts und dachte sich nix dabei. Dann gab aber der Hund auf und machte einen Hüpfer. Buffy auch in ihrer gewohnten Manier und blieb dann wieder stehen. Der junge Traber aber hat mit reagiert. Wendung auf der Hinterhand, ab auf das Feld mit dem Rollrasen und weg. Dieter krachte mit einem lauten Knall auf den Boden, erst Rücken dann Kopf. Gab also 2 x Bäng. Traber machte sich auf Richtung Heimat. Buffy fand die Idee großartig und rannte auf der Strasse parallel zum Traber mit. Mit einer laut fluchenden Reiterin, die das Maultier im Speziellen und Eselhybriden im Allgemeinen aufs übelste Verfluchte. Ich ruckte am Zügel und sie nahm auch etwas den Kopf zur Seite. Aber das hält das Muli nicht vom Laufen ab. Aber im Gesittetem Tempo. Kopflos was da überhaupt nix. Nun kam ein Auto von vorne uns entgegen und dahinter nach ca. 100 Metern die Hauptstrasse. Hier hielt dann aber der Traber an. Der Rollrasen war zuende und er wollte schauen, ob er jetzt nicht in den Graben läuft.

Buffy hielt auch an, sie ist ja eh nur aus Gesellschaft mitgelaufen. Ich konnte abspringen und mit einiger Mühe auch den Traber einfangen. Durchatmen!
Jetzt nach Dieter schauen. Der kam mir schon auf dem Rollrasen entgegen. Es ist nichts großartig passiert, weil er Sicherheitsweste und Kappe getragen hat. Was für ein Glück.

Ich war stinkesauer auf Buffy. Wenn sie sich über einen Hund erschreckt, tja, dann ist es so. Das sie aber hinter dem Traber hinterher ist, das regt mich auf. Angst hatte sie da keine mehr, die fand es einfach eine gute Idee und der Herdentrieb hat ein übriges gemacht.
Die guten Ideen zum Anhalten und was ich noch hätte anders machen können, fallen mir immer erst später ein. Also ärgere ich mich auch über mich.

Der Rest vom Ausritt war anstrengend. Der Traber war aufgedreht, Dieter gestresst und Buffy faul. Wir haben beschlossen, dass wir nicht mehr zusammen ausreiten. Er will mehr auf dem Platz machen und ich kann leider nicht garantieren, dass Buffy nicht ab und an mal einen Hüpfer macht.
Dieter hat dem Besitzer vom Rollrasen noch Bescheid gesagt, dass dort nun einige Meter mit Hufspuren verziert sind.
Und Gabi und ich sind am nächsten Tag ins Reitsportgeschäft gefahren und haben uns auch eine Sicherheitsweste gekauft.

War es Vorahnung?

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Santa
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BeitragVerfasst am: 21.10.2019, 14:45    Titel:   Antworten mit Zitat

Am letzten Wochenende von meinem Urlaub wollte ich noch schön mit meinem Eselchen ausreiten. Erst wollte ich mit Hänger los und hatte auch schon organisiert, dass Saphyra auf einer fremden Koppel stehen darf. Der stetige Nieselregen hat mir da aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber von einem ordentlichen Ausritt bei uns hat mit der Regen nicht abgehalten.

Buffy ist ganz brav und gemütlich los. Es war ein wirklich schön Ausritt über 2 Stunden, wenn auch nicht sehr schnell. 2 x musste ich Absteigen. Einmal als ich an einem Maisfeld abbiegen wollte. Sie geht ja nicht gern am Mais lang und war sofort so zickig. Sie ging nur noch Rückwärts. Da bin ich abgestiegen und habe das STück geführt. Kein Problem mehr für mich.
Das 2. Mal war bei einem neuen Blauen Tor mit Steinen davor. Sie wäre auch so vorbei gegangen. Aber ich habe da dann gleich einige Übungen gemacht und meine Beine gelockert.

Überrascht hat sie mich aber auch. Man findet ja die lustigsten Sachen im Wald. Ich ritt einen Waldweg zu einer kleiner Siedlung lang und sehe dann Links einen große gelbe Zimmertür am Rand liegen. Ich habe einen richtigen Schreck bekommen. Ich dachte: Du hast jetzt eine Zehntelsekunde Zeit um vor Buffy zu reagieren, das schaffst Du nicht...
Und Buffy? Blick zur Tür, einmal Ohren nach vorne geklappt und ganz normal weiter. Wie jetzt? Keinen Sprung, kein Drehen? Ich war sprachlos. Großes Lob. Wobei sie eher so tat als ob ich es mal gut sein lassen soll. Es war doch nur eine Tür... Und sie wollte nach Hause.
Tapferes Mädel!
Nächsten Tag ist es dann anders ausgegangen.

