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Beate
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Anmeldungsdatum: 26.02.2004
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BeitragVerfasst am: 19.11.2006, 15:23    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi,
eigentlich weiß ich garnicht, wo ich anfangen soll, denn es geht mir zu diesem Thema so viel im Kopf herum... Augen rollen (sarkastisch)
Also - gerade komme ich von einem Ritt im Round-Pen mit Naomi zurück. Sie hatte erstaunlicherweise ein ganz nettes "vorwärts" in sich (daran arbeiten wir im Moment verstärkt)und war lieb wie immer. Aber - wie öfters - kamen mir einige Erkenntnisse, an welchen Dingen ich bei ihr mehr "arbeiten" muß bzw. sie besser vorbereiten muss.
Thema lenken: Es ist absolut ein leichtes, sie anhand von Gewichtsverlagerungen und gezieltem Schenkeleinsatz zu lenken. Aber mit der direkten Steuerung per Zügel (Knotenhalfter) hapert es leider. Ich habe gelernt, das Tier soll zuerst die Nase in die gewünschte Richtung nehmen, dann soll der Körper folgen. Logisch - sie hat jetzt ca. 20 Ritte hinter sich, und natürlich müssen wir die Sache mit Geduld und Zeit angehen. Das ist mir sicherlich klar. Nur komme ich so langsam zu dem Schluß, daß es ein typisches "Muli-Problem" ist. Wobei ich das Wort "Problem" nicht allzu eng sehe. Denn: auch Sancho tendiert dazu - natürlich in einer ganz anderen Intensität und Feinheit als Naomi. Und ihn kann ich dann durch ein leichtes Antippen mit dem inneren Bein dazu bewegen, sich zu biegen. Aber im Prinzip - wenn ich ehrlich bin - folgt er in diesem Moment auch nur über den Umweg des Schenkels, der Zügelrichtung. Die Hilfe des inneren Schenkels brauche ich allerdings nur, wenn ich ihn "direkt" lenken (biegen) möchte, also durch einen direkten Impuls an der Zäumung mittels Zügel. Reite ich ihn dagegen mit Slack (Durchhang des Zügels), so folgt er diesem einwandfrei und biegt sich sehr schön - auch ohne Schenkelhilfe.
Insgesamt werde ich nun wieder vermehrt Nachgiebigkeitsübungen vom Boden aus mit Naomi machen, um ihre "Weichheit" zu verbessern.
Mich würde nun interessieren, ob Ihr auch ähnliche Beobachtungen gemacht habt.
Gruß
Beate

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Schwimm' gegen den Strom; denn nur an der Quelle kannst Du den Lauf des Flusses verändern!
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Beate
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Anmeldungsdatum: 26.02.2004
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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 16:43    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi Ihr,
schade, dass mir hier zu dem Thema niemand seine eigenen Erfahrungen berichten kann.
Allerdings hatte ich gestern selbst diesbezüglich eine Erleuchtung, bzw. es wurde mir zu dieser verholfen.. :cheesy:
Gestern war Ina, unsere Pferde-Physiotherapeutin da, um Sancho durchzuchecken. Sie ist eine ganz liebe, gute Bekannte von uns und sie kennt Sancho schon recht gut - wenn auch bisher nicht "körperlich". So machten wir uns zusammen zu einem Geländespaziergang auf, bei dem sie Sancho führte und immer wieder diverse Dinge abcheckte, was mein Langohr im Rahmen eines Spazierganges für "fast" nicht schlimm oder verdächtig befindet. Ina interessiert sich sehr für die unterschiedliche Anatomie von Pferd und Muli, und vor (glaube) 2 Jahren gab es dazu von ihr einen kleinen Artikel in der Eselpost. Sie fand bei Sancho einige sehr pferdige "Points", meinte aber - ansonsten sei von der Beweglichkeit "typisch Muli". Auf meine Nachfrage erklärte sie mir, dass Mulis im Bereich der Halswirbelsäule und der vorderen Lendenwirbel wesentlich "starrer" seien als Pferde, was sie aber wiederum durch mehr Beweglichkeit der hinteren Extremitäten ausgleichen. Ich sprach sie daraufhin auf "mein" oben erwähntes Problem an, und sie meinte, dass genau dies die Erklärung dazu wäre.
Dann scheint dies alles also doch "mulitypisch" zu sein....
Gruß
Beate

