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Training/Gymnastizierung/Muskelaufbau   
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 14.03.2010, 16:02    Titel: Training/Gymnastizierung/Muskelaufbau   Antworten mit Zitat

Das Thema Training Gymnastizieren und Muskelaufbau ist für die Nutzung elementar und wird immer wieder kontrovers diskutiert.

Ohne Training kann ich kein Individuum belasten, bzw. der Trainingszustand setzt der Belastbarkeit Grenzen.

Als Freizeitreiter mit einer eingeschränkten Trainingszeit macht es für keinen Sinn, in der wenigen Zeit zu versuchen ein Muskelaufbautraining zu machen, da dies eine durchgängige Regelmäßigkeit braucht. Die Pausen aber sind bei mir dazu zu groß.
Damit gibt es für mich eine Grenze in der Belastung.

Bei mir kommt es darauf an, dass Tier nicht zu überlasten und es entspannt im Rücken laufen zu lassen.
Sportliche Disziplinen kommen daher nicht in Frage, weder eine Dressur, noch ein Distanzritt.

Wenn ich die Zeit habe, und ich die Belastbarkeit steigern möchte, so mache ich das nicht über ein spezielles Training, schon garnicht an der Longe, sondern ich steigere die Belastung langsam, so dass die benötigten Muskeln unter meinem Gewicht trainiert werden.

Auch Pferde und Mulis können durch eine Belastung Muskelschmerzen/-kater bekommen.
Da sie es uns aber nicht durch einen Schmerzlaut sagen, sondern es sich nur durch eine Verhaltensänderung zeigt, meinen manche es wäre Ungehorsam und versuchen sich "durchzusetzen" und arbeiten gegen den Schmerz. Dies führt zum gegenteiligen Trainingseffekt und zu nachhaltigen Problemen im Umgang.

Eine besondere Situation entsteht nach Erkrankungen, wenn sich Muskel asymetrisch entwickelt haben. Hier ist die erste Idee die schwächeren Muskeln zu trainieren.
Einen interessanteren Ansatz find ich die zu starken Muskel "abzutrainieren" und dann wieder ein ganzheitliches Training durchzuführen.

Wohlgemerkt, das sind meine Ansätze als Freizeitreiter.

Wer mit seinem Pferd/Muli Leistungen erbringen will, der muss dafür trainieren/gymnastizieren. Und das erfordert sehr viel Selbstdisziplin um es kontinuierlich und konsequent durchzuziehen, wenn man dem Tier gerecht werden will.
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Carmen
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 19:19    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich krame das mal heraus, weil ich es interessant finde. Blinzeln

Zitat:
so mache ich das nicht über ein spezielles Training, schon garnicht an der Longe

Warum nicht? Korrektes Longieren ist extrem gutes Rückentraining, Gleichgewichtstraining, führt zur Losgelassenheit und schult das menschliche Auge. Allerdings gibt es wenige Reiter, die das Longieren wirklich beherrschen.

Zitat:
Als Freizeitreiter mit einer eingeschränkten Trainingszeit macht es für keinen Sinn, in der wenigen Zeit zu versuchen ein Muskelaufbautraining zu machen, da dies eine durchgängige Regelmäßigkeit braucht.

Muskelaufbau braucht Zeit, richtig. Allerdings würde ich keinem Tier zumuten wollen, eine Last zu tragen, wenn es nicht wenigstens etwas Muskelaufbautraining vom Boden aus durchlaufen hat. Dafür reichen schon 15-20min Training. Pausen dazwischen sind sinnvoll und gut. Zum einen fürs Köpfchen, zum anderen für den Muskelaufbau. Muskeln bilden sich nicht während der Belastung, sondern in der Ruhephase. Allerdings sind mehrere Wochen Pause (oft) kontraproduktiv. Aber wie gesagt, wenn ich es nicht tun will / kann, sollte ich mich nicht draufsetzen, so meine Meinung.

Zitat:
Einen interessanteren Ansatz find ich die zu starken Muskel "abzutrainieren" und dann wieder ein ganzheitliches Training durchzuführen.