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Santa
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BeitragVerfasst am: 21.10.2019, 15:22    Titel:   Antworten mit Zitat

Sonntagsausritt! Ich war mit Christina verabredet. Wir wollten das warme Wetter nutzen und eine schöne Runde drehen. Ich gehe zu Fuss ca. 20 Minuten zum Stall von Christina. Da habe ich schon gemerkt, dass Buffy total müde und unmotiviert war. Sie ließ sich ziehen und war echt gemütlich. Aber sie ist jetzt den ganzen Sommer im Training, da wird sie ja wohl mal 2 längere Ausritte an 2 Tagen hintereinander Durchalten. In 2020 wollen wir uns auch mal an einen kleinen Wanderritt machen, also ein gutes Training.

Wir ritten dann fröhlich los. Molly lustig vorweg, Buffy schlurfte hinterher. Sie war wirklich zäh. Wenn Christina galoppiert ist, war Buffy ein etwas schnellerer Trab genug. Die holen wir schon wieder ein. Wo war denn jetzt der Herdentrieb?

Als wir gut 1.5 Stunden unterwegs waren, ritten wir im entspannten Schritt, langer Zügel und philosophierten über das Leben.
Ich sah links aus dem Augenwinkel etwas weisses wolliges über das Feld kommen. Ein Schaf? Ich bin ja etwas langsam im Kopf, das kann man von unseren Beiden Vierbeinern nicht sagen. Als die Hecke zuende war, bellten die beiden "Schafe" los. Die Reaktion war eher eine Explosion. Molly startete durch, das hätte ein Rennpferd nicht besser machen können. Buffy wollte auch weg, nur in die andere Richtung. Sie drehte so schnell, es war einfach kein Muli mehr da wo ich saß. Eine Reaktion von mir? Nein, dafür war alles zu schnell. Ich lag also am Wegesrand und machte einen schnellen Gesundheitscheck. Tut was weh?
Nö, alles gut, aber mein rechter Schuh war weg.
Hochgerappelt und nach Buffy geschaut. Wo war sie hin?
Sie stand ca. 10 Meter entfernt und starrt auf Hunde und mich. Sie sah sehr unglücklich aus. So allein fühlte sie sich sichtlich unwohl. Ob sie wohl jemand abholen und die Verantwortung übernehmen könnte? Ich also mit einem Schuh zu ihr hin. Lustigerweise hat sie auch einen Hufschuh verloren, sie aber den linken. Das hat mir gezeigt, mit welcher Geschwindigkeit sie gedreht hat, dass der Schuh abgeflogen ist.

Sie hat sich also brav einfangen lassen und ging brav zu meiner Landestelle, damit ich den Schuh suchen konnte. Da rief Christina vom Feld auch schon nach mir. Ich antwortete und kurze Zeit später trafen wir uns wieder auf dem Weg. Beiden ist nichts passiert. Christina ist auch nicht runter gefallen. Respekt, sie reitet ja nur mit diesem Kissen. Aber der Strick um Hals, an dem sie sich immer festhält, hat sie beim Blitzstart gerettet. Hat mich schon etwas geärgert, dass ich mit dem tollen Sattel das nicht gesessen habe. Allerdings wirkten da Kräfte, wie ich sie bei Buffy noch nie erlebt habe, und sie hat schon manche Sprünge mit mir gemacht.
Die beiden Hunde verbellten uns weiterhin. Es waren Herdenschutzhunde für die Hühnerfarm und sie liefen auf dem großen Hühnerfreilauf. Wo Buffy gesehen hat, dass es nur Hunde waren, hat sie sich gleich wieder entspannt. Grasen wo die bellenden Hunde nur 2 Meter entfernt sich hinter dem Zaun aufregen? Kein Problem.