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AfraAstrid
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Anmeldungsdatum: 15.04.2005
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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 18:46    Titel:   Antworten mit Zitat

Liebe Beate, erst jetzt hab ich Forummuße und lese Deine Frage. Afra, vor allem ich sind nicht annähernd auf Deinem Stand, aber Afra "direkt" leiten ist schlicht unmöglich und sieht besch..eiden aus und fühlt sich auch so an. Sie geht, wenn bereit, am besten so wie von Dir beschrieben, Sitz, Schenkel und evtl. Stellung, auf jeden Fall Konzentration von mir auf gezieltes Einsetzen des Gewichts. Heut wars zB mal richtig schön mit ihr, auch sie hatte heute einen entspannten Impuls von Vorwärts und war mir gnädig. Lächeln
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Caprivi
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Alter: 60

Anmeldungsdatum: 11.10.2004
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BeitragVerfasst am: 07.01.2007, 20:02    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Beate,

Deine Erkenntnisse zur Anatomie sind mir letztes Jahr schon einmal untergekommen. Ich hoffe ich finde sie noch einmal.

Mit unseren Mulis haben wir jedoch Individuen im wahrsten Sinne des Wortes. Du hast es in deinem Briefwechsel zur Mulizucht in der Esel-Post sehr schön dargestellt.

Leider, oder zum Glück ist es nicht standartisiert was ein Muli von welchem Elternteil wie stark mit bekommt.

In meiner Situation kann ich, was das Reiten angeht, noch nichts beitragen.
Jedoch was die Bodenarbeit angeht, habe ich auf den Zirkel den Eindruck, das Rafaela in der Sattellage wenig Tedenz zur Biegung hat.(Beobachtet wenn sie entspannt am durchhängenden Seil läuft)
Gerrade heute fiel mir auch auf wie gerade ihr Rücken in der Sattellage ist.

Gruß

Holger


[Editiert durch Caprivi ein Sonntag, Januar 14, 2007 @ 19:21]
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ninjo
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Anmeldungsdatum: 06.03.2004
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BeitragVerfasst am: 12.01.2007, 11:32    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo beate; vielleicht liegt es einfach daran, das du mit deinen fortschritten im reiten wesentlich weiter bist, als manch einer von uns Zunge rausstrecken
ich habe auch eine frage, die in dieses thema passt. als reitanfängerin beobachte ich an unserem stall, dass sich die western-gerittenen pferde schön im hals nach unten biegen und somit mehr untertreten/den rücken entlasten. da ich nun wieder ganz langsam mit clärchen schritt reiten kann (muskelaufbau ist unbedingt nötig, hat nach der langen zwangspause kaum noch etwas davon)wäre ich für tipps dankbar, dass sie beim reiten vermehrt untertritt. denn ihre fissur war vorn, und wenn sie nicht lernt, da weniger zu belasten, haben wir sicherlich bald das nächste problem. ich hab mit stangenarbeit begonnen (erstmal vom boden aus, da mich ein schlimmer hexenschuss plagt), aber allein ist es auf dauer etwas langweilig.
mir ist klar, dass ich das muli halstechnisch nicht mit einem quarter o.ä. vergleichen kan, aber es muss doch möglichkeiten geben, auch beim muli die vorhand zu entlasten verwirrt
gruß
jo
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AfraAstrid
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Anmeldungsdatum: 15.04.2005
Beiträge: 9

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BeitragVerfasst am: 13.01.2007, 18:45    Titel:   Antworten mit Zitat

