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Teilnahme Abzeichenlehrgänge + Trainerausbildung Muli (EWU)   

 
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carol_kaye1
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BeitragVerfasst am: 09.11.2012, 16:42    Titel: Teilnahme Abzeichenlehrgänge + Trainerausbildung Muli (EWU)   Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

mit freundlicher Genehmigung der an die FN angeschlossene EWU darf ich die Antwort auf meine Anfrage, ob die Teilnahme an EWU-Lehrgängen und der Trainerausbildung mit einem Muli grundsätzlich möglich ist hier veröffentlichen:

Zitat:
Liebe Elke,



inzwischen habe ich die Antwort unserer Richterobfrau zu diesem Thema. Ich erinnere mich, dass wir auf einer Richtertagung beschlossen hatten, dass z.B. die Turnierteilnahme mit einem Muli grundsätzlich möglich ist. Daher gilt sinngemäß das Gleiche auch für Abzeichen- und Trainerlehrgänge. Für alle gilt aber § 7000 unseres EWU-Regelbuches, in dem die Gangarten beschrieben sind.



Für eine Abzeichenprüfung könnte ich mir die Teilnahme mit einem Muli durchaus vorstellen. Bei einem Trainerlehrgang stelle ich mir das schon etwas schwieriger vor, da der Kurs doch über mehrere Wochen mit sehr vielen verschiedenen Themen abgehalten wird. Viele Pferde werden während des Kurses oft etwas zäh und unwillig aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen (z.B. viel Seitengänge, HHWs, Travers, angaloppieren und Übergänge) kurz gesagt ein Trainerlehrgang erfordert ein sehr rittiges, williges Tier und ich könnte mir vorstellen, dass ein Muli hier irgendwann sagt: nein danke! Aber ich bin kein Muliexperte - vielleicht wissen Sie das besser...



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.



Mit freundlichen Grüßen

Christina Bröhl

EWU BW


Diese Zustimmung ist bundesweit gültig. Alles in allem war es ein sehr netter Kontakt und die EWU scheint den Mulis gegenüber sehr aufgeschlossen zu sein! In den Ausschreibungen ist eigentlich ganz klar tituliert dass "Pferde und Ponys älter als vier Jahre" zugelassen sind, daher finde ich dies nun sehr positiv. Die Mulis gelten eben wohl tatsächlich als weitere Pferderasse.

Viele Grüße
Elke

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Gast87
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BeitragVerfasst am: 09.11.2012, 22:05    Titel:   Antworten mit Zitat

Hy Elke

Ich kann mich nur dem Schreiben von Christina Bröhl von der EWU anschließen . Ich war 12 Jahre Obmann der http://www.awa.at/ Vorarlberg und habe einige Trainer , Reining , Trail , Rinder u.Pleasure Kurse mitgemacht und viele Reiter auf die Westernturnierprüfung vorbereitet . Auch bin ich einige Jahre auf Turnieren in allen Disziplinen gestartet ,

Wie Fr. Bröhl schreibt , ist es mit einem Muli sehr schwierig ( unmöglich ) so viele unterschiedlichen Disziplinen in einem z.B. mehrwöchigen Trainerkurs zu schaffen . Einzelne Bewerbe wie Trail schon , aber mit einem All Around Muli wirds nichts . Muli muß im Reining sämtliche Manöver , wie große schnelle und kleine langsame Zirkel , fliegende Galoppwechsel usw beherrschen und einen Score von 68 erreichen . Ausserdem im Trail ein Pluswert haben und die Trails bei den Lehrgängen sind schon ganz schön schwer .

Ich war schon stolz als ich bei den Turnieren mit meinen Criollos gegen die sündteuren QH bestand , aber mit einem Muli hätte ich das nicht machen können .Mein Muli ist ( war ) eigentlich gut ausgebildet , aber das was ich mit Pferden machen konnte , hätte ich da nie erreicht . Ist halt ein Muli und da muß man halt damit leben Lächeln

Ausserdem ist es ja so das man , wenn man ein Muli nach Jahren so weit hätte , Dann doch nicht auf den von der vielen ausgeschrieben Turnieren starten darf . EWU vlt schon solange Muli nicht gewinnt , aber die meisten Turniere werden von anderen Westerreitorganisationen wie AQH usw , ausgeschrieben und da dürfen nur Pferde oft sogar nur bestimmte Rassen starten .



lg Helmut
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carol_kaye1
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BeitragVerfasst am: 09.11.2012, 22:46    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi Helmut,

ja, ich habe zwar noch kein Reitmuli, aber das klingt für mich durchaus nachvollziehbar.