Christina war ganz besorgt, ob mir auch nichts passiert ist? Nein, wirklich nicht. Ich hatte ja auch meine neue Weste und eine Kappe auf! Mehr Schutz geht nicht. Also Schuhe wieder angezogen, Aufgesessen und weiter gings.
Toll war, dass wir uns zum Schluss gut trennen konnten, die beiden Pferde. Da klebt sie überhaupt nicht.
Wieder am Stall waren wir dann insgesamt 3 Stunden unterwegs. Buffy war richtig müde und durfte dann gemütlich im Offenstall ausruhen.
2020 Wanderritt? da muss ich wohl noch etwas trainieren.

Am nächsten Tag habe ich dann die Nachwirkungen gemerkt. Ich hatte eine schöne Zerrung in den Bauchmuskeln und im linken Bein.
Und es hat mir wieder gezeigt, Fluchttiere sind es immer noch. In solchen Situationen übernimmt der Überlebensinstinkt. Das kann auch immer wieder passieren.

Die bestätigt hat ein Vorfall bei unserem nächsten Ausritt. Gabi war auf Saphyra mit. Wir ritten eine Kleine Strasse lang. Vor uns kam ein Schimmel in Sicht, der hektisch ins Gebüsch sprang, die Reiterin abwarf und wegrannte. Ein ratloser Opa mit Rad stand da und frage, ob er jetzt Schuld war. Er ist doch extra leise gewesen. Wir halfen der Reiterin auf, suchten und fanden das Pferd. Beide waren ok. Was war passiert? Opa mit Rad kam von hinten. Um das Pferd nicht zu erschrecken ist er ganz besonders leise gewesen... Pferd sah Opa dann plötzlich direkt hinter sich. Der Rest ist schon weiter vorn beschrieben. Pferd ist 16 Jahre und nach Aussage der Reiterin super geländesicher.
Ich muss immer wieder Schmunzeln wenn Besitzer über ihre Lieblinge sagen" nein, das macht der nicht". Das hätte die Reiterin 5 Minuten vorher auch noch unterschrieben, dass ihr Pferd nicht wegen eines Radfahrers durchgeht.

Was lerne ich daraus? Kappe ist Pflicht und so ein Rückenschutz schadet auch nicht beim Reiten...

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BeitragVerfasst am: 23.10.2019, 11:00    Titel:   Antworten mit Zitat

Was nicht so alles in der Natur rumsteht...
Haben wir die Zimmertür schon gemeistert und auch einen Katzenkratzbau, hatte der letzte Ausritte eine besondere Herausforderung. Es stand ein Sofa auf der Strasse.
Nö, Muli wollte da nicht vorbei gehen. Sie blieb stehen und starrte.... So etwas hatte sie ja noch nie gesehen. Was man damit wohl macht. Jo, meint Lena, dass kann ich zeigen. Auf "Hopp" ist sie gleich begeistert rauf. Schäferhund eben, freut sich über jede Aufgabe.
Ok, dachte Buffy, wenn dieser "Hund" so mutig ist, dann kann sie ja auch mal rangehen. 2 Minuten später sind wir eine acht um Sofa und vom Bauschild daneben geritten. Jo, voll mutig.
Dann wollte ich wieder am Maisfeld lang. Das wurde aber gerade abgeerntet und mehrere Jäger hatten sich drum postiert um auf die Wildschweine zu warten. Nein, da wollten wir dann beide nicht lang. Also der andere Weg. Da hatten wir dann die Hundepension.
An Jedem "schlimmen" Vorfall, der uns im Gelände passiert ist, war ein Hund beteiligt. Hat Buffy jetzt ein Hundetrauma?
Lena beachtet sie überhaupt nicht. Und Lotta, der Boxermix von Gabi, kann wie eine wilde Hummel um sie rumsausen, die wird von keinem Pferd ernst genommen. Aber wenn der große Herdenschutzhund laut bellend über den Hof rennt, dann wird sie immer nervös. Der macht ihr Angst.
Also bin ich lieber vor der Hundepension abgestiegen. Aber sie hat die Hunde nur angeschaut und war recht entspannt.
Den wahren Test hatten wir einige Tage später. Ich bin mit Gabi ausgeritten, die sich Saphyra geliehen hat. Wir kamen wieder am selben Garten vorbei, bei dem Dieter gestürzt ist. Und wieder kamen 2 Jagdhunde ans Tor gerannt. Da habe ich einen Schreck bekommen. Ich habe Buffy sofort mit dem Kopf zu den Hunden gewendet und bin angehalten. Die Hunde rannten weiter zum Tor. Und Buffy. Sie blieb nicht nur stehen, sie war sogar ganz gechillt. Hundetrauma stimmt somit nicht, es war einfach immer die Reaktion des Fluchttieres. Das macht Hoffnung auf die Zukunft als Reitmuli.
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BeitragVerfasst am: 05.11.2019, 11:32    Titel:   Antworten mit Zitat