Liebe Beate, Du schreibst, daß jemand sage, Mulis seien auch im Halswirbelbereich steifer als Pferde. Heute stand Afra mit dem Hinterteil zu mir am Futtertisch, Du weißt, drinnen mit den senkrecht abteilenden Stangen in ausreichender Breite auch fürs Kaltblut. Als sie mich bemerkte, drehte sie ihren Kopf mit "Klappeffekt" 180 Grad nach hinten mit der Nase durch das benachbarte Stangenfeld zurück. Das ist für diekurz- und dickhalsige Afra nie ein Problem und sie macht es x-wie oft beim Ausreiten, wenn ihr irgendwas hinter uns zu Ohren kommt.
Ich hab das Gefühl, die sind gelenkiger im Hals (rechts/links geklappt) als Pferde. Hat das nur Afra, die halsstarrige? verwirrt Liebe Grüße AfraAstrid
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Caprivi
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Alter: 60

Anmeldungsdatum: 11.10.2004
Beiträge: 2171
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BeitragVerfasst am: 14.01.2007, 19:41    Titel:   Antworten mit Zitat

Also die Beweglichkeit im Hals ist bei Rafaela ähnlich der bei unseren Pferden. Dort kann ich keine Einschränkung erkennen.

@Ninjo,
was das das Muskelaufbauen angeht,
am Boden
- mache ich auf dem Zirkel Gangartwechsel,
- lasse ich Rafaela über Cavaletti oder baumstämme springen
- lasse sie im Gelände Hügel steigen
- lasse sie über Trabstangen laufen.

Beim Reiten
- zu Beginn des Reitens kurze Schrittphasen und anhalten
- zunehmend längere Reitphasen im Schritt un
- Gangartwechsel Schritt/Trab zum aktivieren der Hinterhand.

Wichtig dabei, immer im Blancepoint sitzen und nicht mit dem Oberkörper nach vorne fallen.
Wie ich schon oft gesehen habe, versuchen viele Reiter den leichten Sitz, beigen sich dabei nach vorne und verlagern so ihren Schwerpunkt über die Vorderhand.

Besser finde ich, dass das Tier seine Balance unter dem Reiter selber findet und man erst darauf aufbauend die Intervalle in den höheren Gangarten und Tempi steigert.

Neuesten Erkenntnissen folgend, entlastet das aktivieren der Hinterhand nicht die Vorderhand. Vielmehr verlagert sich die Belastung vom Tragen der reiterlichen Last zum Auffangen des durch die Hinterhand erzeugten Schwunges, was im Resultat die gleiche Belastung bleibt.

