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Reiten - Unterschiede zw. Mulis und Pferden ?   
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Anja1
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Anmeldungsdatum: 16.11.2008
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BeitragVerfasst am: 24.11.2008, 18:29    Titel: Reiten - Unterschiede zw. Mulis und Pferden ?   Antworten mit Zitat

Hallo,

wie ihr wißt bin ich völliger Muli-Laie, nur neugierig, jedenfalls bis jetzt.

Was mich interessieren würde: Was unterscheidet das Reiten auf einem Muli vom Reiten auf einem Pferd?

Na ja, so pauschal wird man es natürlich nicht sagen können, Mulis sind schließlich auch Individualisten, denk ich. Aber gibt es Eigenschaften /Verhaltensweisen, die ihr als "typisch Muli" betrachten würdet beim Reiten?

Ich bin gespannt auf eure Antworten. Nach allem, was ich bisher hier gelesen habe, werden mir die Langohren immer sympathischer.
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Gast87
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Anmeldungsdatum: 08.11.2008
Beiträge: 1498

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BeitragVerfasst am: 24.11.2008, 20:41    Titel:   Antworten mit Zitat

Anja1 hat Folgendes geschrieben:
Hallo,

wie ihr wißt bin ich völliger Muli-Laie, nur neugierig, jedenfalls bis jetzt.

Was mich interessieren würde: Was unterscheidet das Reiten auf einem Muli vom Reiten auf einem Pferd?

Na ja, so pauschal wird man es natürlich nicht sagen können, Mulis sind schließlich auch Individualisten, denk ich. Aber gibt es Eigenschaften /Verhaltensweisen, die ihr als "typisch Muli" betrachten würdet beim Reiten?

Ich bin gespannt auf eure Antworten. Nach allem, was ich bisher hier gelesen habe, werden mir die Langohren immer sympathischer.

Hallo Anja

Ich habe ja bis ich Mikado gekauft habe und ihn vor einem Jahr angeritten habe auch keine Erfahrungen mit Mulis gehabt . Bis zu dem Zeitpunkt habe ich nur Pferde geritten . Ich bin auf unzähligen Rassen vom Vollblüter bis zum Kaltblüter gesessen . Meist waren es verrittene oder junge Pferde und jedes war anders zu händeln .

So wird es vermutlich auch bei Mulis sein . Wie im Forum zu lesen gibt es sehr viel unterschiede in der Charaktere und dem Exterieur . Ich kann nur von meinem Muli sprechern . Der erste Unterschied ist das Mikado viel schlauer ist wie all die Pferde mit denen ich zu tun hatte . Das birgt die Gefahr das er viel schneller lernt vorallem das was wir nicht wollen . Also muß man alle Aktionen vorher überdenken damit man selber keinen Fehler macht . Als Mulibesitzer braucht man unentlich geduld . Mit Strafen reagiert Mikado total auf stur und du kannst den Tag vergessen . Das wichtigste so glaube ich ist Fantasie .Meinem Muli wird 5x das selbe üben zu fad und er konzentriert sich nicht mehr . Darum habe ich bevor ich mit ihm ritt ein bisschen Zirkus gemacht und habe statt üblicher Bodenarbeit viel im Gelände beim Fahrradfahren mit 'Muli an der Hand gemacht . Seit ich ihn reite mach ich training nur noch vom Sattel aus . Aber wie gesagt ,das funktioniert bei Mikado . Bei anderen Mulis kann es anders sein . Da ist jeder sein eigener Glückes Schmid .
Wenn du mal das unsägliche Bedürfniss hast einen Muli zu kaufen . Überlege es dir gut es ist nicht so einfach mit ihnen aber wenn du dann Schritt für Schritt erfolge hast ist die Freude viel größer wie bei einem Pferd und du bekommst für dich von deinem Muli sehr viel zurück . Sie können Gedanken lesen wenns mal nicht gut geht trösten sie .

lg Helmut
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Susanne
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Anmeldungsdatum: 20.10.2005
Beiträge: 609
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BeitragVerfasst am: 24.11.2008, 21:12    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Anja,

ich finde als Hauptunterschied, dass Tira viel weniger auf den Reiter hört, sondern selber mitdenkt. Die meisten Pferde die ich kenne, verlassen sich im Gelände auf die Hilfen des Reiters. Bei Tira merke ich, dass sie immer selber überlegt, was zu tun ist. Das war für mich gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen vertraue ich ihr, dass sie uns beide nicht in Gefahr bringt.