Wir waren am Wochenende wieder los. Dual Aktivierung, geritten und an der Hand. War super, voll das Ding von Buffy.
War zudem im Nachbarort und die Trainerin Kerstin Averwald hat es sehr gut rüber gebracht. Gymnastizieren ist auch für ein Muli wichtig. Stolz bin ich auf Buffy, weil sie richtig gut mitgemacht hat. Auf solche Denksportaufgaben hat sie richtig Lust.
Es war auch eine tolle Truppe und alles sehr entspannt. Im Februar machen wir weiter mit einem Kurs über "gefahrene" Dualaktivierung, also vom Boden von hinten lenken. Vielleicht kann ich Dana und Helga auch dazu überreden, dann hätten wir eine Maultiertruppe.

Lustig fand ich, dass dort recht viele Pferde sehr heftig auf Buffy reagierten. Der Nachbar im Paddock hat beide Tage nur Attacken auf Buffy gemacht. Sie legt dann nur sehr eindrucksvoll die Ohren an, aber der fand sie richtig doof.
Und auch das Schulpferd, mit dem wir die Stunde geteilt haben, wollte nicht in die Nähe von dem Monster. Hatten wir in der Form bisher noch nicht.

Sehr schön fand ich das System, weil es so viel Struktur ins Training bringt. Ich versuche mir auch immer einen Plan zu machen, wenn ich auf dem Platz übe. Aber oft geht es so nicht auf und dann bin ich etwas ratlos.
Hier haben wir als Hilfe die Gassen mit den Wegen, über die ich mir vorher Gedanken machen muss. Dann gibt es genaue Zeiten zum Trainieren und nach rund 30 Minuten sind wir durch. Geistig völlig ausreichend für das Maultier. Am 2. Tag in der 2. Stunde musste ich sie schon fast tragen, dabei kann es körperlich nicht so anstrengend gewesen sein.

Ich habe mir gleich 4 Gassen gekauft, die Stallkollegen wollen auch noch 4 dazu kaufen. Dann noch das Buch dazu. Hier habe ich beim Lesen viele "aha" Effekte. Ich dachte immer ein Zirkel sei doch einfach. Nur wollte der sture Esel nie im Kreis laufen. Im Buch wird genau erklärt, dass ein junges Pferd (oder Muli) das nicht so einfach kann. Es wird hier über Ecken, Schlangenlinien und Kehrtvolten langsam aufgebaut. Ja, da sehe ich eine Logik.

Blöd für den Esel, jetzt muss sie doch mehr mit mir auf dem Platz machen. Als Ziel habe ich einfach mal eine Piaffe genannt. Das ist allerdings so wahrscheinlich wie der Lottogewinn....
Hier noch einige Fotos:
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BeitragVerfasst am: 05.11.2019, 14:33    Titel:   Antworten mit Zitat

mehr Fotos, mit Dynamik
Ja, Buffy kann auch Galopp!
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BeitragVerfasst am: 10.11.2019, 19:33    Titel:   Antworten mit Zitat

So, jetzt bin ich voll auf dem Bodenarbeitstrip. Habe das Buch gekauft, 2 Blau-gelbe Gassen und will versuchen, mindestens einmal die Woche bei uns auf dem Platz was aufzubauen und zu üben. Toll finde ich die vorgegebenen Zeitinterwalle und den Aufbau der Übungen, die im Buch genau beschrieben werden. Dies gibt Struktur und genau die brauche ich da. Manchmal wissen wir nämlich einfach nicht, was wir üben solle.