Auf keinen Fall sollte man das Tier durch Bremsen über das Gebiss und treiben der Hinterhand zusammenstellen.
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Beate
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Anmeldungsdatum: 26.02.2004
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BeitragVerfasst am: 14.01.2007, 22:16    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi,
@Astrid: Ja, da hast Du recht; sie erscheinen noch wesentlich beweglicher als Pferde. Z.B. mache ich ab und zu mit Sancho eine Übung, die sicherlich für Aussenstehende recht spektakulär aussieht eek! , die es aber gar nicht ist. Wenn wir unsere Biege- und Dehnübungen machen, halte ich ihm schon mal zum Abschluss (natürlich nur, wenn er warm ist) ein kleines Stückchen Möhre zwischen seine Hinterbeine. Er verbiegt sich dann komplett um 180° in eine Richtung, hebt das Innenbein hoch wie ein Hund zum Pinkeln, und holt das Möhrchen mit dem Maul unter seinem Bauch hervor. Mal schauen, ob ich jemanden finde, der dies mal fotografiert... Blinzeln Wegen der Beweglichkeit der Wirbel - das hat mir Ina erklärt, dass die einzelnen Wirbel von der Beweglichkeit anders "funktionieren" als beim Pferd. Aber bevor ich hier irgendwas nicht ganz korrekt oder falsch rüberbringe, lasse ich es mir nochmals von ihr schriftlich geben und stelle es dann hier ein.
Z.B. meinte sie auch, dass sie bei einem Pferd allergrösste gesundheitliche Bedenken hätte, wenn es so einen (dicken, festen) Mähnenkamm hätte wie jedes Maultier, das sie bisher kennengelernt hat.
@ Jo: Das mit dem "Hals nach unten biegen" ist so eine Art "Glaubenssache". Ich bin der Meinung, dass die meisten Westernpferde auf der Vorhand laufen, da im "modernen Westernreiten" die Aufrichtung fehlt; und erst diese - kombiniert mit Hankenbiegung - würde eine Entlastung der Vorhand ergeben. Aber leider bringen die wenigsten Mulis die anatomischen Voraussetzungen mit, um in Aufrichtung geritten zu werden.
Ein vermehrtes Untertreten erreichst Du, indem Du sie flotter vorwärts gehen lässt - egal in welcher Gangart. Das kannst Du dann gut an den Hufspuren erkennen - indem eben die Hinterhufe weiter vor den Abdrücken der Vorderhufe auffussen. Du kannst dann auch vom Boden aus durch einen gezielten Impuls im richtigen Moment ein (das) Hinterbein zum vermehrten Untertreten animieren.
Ich würde an Deiner Stelle im Moment nicht allzuviel Arbeit auf dem Kreis mit ihr machen; und wenn - dann auf jeden Fall grössere Kreise. Was zum Muskelaufbau optimal ist, ist die Schrittarbeit im Gelände bergauf. Bei Euch ist es ja doch etwas hügelig, da findest Du bestimmt nette Strecken. Aber leider muss - wer den Berg rauf geht, auch wieder den Berg runter.. Peinlichkeit oh:. Dabei ist natürlich die Belastung der Vorhand grösser - vor allem noch mit Reiter drauf. Vielleicht kannst Du Dich jeweils Hügel von ihr rauftragen lassen, und abwärts absteigen? Wäre so meine Idee dazu...
Gute Besserung noch für den Hexenschuss! Stirnrunzeln
Gruß
Beate

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miraculix
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BeitragVerfasst am: 10.02.2007, 21:47    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich hab auch wieder ein bisschen mehr Zeit und Internetanschluss, um im Muliforum zu lesen und zu schreiben.
Deinen Beitrag finde ich sehr interessant, Beate. Einige Erkenntnisse von dir und der Physiotherapeutin decken sich mit meinen Beobachtungen.
Mira ist sehr beweglich, wenn es sein muss- sie kann sich in einem 1 1/2er Pferdeanhänger problemlos umdrehen. Beim Reiten seh ich auch, dass sie sich im Hals recht steif machen kann. Am Bein ist sie wirklich sehr fein und auch auf Gewichtsverlagerung reagiert sie super. Kaum kommen aber Impulse am Knotenhalfter oder an der Trense dazu, versteift sie sich. Mit dem Bein lässt sie sich auch gut biegen. Ihre Hinterhand ist sehr aktiv, sie übertritt im Schritt sicher 2 Huflängen. Unsere Sattelberaterin von Balance Saddles fand, dass sie sehr gut ausbalanciert sei. Insgesamt gesehen denk ich, dass ihre Schwachstellen eher im Bereich Hals und Vorhand sind.

Ich find's übrigens super, dass es Leute gibt, die sich Gedanken um Exterieurunterschiede Pferd/Muli machen. Mich beschäftigt und interessiert auch die ganze Sache mit der Biodynamik des Pferdes- aber wie weit kann ich die Erkenntnisse auf ein Muli übertragen? Da geht's mir wie dir, Beate- mir geht so viel im Kopf herum und ich weiss nicht wo anfangen...

_________________
Erwarte viel - freue dich über wenig - lobe oft
(Nuno Oliveira)
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Susanne
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BeitragVerfasst am: 14.09.2007, 11:04    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

also ich habe auch festgestellt, dass Tira Probleme hat, sich korrekt zu biegen, vor allem auf der rechten Hand. Sie nimmt dann entweder den Kopf nach außen (beim Longieren) oder fällt auf dem Zirkel mit der Hinterhand aus, wenn man beim Reiten mit dem Zügel Impulse zur Stellung gibt. Ich halte das für ein Balanceproblem, es verstärkt sich auch im Trab.