Viele Grüße

Susanne
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elke
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Alter: 52

Anmeldungsdatum: 11.01.2007
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BeitragVerfasst am: 25.11.2008, 07:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Anja,
man muß bei Mulis konsequenter sein, als bei Pferden.
Wenn man an diesem Tag nicht gut drauf ist, sollte man sich überlegen, was man mit dem Muli arbeitet. Besser nichts als etwas probieren mit Druck zu erreichen.
Tobi reagiert nicht auf das Wetter. Wenn es schneit, windet oder sogar stürmt interessiert ihn das gar nicht so. Er freut sich das ich Zeit für ihn habe und ausreiten gehe.
Er ist auch nicht gegen Menschen agressiv, er sucht keine Konfrontation. Da geht er lieber weg.
Allerdings mag er keine kleinere Tiere(Hunde/Hühner/Schafe).Er hat keine Angst davor, sondern probiert sie mit den Hufen zu erwischen oder zu beißen.
Wenn wir ausreiten würde er gerne längere Wege gehen, das kann dann zu Unstimmigkeiten führen, wenn ich nicht vorher genau weiß wo ich hin will.
Gruß Elke
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Anja1
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Anmeldungsdatum: 16.11.2008
Beiträge: 303
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BeitragVerfasst am: 25.11.2008, 13:59    Titel:   Antworten mit Zitat

Ja, wenn die Tierchen zu schlau sind ist das nicht unbedingt ein Vorteil Großes Lächeln , das hab ich bei verschiedenen Pferden auch schon festgestellt. Zumindest macht es die Sache nicht immer einfacher für den Menschen.

Aber daß Mulis nicht so leicht völlig kopflos reagieren, das ist klar ein Plus für die Mulis. Bei Pferden kann man wirklich leicht in brenzlige Situationen kommen, gerade wenn sie dazu neigen im Gelände einfach loszurasen Richtung Stall, oder völlig kopflos davonschiessen, weil da irgendwo eine Plastikplane raschelt oder sonst irgendwas.

@Elke,
daß deiner im Gelände gerne weitere Wege gehen würde find ich schon verblüffend. Als Pferdebesitzer kenne ich es eher so, daß die Nase immer am liebsten Richtung Stall zeigt, und wenn man dem Pferdchen die Wahl überläßt, welchen Weg man nimmt, dann ist es meistens der kürzeste Weg nach Hause.

@Francis
genau das war der Grund, warum ich mit meinem ersten Pferd gar nicht mehr ins Gelände gegangen bin. Der setzte, wenn es ihm in den Kram paßte, den Reiter einfach ab (auch wesentlich sattelfestere als mich), und dann rannte er auf dem schnellsten Weg in seinen Stall. Dabei war es ihm völlig egal, ob noch andere Pferde dabei waren oder nicht. Die meisten Pferde bleiben ja dann bei den anderen Pferden, aber ihm war das egal, wenn er heim wollte ging er heim (im Galopp, versteht sich). Erst den "Ballast" (=Reiter) loswerden, dann heimrasen. Das ist wirklich gefährlich, und zu zweit im Gelände war das andere Pferd dann natürlich auch am ausflippen, wenn der Kollege abhaut Richtung Stall. Ergebnis war dann: Keine Ausritte mehr, und das war wirklich schade.