Wie das? Habe ich noch nie gehört und kann mir es auch nicht vorstellen. Man kann keinen einzelnen Muskel trainieren, man trainiert immer ein ganzes Tier.

Zitat:
Bei mir kommt es darauf an, dass Tier nicht zu überlasten und es entspannt im Rücken laufen zu lassen.
Sportliche Disziplinen kommen daher nicht in Frage, weder eine Dressur, noch ein Distanzritt.

Distanzritte brauchen ein spezielles, intensives Training, keine Frage. Aber eine Dressur hab ich dich neulich erst in Paaren reiten sehen. Blinzeln Die Dressur ist das Ah und Oh jeden Reitens. Ich sehe hier ständig Reiter, die mit ihren Pferden auf dem Platz völlig überfordert sind und dann aber mit denen ins Gelände tappern. Da stehen mir die Haare zu Berge. Das ist meiner Meinung nach ein Himmelfahrtskommando. Aber ich glaube eher, dass du den Begriff Dressur zu eng fasst.

Jedesmal, wenn ich aufs Pferd steige, reite ich Dressur. Ich möchte, dass es hier abbiegt, dort antrabt, jetzt hält, sich schön biegt etc. Ich möchte, dass meine Hilfen durchkommen. Ich möchte nicht zehnmal mit dem Schenkel klopfen, damit das Tier sich vorwärtsbewegt. Ich möchte "vorwärts" denken, die Schenkel leicht anspannen und eine Reaktion bekommen. Das ist Dressurreiten.

Und über noch etwas stolpere ich. Der entspannte Rücken. Ja, ja, ja und hundertmal ja. Das ist das Wichtigste überhaupt. Aber genau das muss man gezielt trainieren. Genau dafür ist (u.a.) Longieren Gold wert. Ein entspannter Rücken äußert sich für mich in einer Dehnungshaltung, und auch die macht richtig Arbeit.

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Gast87
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 20:04    Titel:   Antworten mit Zitat

Super eine Pferdefachfrau , Anbet da bin ich mal auf die Diskusionen gespannt wenn Hanno vom Hamsterreiten wieder zurück ist . Großes Lächeln

Ach ja ,viele Mulis kann man nicht wie Pferde trainieren da sie gleich mal die Motivation verlieren im Kreis zu laufen . Mein Muskelaufbau für mein Muli war ein gutes halbes Jahr Fahradfahren mit Handmuli , was ihm richtig spaß gemacht hat und jetzt gehts viel ins Gelände bergauf bergab und viel Slalom im Wald .

lg Helmut
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Carmen
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 20:19    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Super eine Pferdefachfrau

Großes Lächeln Wohl eher eine Frau, die die Dinge gerne hinterfragt. Blinzeln

Zitat:
Ach ja ,viele Mulis kann man nicht wie Pferde trainieren da sie gleich mal die Motivation verlieren im Kreis zu laufen .

Die Motivation macht's. Beim Pferd wie beim Muli. Good Boy freut sich fast immer aufs Longieren, obwohl ich ihm da manchmal durchaus Druck mache.

Aber bei mir ist Longieren auch nicht, dass das arme Tier eine halbe Stunde im Kreis laufen muss. Ich brauche den gesamten Reitplatz dazu. Mit Seitengängen wird aufgewärmt. Es gibt Tempounterschiede und Übergänge (okay, die beiden Dinge kann Goody noch nicht. Muss er mit seinen 4 Jährchen aber auch noch nicht). Wir gehen Schlangenlinien, Zirkel, Volten, Geraden. Mal mit Dualgassen, mal ohne. Mal arbeite ich ganz nah am Tier (Hand direkt am Kappzaum), mal weiter weg.