Ich habe jetzt als optische Impulse Kegel (natürlich blau/gelb) verwendet, die ich in der Reitbahn aufstelle und um die wir Volten und Zirkel reiten. Das geht ganz gut, ist aber für Tira schon anstrengend. Wenn sie es auf ihrer schlechten Seite ein paar mal gemacht hat fängt sie an die Kegel umzukicken. Als wollte sie sagen: "jetzt habe ich keine Lust mehr mich um die dummen Hütchen zu biegen".

Grüße Susanne
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elke
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BeitragVerfasst am: 06.12.2009, 20:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich habe das Thema ausgegraben, da Tobi mich manchmal im Gelände austestet.
Meistens versucht er es, wenn ich nur begrenzt Zeit zur Verfügung habe. Möchte ich nach rechts, dann will er unbedingt nach links. Versuche ich ihn dann durch verschieben der Hinterhand zu Bewegen oder überhaupt in Gang zu kommen, fängt er an zu mauern.
Zeigen das Eure Mulis auch abundzu und wie verhaltet Ihr Euch dann?
Und an manchen Tagen geht er wie durch Gedanken.
Gruß Elke
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Gast87
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Beiträge: 1498

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BeitragVerfasst am: 06.12.2009, 22:18    Titel:   Antworten mit Zitat

AfraAstrid hat Folgendes geschrieben:
Liebe Beate, Du schreibst, daß jemand sage, Mulis seien auch im Halswirbelbereich steifer als Pferde. Heute stand Afra mit dem Hinterteil zu mir am Futtertisch, Du weißt, drinnen mit den senkrecht abteilenden Stangen in ausreichender Breite auch fürs Kaltblut. Als sie mich bemerkte, drehte sie ihren Kopf mit "Klappeffekt" 180 Grad nach hinten mit der Nase durch das benachbarte Stangenfeld zurück. Das ist für diekurz- und dickhalsige Afra nie ein Problem und sie macht es x-wie oft beim Ausreiten, wenn ihr irgendwas hinter uns zu Ohren kommt.
Ich hab das Gefühl, die sind gelenkiger im Hals (rechts/links geklappt) als Pferde. Hat das nur Afra, die halsstarrige? verwirrt Liebe Grüße AfraAstrid


Da hat Beate recht . Bei Mikado ist das auch so wenn er null Bock hat . Da meint man er hat ein Besenstiel im Hals . Aber die direkt u indirekte Biegung ist das Um u. Auf bei der Ausbildung da viele andere Manöver davon abhängig sind . aber ansonsten funktioniert es bei Mikado sehr gut .

lg Helmut
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ninjo
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Anmeldungsdatum: 06.03.2004
Beiträge: 2561
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BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 08:37    Titel:   Antworten mit Zitat

moin elke;

da wir schon länger nicht mehr ausreiten konnten, will ich dir aber meine erfahrungen beim führen schildern. da bleibt meine clara auch manchmal stehen, ohne dass ich wirklich weiß, was nun los ist. auch manchmal beim rausbringen auf den paddock, der quasi vor den boxen liegt. mauern ist ein guter ausdruck dafür Augen rollen (sarkastisch) ich nehm dann meinen strick und klatsch ihn ihr auf hinterhand und gebrauch dann mein kommando "auf" - dann fluppt es wieder.
noochmal zur biegsamkeit - möhrchen von der hinterhand aufnehmen ist beim mule wesentlich lockerer, als bei unserer WB stute...

gruß jo
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Gast87
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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 1498

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BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 08:57    Titel:   Antworten mit Zitat

Nur Ninja , das mit Möhrchen in der Hand hat ja nichts mit Biegung zu tun . Da kommt jedes Muli bis zur Schweifrübe Lächeln . Biegungen sollten über Impulise mit Zügel und Schenkel erfolgen .