Daß ich jetzt direkt ein Muli suche oder kaufen möchte, würde ich jetzt so nicht sagen, aber falls mir mal eins "nachläuft", das keinen so guten Platz hat und mir sagt, daß es zu mir will, dann könnte es schon passieren. Bei uns ist es meistens so gewesen, daß die Tiere uns ausgesucht haben, und nicht umgekehrt.
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Palatina
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Beiträge: 1184

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BeitragVerfasst am: 26.11.2008, 00:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Anja!

Mein Muli ist das abgeklärteste Tier, das ich kenne. Sie ist 16 Jahre alt und geht mit mir durchs wilde Kurdistan... Cool Treppauf, treppab, durchs Wasser, hinterm Traubenvollernter her und am Müllauto vorbei.

Sie hat ein Stockmaß von 1 m, ein "Mulchen" also. Früher wurde sie von einer Elfe von einem Mädchen geritten, sogar Seitengänge. Und im Einspänner ist sie die Ruhe in Person, egal was auf der Straße los ist. Gullideckel überquert sie ohne zu zögern, Hängerfahren findet sie klasse.

In einer gemischten Herde sortiert sie sich zu den Ponies, Esel lassen sie kalt. Sie ordnet sich immer unter.

Eine Sache machte ihr früher sehr zu schaffen: rot-weißes Baustellenplastikband. Ich erinnere mich an ein freischwebendes Muli in Augenhöhe... Mittlerweile ist diese Angst Vergangenheit.

Sie ist klug, zuverlässig, gelassen, achtsam und bietet von sich aus ihre Mitarbeit an. Wenn sie einmal eine Sache 'drin' hat, dann für immer. Mit Behinderten ist sie sehr einfühlsam, Rollstühle u. Rumgefuchtel bringen sie nicht aus der Fassung. Da haben meine Ponies öfters mal unruhig reagiert.

Ich war mal mit sehbehinderten Kindern unterwegs. Damals hatte ich noch Ponies. Interessant war, daß Mulchen sofort kapierte, daß die Kinder sie nicht so führen konnten, wie sie es gewohnt war. Also übernahm SIE die Führung und lief wie mit Autopilot kerzengerade mitten auf dem Weg in moderater Geschwindigkeit, "geführt" von einem sehbehinderten Kind. Ein Esel, den ich dabei hatte, machte es übrigens genauso! Und die Ponies? Die nutzten die Situation aus, übernahmen zwar ebenfalls die Führung, aber ganz egoistisch zum nächsten Grasbüschel... Augen rollen (sarkastisch)

Ich hab Gänsehaut gekriegt, als ich das gesehen habe. Jede Begegnung mit Behinderten verlief ähnlich. Mulchen hat glaube ich wirklich mitgedacht. Ich kenne ein anderes Minimuli, das auch in tiergestützer Therapie eingesetzt wird und das sich ebenso verhält. Ob das Zufall ist, weiß ich nicht. Es kommt wohl auch darauf an, wieviel Zeit man mit seinen Tieren verbringt und wieviele unterschiedliche Situationen man gemeinsam meistert. Das bringt dem Tier mit der Zeit die Ruhe und Gelassenheit.

Ich arbeite nicht mit Druck, Tricks oder Überraschungseffekten, hab ich immer abgelehnt. Sondern ich "frage an" und warte. Wenn sie mitmacht, dann freiwillig. Manchmal dauerts halt bissel länger - aber ich hab eine Eselsgeduld! Großes Lächeln

Palatina

_________________
Nur Fledermäuse lassen sich hängen!
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Anja1
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Beiträge: 303
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BeitragVerfasst am: 26.11.2008, 09:39    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Palatina,

danke für die schöne Beschreibung. Das ist wohl wirklich ein Schatz, dein Muli.
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Gast87
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BeitragVerfasst am: 25.06.2011, 07:56    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich bin als Kind in einem Reitstall geritten, eigentlich mehr runtergefallen auf dem wilden Stallpony Lächeln . Dann habe ich mit Anfang 30 angefangen mit dem Westernreiten und wurde süchtig . Zu meinem Muli bin ich gekommen , weil ich mit einem Bekannte mit vom Bodensee nach Nähe Bonn gefahren bin und der ein Paso Peruano kaufen wollte . Da lief mir Muli Mikado über weg und da wars um mich geschehen . Smilie Liebe9

lg helmut
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Pünktchen
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BeitragVerfasst am: 25.06.2011, 19:41    Titel:   Antworten mit Zitat

Caprivi hat Folgendes geschrieben:
Beate ist die Betreiberin des Forums und hat eine lange Erfahrung mit Mulis.