Und am allerschönsten ist Longieren, wenn das Pferd dabei völlig frei ist. Meine Hafi ist darin erste Sahne, weil ihre Vorbesitzerin das mit ihr sehr lange und geduldig erarbeitet hat. Meine Carmen übertrifft sich dabei selbst und hat es mir allein angeboten. Mein Wallach findet es allerdings total öde. Für den muss ich mir noch eine Strategie ausdenken. Und bei Goody bevorzuge ich noch die Möglichkeit, über die Longe Einfluss auf seine Haltung, insbesondere auf die Biegung zu nehmen. Leider arbeite ich aber viel zu selten mit ihm.

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Miss Red
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 20:22    Titel:   Antworten mit Zitat

Die Frage kam mir jetzt mal ganz spontan in den Kopf:
Kann man Mulis eingenlich ausbinden?Oder wehren die sich dagegen?
Von ner Bekannten Tinker Halterin und Züchterin hab ich gesagt bekommen,das sich Tinker dagsgen gerne mal bis aufs Blut wehren,oder sich damit in den Dreck schmeißen,stell ich mir bei Mulis ähnlich vor.
Ausbinder/Druck=Gegendruck?

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Grüßle Sandra

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Carmen
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 21:04    Titel:   Antworten mit Zitat

MUSS man Mulis ausbinden?

Ich bin absoluter Feind von Hilfszügel, und Ausbinder findet ich sowas von kontraproduktiv. Man kann ein Pferd - und ich behaupte kess, auch ein Muli - komplett ohne so etwas ausbilden. Man braucht sie nicht. Im Gegenteil, ich finde, die Dinger schaden mehr als sie nützen. Jedes Tier, das sich dagegen wehrt, hat m.M.n. vollkommen recht.

Zu allererst sollte man sich die Frage stellen, was man an der Longe erreichen will. Da kommt bei mir ganz vorn das Anliegen, die Tiere zu lockern, den Rücken zum Schwingen zu bringen, die Hinterhand aktiv und fleißig vortreten zu lassen. Die Oberlinie soll sich aufwölben, der sogenannte Spannungsbogen soll aufgebaut werden. Das Tier soll sich biegen, nämlich spurig auf der Zirkellinie laufen, ohne mit der Hinterhand nach außen auszubrechen. Die innere Schulter soll frei werden, sprich, das Tier soll sich nicht auf das innere Vorderbein stützen, sondern seine Balance einen Ticken nach außen verlagern, so dass auch das innere Vorderbein frei vorschwingen kann.

Für diese Dinge brauche ich als erstes etwas sehr Wichtiges: Losgelassenheit. Und Losgelassenheit ist Zwanglosigkeit. Mit Hilfszügeln aber zwänge ich das Tier in eine Form. Ja, ich kann sie lang einstellen. Aber welchen Zweck haben sie dann noch? Dass sich das Tier an das Gebiss herandehnt, die Hand sucht? Tut es das denn? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Tiere entweder aufs Gebiss legen, das Maul fest schließen und eben gegenhalten, oder sich einrollen. Nichts davon will ich. Andere Hilfszügel als Ausbinder sind flexibler, ja, aber auch da wird das Tier eingeschränkt. Das will ich nicht. Ich will, dass es lernt, sich selbst zu tragen, sich selbst auszubalancieren. Kein Hilfszügel der Welt kann ihm das beibringen.

Druck bewirkt immer Gegendruck, bei Mulis wahrscheinlich nur deutlicher als bei vielen Pferden.

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Gast87
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 21:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Bei unseren 2 Mulis funktioniert ausbinden nicht ,bleiben beide stehen . Carmen du kannst ja Good Boy nicht als Maßstab für Mulis im Allgemeinen nehmen . Schön wenns mit ihm so geht . Muli Mikado u . Balthasar sind ganz unterschiedlich und wenn ich dir 10 Mulis hinstelle ist jedes ganz anders und du brauchst für jedes einen anderen Plan . Bei manchen mag das Clickertraining funktionieren bei anderen die Pfeifen drauf . Meiner Meinung ist Pferdetraining um einiges einfacher weil sie nicht alles hinterfragen und mehr erdulden . Ich habe mein Muli Mikado nie longiert weil es für ihn eine Qual ist . Balthasar mag es . Ich habe mit den Jahren aufgehört mit übertrieben viel Bodenarbeit . Bei mir muß das Muli vom Sattel aus alle Manöver beherrschen und das macht mein Mikado sehr gut . Mikado ist seeehr tempramentvolles Muli das hoch im Blut steht und dadurch auch fein zu reiten wenn er mag Blinzeln