Aber nochmals ,biegen bei Mulis vom Sattel aus ist wesentlich schwieriger als bei Pferden . Das Biegen erzeugt bei einem untrainierten Muli /Pferd Spanungen , wie bei uns wenn wir uns dehnen müssen . Dagegen wehren sich Mulis mehr wie Pferde .


lg Helmut
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Beate
Betreiberin des Forums




Anmeldungsdatum: 26.02.2004
Beiträge: 4375
Wohnort: Raum Heidelberg
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BeitragVerfasst am: 17.12.2009, 23:42    Titel:   Antworten mit Zitat

elke hat Folgendes geschrieben:
Ich habe das Thema ausgegraben, da Tobi mich manchmal im Gelände austestet.
Meistens versucht er es, wenn ich nur begrenzt Zeit zur Verfügung habe. Möchte ich nach rechts, dann will er unbedingt nach links. Versuche ich ihn dann durch verschieben der Hinterhand zu Bewegen oder überhaupt in Gang zu kommen, fängt er an zu mauern.
Zeigen das Eure Mulis auch abundzu und wie verhaltet Ihr Euch dann?
Und an manchen Tagen geht er wie durch Gedanken.


Hallo Elke,
oh ja, dieses Verhalten kenne ich auch sehr gut! Cool
Vor allem der gute Elco ist ein Meister darin, mit einem Schild mit der Aufschrift "DAGEGEN" Regeln durch die Gegend zu laufen. Was wurde mir da schon alles geraten: Schärferes Gebiss, härter durchgreifen, und was weiss ich alles. Aber die Lösung für uns war bei mir zu finden, nicht bei Elco; und die heisst: konzentrierter Reiten! Wie Du selbst schreibst, ist es bei Euch auch meistens dann so, wenn Du nicht viel Zeit hast, unter Stress bist o.Ä. Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Wichtig ist, sich beim Reiten immer in die Richtung zu konzentrieren, in die man reiten möchte. Also nicht auf den Boden, nicht aufs Muli, sondern in die Richtung - in den entsprechenden Weg hinein. Bei mir werden generell alle Tiere an allen Kreuzungen - egal, ob unter dem Sattel oder an der Hand - gestoppt. Das hat aber den Nachteil, dass z.B. gerade Elco durch dieses Anhalten die Möglichkeit hat, sich in SEINE Richtung zu konzentrieren, die schon mal eine andere sein kann als meine eigene Cool . Würden wir da flüssig durchreiten, wäre es einfacher. Deshalb schaue ich, dass ich schon frühzeitig vor der Kreuzung Elco signalisiere, wohin ich weiterreiten möchte. Die jedoch so gut wie gar nicht über die Zäumung, denn DA ginge er dann dagegen, würde sich reinhängen oder gegenlehnen. Ich versuche eher, durch Einwirkung auf die Hinterhand (hast Du auch in etwa beschrieben) oder auf den Rhythmus der Vorderbeine ihn im Halten so zu positionieren, dass er bereits in die von mir gewünschte Richtung schaut. Dies ist schriftlich schwierig zu erklären. Aber es funktioniert sehr gut, und im Laufe der Zeit werden die so gegebenen Impulse immer feiner und weniger, und die Reaktion von Elco ist die richtige.
Noch eine andere Idee, die vielleicht hilfreich sein könnte: Sancho hatte diese Angewohnheit auch, aber ganz anders als Elco. Sancho versuchte - den Kopf in die richtige Richtung - über die Schulter auszuweichen. Ich glaube, so ähnlich beschreibst Du es bei Tobi. Elco nimmt dann eher den Kopf in die falsche Richtung, nicht die Schulter. Auf jeden Fall hatte ich bei Sancho eine zeitlang eine Gerte dabei, und wenn er über die Schulter weglaufen wollte und mir mein Schenkel nicht genügte bzw. er ihn ignorierte, gab ich ihm einen (oder mehrere) kleine Impulse von aussen an die Schulter, über die er wegschob. Sofort zog er die Schulter ein und war wieder zu dirigieren. Aber auch hier muss ich sagen, dass es meist so weit kam, wenn ich zuvor nicht rechtzeitig reagiert hatte. Also war es auch wieder mein Fehler.
Schreib' mal, wie Du die Sache angehst.
Grüssle
Beate

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