Auf dem Kurs habe ich auch eine Reiterin aus einem Nachbarstall kennen gelernt. Die machen einmal im Monat auch mit einer Trainerin Dual-Aktivierung. Da habe ich heute mal spontan mit gemacht. Mit Buffy bin ich in ca. 30 Minuten da gemütlich hingebummelt. Da stehen ca. 30 Pferde, ist eine große Offenstallanlage mit verschiedenen Gruppen und 2 großen Reitplätzen. Buffy war begeistert. So viel zu schauen. Sie lieft also brav durch den Parcours. 20 % der Aufmerksamkeit war bei mir und den Aufgaben, 80 % war pures Staunen über die anderen Pferde. Dabei war sie aber so fröhlich und gut gelaunt, das hat mich dann nicht weiter gestört. Auch als einige Youngsters im vollen Galopp über die Koppel daneben gesaust sind, machte sie keine Anstalten nervös zu werden. Ich habe mich zu 100 % wohl mit ihr gefühlt und bin saustolz auf mein Langohr. Zuschauer hatten wir auch genug und alle wollten mal die Ohren kraulen. Die sind auch zu sauberhaft. Buffy wäre am liebsten noch etwas geblieben und hätte dem Treiben dort auf dem Hof noch weiter zugeschaut. Da war so viel los. Ein Maultiertraum!

Samstags bieten sie dort immer Stangentraining an. Tja, Buffy... Das tut mir Leid. Nächsten Samstag musst Du zeigen, dass ein Maultier auch das kann. Ich bin mal gespannt, ob wir beiden Spass daran haben. 2 bei uns aus dem Stall werden auch mitkommen. Das wird eine tolle Truppe: Sotje, Holsteiner, Stm. ca. 180 cm, Bjalla, Isländer, flott und ca. 135 cm und Buffy, irgendwo dazwischen. Das wird lustig. Ich werde berichten.

LG
Claudia

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BeitragVerfasst am: 18.11.2019, 19:49    Titel:   Antworten mit Zitat

Das Stangentraining ist leider in Wasser gefallen... Regen in voller Vollendung. Da hatten wir keine Chance. Aber nächsten Samstag neue Chance.
Dafür bin ich dann Sonntag morgens bei Sonnenschein und 1 Grad allein mit ihr ausgeritten. Sie war ganz fröhlich und ich hatte mir vorgenommen, allein durch den Nachbarort zu reiten. Am Bauernhof vorbei mit all den Traktoren und Geruch nach Schweinestall. Allerdings wollte ich mir keinen Stress machen. Vor dem Dorf wollte ich absteigen. Aber welche Überraschung, Buffy ging zwar sehr gespannt aber brav allein durchs Dorf, ich musste nicht absteigen. Chapeau! Ich ziehe den Hut vor dem tollen Muli. Wir haben eine schöne Runde gemacht und mir ich aufgefallen, dass sie schon sehr gemütlich unterwegs ist. Je selbstsicherer und entspannter sie wird, desto langsamer wird sie auch. Sie schlendert gemütlich durch die Natur, eilig hat sie es nicht mehr. Sie muss ja nicht schnell wieder zurück, ist doch ganz nett mit "Mutti" auf dem Rücken. Das ist auch nicht anders, wenn ein anderes Pferd dabei ist. Wenn dies im flotten Galopp vorweg geht ist Buffy ganz entspannt. Ganz nach dem Motto: "Man kann hinterher rennen, muss man aber nicht"
Ein lockerer Trab reicht auch, der wird schon wieder anhalten. Das finde ich ja grundsätzlich schön, dass ich nicht die Kontrolle verliere, aber etwas mehr Motivation würde ich mir schon wünschen. Wenn ich sie allein zum Galopp auffordere, macht sie es brav und wartet nur darauf, wieder langsamer zu werden. "Was, den ganzen Berg hoch? Nein nein, dass ist doch viel zu anstrengend." Trab ist noch ok, Schritt ist noch besser.

Wenn ich ehrlich bin und heute ein gerittenes Maultier suchen würde und Buffy mit der Tagesform Probereiten würde, ich würde mich nicht verlieben, ich würde sie nicht kaufen. Ich bin schon gern flott im Gelände unterwegs und das ist Buffy einfach nicht.

Und die Ausritte müssen auch nicht zu lange sein. War ich ein Tag mal 2 Stunden unterwegs, muss man am nächsten Tag nicht noch mal Ausreiten. Ob ich 2020 wirklich mal einen Wanderritt machen kann? Also wenn ich Buffy frage definitiv nein. Da kann ich man schön selber laufen.