Ich habe schon lange aufgehört alles zu Hinterfragen , sondern mache es so wie es mir mein Instinkt oder Gefühl sagt . Oft verliert man sich beim vielen Fragen Augen rollen (sarkastisch)

lg Helmut
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Carmen
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 21:16    Titel:   Antworten mit Zitat

Hm, ich behaupte mal ganz kess - ohne andere Mulis zu kennen - dass das Clickertraining bei jedem funktioniert. Es funktioniert nämlich bei jedem Tier bis hin zum Hummer. Blinzeln Man muss nur einen passenden Primärverstärker finden, idR ist es Futter.

Ich sage aber nicht, dass man jedes Tier longieren muss. Es ist nur eine super Trainingsmöglichkeit und sehr schade, wenn man sie nicht nutzen kann.

Beim Hinterfragen bin ich anderer Ansicht. Wenn mir etwas völlig abstrus vorkommt, packe ich es gleich ad acta. Aber ansonsten... Wenn jemand etwas auf eine bestimmte Weise tut oder eben nicht, dann muss er ja seine Gründe haben. Vielleicht leuchten sie mir ja ein? Vielleicht kann ich etwas daraus mitnehmen?

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Gast87
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 21:21    Titel:   Antworten mit Zitat

Mein Muli hört auf Stimm u.vor allem Reiterhilfen . Ich für mich kann mir nicht Vorstellen das ich mit so einem Clickerfrosch durch die Gegend reite und damit Eichhörnchen u. Rehe verscheuche Großes Lächeln


Darf ich fragen wie du zu Pferden gekommen bist und ob du das beruflich machst , bin nur neugierig Großes Lächeln
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Carmen
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 21:25    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Mein Muli hört auf Stimm u.vor allem Reiterhilfen

Hm, meine Pferde tun das auch. Blinzeln Der Clicker ist kein Kommando, sondern ein Belohnungston. Man muss ihn auch nicht bei sich tragen, ein Click mit der Zunge tut es auch.

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 21:30    Titel:   Antworten mit Zitat

Carmen hat Folgendes geschrieben:
... eine Dressur hab ich dich neulich erst in Paaren reiten sehen...

Erst mal nur zu diesem Satz:
Ich bin im Leben keine Dressur geritten. Ich bin die vorgegebenen Hufschlagfiguren geritten so gut ich es konnte.
Wenn es einer guten Dressur nahe kam, um so besser.
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Carmen
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 21:35    Titel:   Antworten mit Zitat

Was verstehst du denn dann unter Dressur reiten? (Irgendwie ist das Wort "Dressur" eh total blöd.)
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 27.08.2010, 21:40    Titel:   Antworten mit Zitat

Bei der Dressur kommt für mich hinzu, dass ich auf die gesamte Körperhaltung Einfluss nehme und das Tier dabei den Schönheitsidealen der Menschen/Prüfer entspricht.

Mir kommt es darauf an, dass Rafaela in einer entspannten, lockeren Selbsthaltung geht.
Natürlich ist dies auch ein Dressur.
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Pat
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BeitragVerfasst am: 28.08.2010, 10:46    Titel:   Antworten mit Zitat

mikado hat Folgendes geschrieben:

Darf ich fragen wie du zu Pferden gekommen bist und ob du das beruflich machst , bin nur neugierig Großes Lächeln

Gleich krieg ich eine aufs Aufsmaul von ihr
Aber ich sag´s Dir trotzdem, Anika (Carmen) selber ist wie immer viel zu bescheiden.
(Flüster: Sie ist TA und alle, aber auch wirklich alle Reiterinnen auf dem Hof wollen dass Anika ihre Pferde ausbildet)
Die Tiere lieben sie geradezu und tun WIRKLICH alles was Anika von ihnen möchte.
Wir Pferde/Mulibesitzerinnen versuchen immer ganz schnell Termine zu vereinbaren Satanloo ehe die anderen Reitsportkolleginnen kommen und uns ihre Zeit "wegschnappen".
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O'Connor
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BeitragVerfasst am: 28.08.2010, 10:50    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo!