Es ist das Beste, wenn man in allen Gangarten sicher Sitzen und Reiten kann. Auch sollte man im Umgang mit den Equiden Erfahrung haben.
Ein Motto ist:
Zitat:
Du must mit einem Muli umgehen, wie man mit einem Pferd umgehen sollte.

Mulis sind keine Exoten, aber schon etwas Besonderes.


Also wenn ich das richtig versteh', dann meinst du, man sollte reiten auf einem Pferd lernen, um es dann auf dem Muli zu können? Richtig lernen will ich es wenn, dann so und so. Nur draufsetzen (und runterfallen Blinzeln will ich weder dem Tier noch mir zumuten.
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Gast87
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Beiträge: 1498

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BeitragVerfasst am: 25.06.2011, 20:36    Titel:   Antworten mit Zitat

Ja richtig reiten wirst du eher auf einem gut ausgebildeten Pferd lernen , denn es gibt selten Mulis die so ausgebildet sind , oder das Muli ist so auf seinen Besitzer geprägt , das Fremde nicht zugange kommen . So ist es auch bei unsern Mulis . Mikado, sehr gut ausgebildet wenn er will , kann aber eigentlich nur ich reiten , denn mit allen anderen fallen runter Blinzeln Meine Tochter Steffi hat ja noch ihr sehr gut ausgebildetes Pferd , mit dem sie wöchentlich Unterricht nimmt . Mulis , zuminders bei unsern , sind halt im Bewegungsablauf unberechenbarer , schneller und vorallen wendiger wie die meisten Pferde und da muß man schon einen sehr guten Sitz haben . Ich würde dir raten klassischen Reitunterricht auf guten Pferden und einem guten Trainer zu nehmen . Bei den Dressürlern lernt man halt mehr als z.B. bei den Westernreitern .

Aber es gibt sicher auch andere Mulis wie die die ich kenne Großes Lächeln Großes Lächeln Großes Lächeln

lg Helmut
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Pünktchen
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BeitragVerfasst am: 25.06.2011, 20:51    Titel:   Antworten mit Zitat

Hm, also mit "richtig reiten" habe ich eigentlich nichts in Richtung Dressur oder so gemeint. Mich interessiert nur "Freizeitreiten" - Bewegung für das Tier und mich in der Natur. Lächeln Aber dabei möchte ich nicht wie ein Mehlsack draufsitzen und wie ein ebensolcher runterplumpsen - also auf Dauer weder das Tier noch mich unnötig quälen Blinzeln
Meinst du, dazu muss man erstmal so reiten lernen, als ob man in richtung Dressur wollte?
Ich kenne mich da echt nicht aus, wie man sieht ;-), hatte aber eher an etwas alternativeren Reitunterricht gedacht. Wobei alternativer natürlich nicht schlechter heißen soll.
Danke für die Antwort!