Mal interessehalber, habt Ihr eine spezielle Westernturnierprüfung in Österreich oder meinst Du einen Turniervorbereitungskurs allgemein?

Viele Grüße
Elke

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Gast87
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BeitragVerfasst am: 10.11.2012, 09:06    Titel:   Antworten mit Zitat

Ja bei uns in Österreich muß man bei Westernturnieren die über den Bundesfachverband laufen ( A-B-C Turniere ) eine Lizenzprüfung WRC haben (ist aber beim Springen u Dressur auch so ). Die beinhaltet ein Reiningpattern mit Spins großer schneller und langsamer kleiner Zirkel , einfacher Galoppwechsel,, Stop und Rollback und Rückwärts .Bei einem Trail soll es seitwärts , rückwärts , Trab u. Galoppstangen , Tor , hinter u, Vorhandwendung vorkommen . Dann noch ein Pleasure mit minderstens 3 Pferden in denen das Pferd in allen 3 Gangarten geritten werden muß . Falsch angaloppieren geht da nicht Lächeln

Auch die Pferde müssen eine Startberechtigung haben ( Kopfnummer ) und da wird das Vorhaben mit Muli beim Turnier starten schon scheitern , weil Kopfnummern lt Statuten nur an Pferde vergeben werden .

Die Prüfung kann mit Trense oder Bosal geritten werden . Später dürfen ab B Turnieren Pferde die älter als 4 Jahren sind nur noch einhändig mit Bit geritten werden .

Aber in D muß man ja auch eine ähnliche Prüfung machen . Die Österreichische ist allerdings ein wenig anspruchsvoller , aber man kann auch mit der Deutschen in A starten .

Bei Turniern anderer Verbände wie verschieden Reiningverbände braucht man das meist nicht . Aber dort gibt es meist gutes Preisgeld und da muß man dann gegen die Profis reiten Blinzeln

lg Helmut
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 10.11.2012, 12:51    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich meine, man darf es nicht pauschalisieren. Es hängt auch beim Muli von der Veranlagung ab, und es bedarf auf alle Fälle einer sehr sorgfältitigen, auf das Tier abgestimten Vorbereitung.

In diesem Zusammenhang weise ich auf eine interessante Entwicklung bei der FN hin. Der für Ausbildung zuständige Christoph Hess hat zur Zusammenarbeit mit Linda und Pat Parelli gefunden, einen Ausbildungsfilm zusammen mit Linda Parelli gedreht und wird zusammen mit Linda -, Pat Parelli und der Dressurreiterin Uta Gräf am Westerntag das Abendprogramm gestalten.
Zitat:
Einmal mehr ist die EQUITANA in Essen Schauplatz einer Premiere: der weltweit gefeierte Horsemanship-Meister Pat Parelli und seine Frau Linda präsentieren sich gemeinsam mit Christoph Hess, dem Leiter der Abteilung Ausbildung bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und der hoch erfolgreichen Dressurreiterin Uta Gräf, in einer exklusiven Abendshow.

Horsemanship und klassisches Dressurtraining auf höchstem Niveau - wie kann sich beides sinnvoll ergänzen? Wie erreichen wir gemeinsam ein zufriedenes, leistungsbereites Pferd, was sowohl dem Freizeitreiter als auch dem Turnierreiter Freude macht? Erleben Sie einen spannenden und fruchtbaren Austausch unter Experten, profitieren Sie vom enormen Wissen und Erfahrungsschatz der Profis und nehmen Sie jede Menge Tipps und Anregungen für Ihre Arbeit mit dem Pferd mit nach Hause!


Bin auf die Auswirkungen bei der FN gespannt und ob die Equiden davon profitieren werden.
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Gast87
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BeitragVerfasst am: 10.11.2012, 16:48    Titel:   Antworten mit Zitat

Holger solange man mit Parellihalfter und Karottenstock nicht auf Turnieren starten kann , was nie passieren wird , wirds nichts . Ich habe aber auch noch nie ein Parellimensch auf einen A Turnier starten gesehen . Da fehlt es an der Ausbildung der Pferde was die Richter sehen wollen .

Horsemanship nach Parelli und Turnierreiten auf einem höheren Level geht nicht . Da brauchts andere Trainingsziele , die aber auch mit Horsemanship zu tun haben . ( meist aber auch anders ) .

Sollte jemals jemand in die Liga der Spitzenreiter mit einem Muli eindringen , ist das so als würde der erste Mensch auf dem Mars spazieren gehen . Was ja auch irgendwann mal sein wird , aber so lange reitet auch niemand auf den internationalen Turnieren , egal ob Springen , Dressur oder Western auf einem Muli . Wie schon anfangs geschrieben haben Mulis andere Eigenschaften , aber sicher nicht Turniere auf hohem Niveau reiten .