"Dressur" ist wirklich missverständlich, weil man sofort einen zylindertragenden Pinguin auf einem mit Kandare und Unterlegtrense bestückten, häufig alles andere als losgelassen gehenden Pferd vor sich sieht.

Für mich bedeutet Dressurarbeit zum einen, mein Reittier durch Aufbau der entsprechenden Muskulatur so zu trainieren, dass es mein Gewicht ohne Schaden zu nehmen tragen kann, zum andern, mein Pferd zu lehren, feinste Signale - egal, ob durch Körpersprache oder Stimme - zu verstehen und FREUDIG zu befolgen. Das ist für mich die Basis: Dass mein Pferd/Muli Freude an dem hat, was wir zusammen tun! Anders ist fruchtbare Arbeit nicht möglich und alles artet aus in ein Bolzen, Zerren und Ziehen und ist für beide Seiten nur frustrierend.

Meine Araberstute wurde auch durch Longieren auf das Reiter-tragen vorbereitet, meistens trug sie dabei nur ein Halfter. Später konnte ich mit ihr auch völlig frei in der Halle arbeiten - es gibt fast nichts Schöneres! Selbst Tempiwechsel innerhalb einer Gangart waren nur über Stimme möglich. Beim Reiten trug sie nie mehr als eine doppelt gebrochene Trense (ohne Sperrhalfter!), damit haben wir es autodidaktisch bis zu fliegenden Wechseln, Piaffe und Passage gebracht - es braucht keine 2 kg Metall im Maul!
Hilfszügel wurden nie verwendet, geritten wurde sie am langen Zügel, Paraden waren ein leichtes "Klingeln" am jeweiligen Zügel.
Dennoch ging sie mit fortschreitendem Ausbildungsstand in der gewünschten Haltung "Genick höchster Punkt, Kopf leicht vor der Senkrechten", in die so viele bedauernswerte Pferde mit allen möglichen Hilfsmitteln hineingezwängt werden. Im gleichen Maße, wie die Hinterhand im Laufe des Trainings untertritt und Last aufnimmt, kommt es zur Aufrichtung und somit zu der o.g. Hals-/Kopf-Haltung, und das kann man auch ohne ständige Anlehnung erreichen - es dauert halt nur länger und das Pferd ist mit 4 noch nicht "turnierreif" (da habe ich gerade erst mit dem Anreiten angefangen).
Aber dafür hat man dann ein Pferd, das wirklich losgelassen jede Lektion ausführt, weil es nie gelernt hat, sich im Kampf gegen den Zügel zu verspannen.

Die sogenannten "Lektionen" sind auch kein Selbstzweck; z.B. dienen besonders die Seitengänge dazu, das Pferd zu gymnastizieren. Dass eine Zick-Zack-Traversale auch noch schön aussieht, ist ein netter Nebeneffekt.

Mein "Clicker" ist meine Stimme, die habe ich stets zur Verfügung. Die stets gleiche Betonung und Aussprache bestimmter Worte ("Kommandos" würde schon wieder eine falsche Assoziation rüberbringen) hat die gleiche Wirkung wie ein mechanisches Geräusch, ist aber wesentlich vielseitiger, weil auch als freundlicher Hinweis einsetzbar, dass das Pferd etwas gerade nicht richtig macht.

Die gesamte Ausbildung meiner Pferde lief zu mindestens 60% über Stimme. Bezeichnenderweise ist in FN-Dressurprüfungen jegliche Lautäußerung verboten!

Ansonsten sagt meine Signatur ja schon aus, was "Dressur" für mich bedeutet...

Lieber Gruß

Sissi

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"Dressur muss sichtbar gemachte Liebe sein!" (Fredy Knie)
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