P.S.: Denkt du, Pferde sind geduldiger mit Anfängern? Irgendwie klingt das bei euch so durch, oder? Dass man erst richtig gut reiten können muss, um von einem Muli "ertragen" zu werden, weil die Mulis "stürmischer" als die meisten Pferde sind.
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Gast87
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BeitragVerfasst am: 25.06.2011, 21:06    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich meinte im klassischen.Unterricht hast du eine bessere Sitzschulung und gerade als Freizeitreiter/in brauchst du im Gelände einen sicheren Sitz . Das heißt nicht das du eine A Dressur reiten können mußt , aber die Grundregeln der Zügel u.Schenkelhilfen beherrschen mußt . Ja , Pferde sind geduldiger wie Mulis und verzeihen mehr Fehler des Reiters .Für Mulis gibt es nur richtig oder falsch .

lg Helmut
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 26.06.2011, 10:10    Titel:   Antworten mit Zitat

Pünktchen hat Folgendes geschrieben:
...
Also wenn ich das richtig versteh', dann meinst du, man sollte reiten auf einem Pferd lernen, um es dann auf dem Muli zu können? Richtig lernen will ich es wenn, dann so und so. Nur draufsetzen (und runterfallen Blinzeln will ich weder dem Tier noch mir zumuten.


Eine Besonderheit der Mulis ist ihr schmaleres Gangbild. Sieht man von vorne auf ein Muli und ein Pferd, wird man leicht sehen, dass die Hufe beim Muli nicht so breit stehen/gesetzt werden wie bei einem Pferd. Damit kann ein ungeübter Reiter leichter die Balance stören. Daher hilft es ungemein, wenn man auf einem Pferd seinen unabhängigen Sitz geschult hat.

Pferde sind im Umgang gutmütiger was das Verarbeiten von Fehlern angeht. So lassen sich Pferde in der Regel einfacher handhaben. Wenn Mulis etwas verinnerlicht haben, so ist das sehr stark gefestigt und wenn man Fehler, die Menschen gemacht haben, aufarbeiten will braucht es viel Zeit und Geduld sie davon zu überzeugen, dass es jetzt anders/besser geht. Aber wenn man es geschafft hat und das Vertrauen seines Mulis gewonnen hat so ist das auch recht gefestigt.
Obwohl ich manchmal nur alle zwei Wochen mit Rafaela etwas unternehmen kann, erlebe ich keine Rückschläge mehr.
Anfangs war ich fast jeden Tag bei ihr, und nach zwei Schritten vor, kam es immer wieder vor, dass sie drei Schritte zurück in alte Muster fiel. Da kam es drauf an, mit Geduld wieder von vorn zu beginnen und ihr zu zeigen, dass etwas Bestand hat.
Heute zahlt sich das aus. Sie ist ein rechtes Verlasstier.
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Gast87
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BeitragVerfasst am: 26.06.2011, 12:36    Titel:   Antworten mit Zitat

naja , dasmit dem schmalen Gangbild ist ja nicht bei allen Mulis so . Muli Mikado hat in allen Gängen eine sehr starke Aktion und da ist die Vorderhand sehr gut zu merken und auch zu sehen . Sicherlich ist es bei vielen Mulis , meist mit KB Einschlag , durch den flachen Gang schwieriger zu erkennen . Aber wenn man durch üben Gefühl im Hinterteil hat , sollte man schon merken wann und welcher Fuß gerade abfußt . Ist ja beim Westernreiten bei Pleasurepferden auch so .

Steffis Muli Balthasar hat zwar nur 3 Gänge aber da merkt man auch deutlich welches Teil sich bewegt Lächeln

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lg Helmut
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Beate
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BeitragVerfasst am: 26.06.2011, 17:06    Titel:   Antworten mit Zitat

Helmut, Holger sprach hier von einem "schmalen" Gangbild; nicht von "flachen" Gängen.
Schau Dir an, wie ein Esel läuft, dann weisst Du, was gemeint ist. Esel "schnüren"; das heisst, sie setzen beim Laufen die Hufe nicht breit nebeneinander wie ein Pferd, sondern tendenziell eher hintereinander; haben also eine ganz schmale Laufspur.
Dann wird auch klar, was Holger damit meinte, dass ein Anfänger ein Muli leichter aus der Balance bringen kann als ein Pferd.
Und das hat überhaupt nichts mit flachen Gängen, weniger Schwung oder sonstigem zu tun.

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Schwimm' gegen den Strom; denn nur an der Quelle kannst Du den Lauf des Flusses verändern!
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