Sie ist dafür sehr motiviert Neues zu lernen. Alles was Abwechslung ist, ist gut. Sie lernt gut dazu und macht mir sehr viel Spass auf dem Platz. Dabei wollte ich doch genau das nicht mehr tun und nie mehr im Kreis reiten... Ach, zum Glück kann ich meine Meinung ändern.
Abgeben würde ich sie aber niemals. Allerdings wenn meine alte Saphyra mal nicht mehr ist, liebäugle ich mit einem zweitem Reittier. Muli oder Pferd? Das entscheide ich dann. Wenn Muli, dann aber ein Flottes!

Jetzt haben wir erstmal einen Kurs bei Herrn Kreienberg gebucht. 3 Tage Reitkurs im April. Ich freu mich wie blöd. Und Buffy.... Ab Tag 2 eine Zumutung Thumbsdown

LG
Claudia

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BeitragVerfasst am: 24.11.2019, 21:51    Titel:   Antworten mit Zitat

Buffy und ich waren jetzt Samstag zur Springstunde. Wir waren leider allein. Das eine Pferd hat "Rücken" und die anderen keine Zeit. Also sind Buffy und ich allein losgezogen. Vorher hatten wir gute Vorbereitung. Zum einen war unsere "Satteltante" und meinte es sei überhaupt kein Problem, auf Buffy einen Wintec Vielseitigkeitssattel anzupassen. Sie hätte auch noch einige liegen. Super, ich wollte doch immer eine Alternative zum Westernsattel haben. Zum anderen hat Buffy für ihren sportlichen Auftritt natürlich vorne Gamaschen bekommen, damit sie sich nicht verletzt. Und die sind im modernen Lila, das ist dieses Jahr angesagt und Buffy geht da natürlich mit der Mode.
Leider musste ich diesen Samstag den Dressursattel von Saphyra nehmen. Der passt Buffy sehr gut, aber zum Springen ist er nicht unbedingt meine erste Wahl. Was für ein Glück, dass wir nur Stangenarbeit machen wollen...
Pünktlich sind wir morgens los. Der Weg ist uns gut bekannt und ich habe mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht. Aber kurz vor der Mühlenbrücke geht ein kleines Stück Weg zwischen den Fischteichen durch. Buffy "latscht" so vor sich hin, bleibt mit einem mal stehen und schaut nach links. Ich auch. SCHEISSE! Da fliegen 3 riesige Schwäne im Tiefflug auf uns zu. Nebeneinander. Es kam also eine weisse Wand auf uns zu. eek!
Schnell, ich muss was machen.... nur was? Angst 2 Abspringen? zu spät. Also starre ich die Schwäne an, Buffy macht es auch. Dann landen die mit lautem Planschen neben mir hinter dem Schilf, schlagen noch mal mit den Flügeln und schwimmen gemütlich weg. Buffy? Sie bewundert das Naturschauspiel, ignoriert meine Panik und schlurft weiter. Ich mache hektische Atemübungen und schiebe dem Esel einen Keks zwischen die Zähne. Das ist noch die Nachwirkung von meinem Abgang bei den Herdenschutzhunden. Da reagierte sie so explosiv. Ich konnte sie wirklich nicht einschätzen und hatte erwartet, dass sie ähnlich reagiert. Da brauche ich wohl noch etwas, bis ich das überwunden habe.

Auf dem Platz angekommen, habe ich erstmal meine Mitreiterin begrüßt. Das Pferd fand Buffy aber doof, so wie die meisten anderen Pferde dort auch. Als wir auf den Platz gingen, kam die Herde mit und eine braune Stute drehte so richtig auf. Sie hat Sprünge über der Erde gezeigt, Respekt. Buffy hat die Aufmerksamkeit der anderen Pferde einfach ignoriert und sich wieder umgeschaut. Ja, bisher ist der Ausflug toll, sie ist sehr amüsiert. Dann ging die Stunde los. Beim aufwärmen habe ich den Esel möglichst geschont. Sie ist ja nicht sooo lauffreudig, da wollte ich sie nicht da schon müde machen. Dann ging es los mit über die Stangen traben. Und Buffy war toll. War es andere zu Erwarten? Ich musste sie manchmal etwas bitten, aber Stangen kennt sie ja. Dann haben wir noch einige kleine Sprünge gemacht und nach 45 Minuten habe ich dann aufgehört, als sie eine tolle Runde im Galopp gemacht hatte. Die Sprünge waren ca. 30 cm, also ich habe sie wohl nicht überfordert. Wir sind dann ganz gemütlich wieder nach Hause geschlurft, müde war der Esel schon. Aber am nächsten Tag ist sie auf Zuruf wieder gekommen, es kann also nicht soo schrecklich gewesen sein. Wenn ihr was nicht gefallen hat, schmollt sie immer am nächsten Tag und ignoriert mein rufen.
Wir sind für nächsten Samstag wieder angemeldet. Vielleicht springen wir da mal ein In-Out. Gut für den Muli-Rücken! Etwas schlechtes Gewissen habe ich schon. Mute ich dem Muli zu viel zu? Ich hoffe nicht, weil ich hatte schon Spass.