Es ist schon eine große Leistung wenn man mit einem Muli die WRC Lizenzprüfung schaft . Ich habe so ein Muli noch nie gesehen . Mikado war schon soweit , aber das Risiko das man dann auf dem Platz steht und Muli will nicht ist sehr groß . Pferde gehen immer Lächeln

Was sicher bei Mulis gehen würde ist das , da viele Mulis gerne jagen Großes Lächeln

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lg Helmut
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 10.11.2012, 20:46    Titel:   Antworten mit Zitat

Es gibt Olympisieger in den Paralympics die in ihrem Umgang mit den Pferden auf das Parellisystem aufbauen.
Mir geht es nicht um Parelli, mir geht es um ein Horsemanship, dass den Equiden gerecht wird. Und das steht einer erfolgreichen Sportlaufbahn nicht entgegen.
Wenn Richter und Publikum ungesunde Präsentationen fördern, dann stimmt an dem Sport etwas nicht.
Auch wenn in den Tunieren der höheren Klassen Gebisse verlangt werden, so ist das bei einer soliden Ausbildung akzeptabel.
Allerdings ist es nicht zu akzeptieren, wenn Gebisse für Übungen des täglichen Umgang gefordert werden oder von Jungtieren bei einer Exterieurbewertung.
Jeder sollte sein Tier so handhaben, dass mechanische Hilfsmittel nur einer verfeinerung der Hilfengebung dienen und nicht der vermeintlichen Kontrolle.
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Beate
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BeitragVerfasst am: 10.11.2012, 21:18    Titel:   Antworten mit Zitat

Ist zwar nun gänzlich offtopic, aber ....
mikado hat Folgendes geschrieben:


Was sicher bei Mulis gehen würde ist das , da viele Mulis gerne jagen Großes Lächeln

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lg Helmut


So wie ich zivilisierte Rinderarbeit erlernt habe, hat die rein gar nichts mit "jagen" zu tun.
Selbst in den Rinder-Turnierdisziplinen sollte das Rind nicht "gejagt" werden.

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Schwimm' gegen den Strom; denn nur an der Quelle kannst Du den Lauf des Flusses verändern!
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Gast87
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BeitragVerfasst am: 10.11.2012, 23:11    Titel:   Antworten mit Zitat

Beate ,kannst du mein Großes Lächeln bei meinem Beitrag wegen dem Jagen erkennen ? Gute Ironie ist wenn es niemand merkt Blinzeln

lg Helmut
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carol_kaye1
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BeitragVerfasst am: 11.11.2012, 20:39    Titel:   Antworten mit Zitat

So langsam hat sich hier ein lustiger Mix aus den Themen Mulis, Horsemanship und Turniersport gebildet. Lächeln

Nach allem was ich bisher über Mulis gelernt habe muss ich sowohl Helmut als auch Frau Bröhl Recht geben. Ein Wettkampf in einer oberen Liga ist immer ein "an die Grenzen gehen" (ist z.B. bei einem menschlichen Zehnkämpfer nicht anders), und meiner Erfahrung nach ist ein Pferd bei so etwas eben bereitwilliger mit dabei als ein Muli. Selbstverständlich ist auch nicht jedes Pferd für den großen Sport geeignet, aber ich denke dass ein Muli eher sagt "bis hierhin und nicht weiter" - egal wie gut oder schlecht die Horsemanship im Vorfeld ist.

Es mag viele Dinge geben die im Sport falsch laufen, aber es wäre ungerecht zu pauschalisieren dass alle Turnierreiter automatisch einen schlechten Pferdeumgang haben und an ihrer Horsemanship arbeiten sollten. Ich sehe es gerade aus erster Hand; derzeit bereite ich mich bei einer Trainerin A (die ebenfalls erfolgreich im Sport ist) auf mein Westernreitabzeichen vor. Sie und ihr Team pflegen einen sehr schönen, equidengerechten Umgang, ebenso gut ist die Haltung in Offenstall-Kleingruppen.

Ich habe das große Glück ein Pferd zu haben das erfolgreich im großen Sport gelaufen ist, aber trotzdem einen schönen Umgang erleben durfte und absolut nicht verbraucht ist. Er macht auch heute noch willig alle Lektionen mit und freut sich sichtlich wenn er das machen darf was früher mal sein Job war. Dinky ist nun zwar wesentlich jünger, aber sie ist viel schneller im "nö, heute nicht" sagen - und dann fängt die Diskussion an. Großes Lächeln


Falls irgendwo da draußen so ein Wundermuli ist das gerne den Turnierpferden das fürchten lehren möchte lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Lächeln

Viele Grüße
Elke

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