Dann Euch eine tolle Woche

Claudia
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BeitragVerfasst am: 24.11.2019, 21:52    Titel:   Antworten mit Zitat

Buffy behält den Überblick!
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BeitragVerfasst am: 02.12.2019, 11:18    Titel:   Antworten mit Zitat

Buffy war wieder ganz busy das Wochenende.
Samstag war wieder Springstunde. Damit sie munter da ankommt, habe ich hin geführt. Wir sind also ganz gemütlich geschlendert. Angekommen hat Buffy sich wieder umgeschaut. Aber diesmal blieben die anderen Pferde eher ruhig. Sie schauten mal kurz am Zaun vorbei, aber die große Attraktion war Buffy nicht mehr.
Diese Stunde bin ich bei "den Guten" mitgeritten. Da habe ich gleich gesagt, dass ich deren Aufwämphase mitmache, dann aber aufhören werde. Buffy will ich nicht überfordern.
Aber Eselchen hat Spass an den Stangen gefunden. Sie war munter und motiviert. Da waren einige schwierige Wendungen drin, auch mit Angaloppieren. Buffy hätte mit Leichtigkeit über die Schulter ausweichen können und an den Stangen vorbei rennen. Aber nein, Sie hat von selber immer auf die Stangen gezielt. Dazu war sie munter und motiviert, ich musste nicht treiben. Es hat uns beiden richtig viel Spass gemacht. Als sie dann einen kleinen Parcours 2 x gegangen ist (mit Trabstangen, Galopp und 2 kleine Sprüngen) habe ich gleich aufgehört.
Die "Hochbegabten" darf man nicht durch zu viele Wiederholungen langweilen... Großes Lächeln

Sonntag war erst die Osteopathin da. Buffy hatte nur eine Kleinigkeit im Schulterbereich.
Saphyra macht mir hingegen Sorgen. Sie liegt ganz viel draussen. Ich denke, es wird wieder die Lunge sein. Ich habe vom Tierarzt Schleimlöser bekommen und sie soll jetzt erstmal im eigenen Offenstall bleiben. Draussen bei der Herde wird immer Stroh in die Raufen gefüllt. Da steht sie immer und steckt die Nase ganz tief rein. Das ist nicht gut für sie. Also bleibt sie erstmal drinnen. Im Offenstall habe ich jetzt einen ganzen Rundballen in einem Heunetz stehen. Da haben sie dann so viel sie wollen und stauben tut es auch kaum.

Nach der Osteopathin sind wir eine kleine Runde im Hauswald gewesen, Hund, Gabi mit Saphyra und Buffy. Ich fand mich so pfiffig, als ich einen kleinen Waldweg Gabi den Vortritt gelassen habe. Sie hat die ganze Nässe von den Bäumen abbekommen. Aber dann stand Lena hinter dem Baum und Buffy machte erschrocken einen kleinen Sprung zur Seite. Nicht schlimm, aber mitten ins Gebüsch und ein ganzer Regenschauer ging auf mich nieder. Ins Gesicht und ins Ohr... Bäh. Und da hat Gabi schallend gelacht... Hysterics

Abends war dann noch die Pferdewaage da. Ich bin da so Stolz auf das Eselchen. Nicht nur, dass sie ohne zu Zögern da rauf geht, ein leichtes drehen mit der Schulter und ein "HOO" und sie bleibt stehen. Dann ging es ab in den Stall zum verdienten Abendbrot.
Toll, die viele Bodenarbeit macht sich bei solchen Aktionen bemerkbar und da habe ich auch das Gefühl, dass sich die viele Zeit absolut rentiert.
Das Gewicht sage ich jetzt nicht, will Buffy ja nicht beschämen. Es sind aber rund 20 kg mehr als beim letzten Mal. Alles Muskel, alles nur Muskeln... 00009153

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