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Reiten - gebisslos ?   
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Heidi
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 63
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BeitragVerfasst am: 03.05.2004, 13:29    Titel:   Antworten mit Zitat

Wir reiten mit normaler Wassertrense aus Kupfer. Das klappt auf der Koppel und meistens auch draußen ganz gut, außer wenn sie mal wieder Rennmuli spielt und mit aller Gewalt lostraben oder galoppieren will. Dann habe ich meine liebe Last sie zu bremsen. Ist es sinnvoll im Gelände ein anderes Gebiss zu verwenden? Und wenn, welches? Ich habe da keine Ahnung.
P.S. Das Muli wurde früher (vor 3 J) mit Stange gefahren.
Grüße und vielen Dank für Antworten
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Beate
Betreiberin des Forums




Anmeldungsdatum: 26.02.2004
Beiträge: 4375
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BeitragVerfasst am: 04.05.2004, 15:01    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Heidi,
NEIN, in den seltensten Fällen bringt ein Gebißwechsel eine Lösung dieses Problems; vor allem nicht bei Maultieren, die - wenn sie wollen - durchgehen, egal was sie gerade im Maul tragen. Und meist liegt die Ursache ganz woanders, z.B.; mangelnde Grundausbildung, zu wenig Bewegung, unpassender Sattel, Rücken- oder Zahnprobleme usw.
Sollten bei Deinem Muli die körperlichen Ursachen nicht in Frage kommen (Bewegungsmangel haben Eure Tiere sicher nicht.... Lächeln ), so würde ich folgendes üben: Bringe Deinem Muli bei, daß es auf seitlichen Impuls in die entsprechende Richtung nachgibt, und übe dann Volten reiten - in allen Gangarten. Und wenn es die Situation hergibt, und Dein Muli mal wieder durchstartet, versuche nicht, es zu bremsen (ein Gebiß ist NIE eine Bremse..), sondern lenke es in eine Volte und lasse es so "ins Leere laufen".
Die optimalere Lösung wäre natürlich, Du findeste einen kompetenten Reitlehrer/in mit Feeling für "besondere Tiere", der/die dann die Situation vor Ort beurteilen kann. Ich weiß, daß dies schwierig ist, aber - wer suchet, der findet.... Lächeln
Viele Grüße - auch an die Langohren
Beate

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Schwimm' gegen den Strom; denn nur an der Quelle kannst Du den Lauf des Flusses verändern!
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Havemann
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Anmeldungsdatum: 28.02.2004
Beiträge: 48
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BeitragVerfasst am: 07.05.2004, 10:14    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo,
ich möchte mich beates meinung voll anschliessen,hier noch ein paar ergänzungen.
ich habe die erfahrung gemacht,dass eine einfache wassertrense in nicht so geübten händen
den tieren sehr unangenehm ist.ein versuch mit
ungebrochener nathetrense o.ä. wäre sicher gut,das tier hat etwas mehr ruhe im maul.an deiner stelle würde ich aber versuchen,mit einer
gebisslosen zäumung,(sidepull od.kolumbianischen bosal)auf dem platz flexen zu üben.das ist das reiten mit einem zügelund
annehmen des kopfes bis zum knie als notbremse.
schön beschrieben in pat parellis buch"natural horseman ship.querida ist ja auch so eine rennmaus /Trabermutter).ich habe ihr auf dem
platz mit halsring und knotenhalfter das stimmkommande "Easy und whow" beigebracht.bis
es absolut sicher abrufbar war.jetzt kann ich mit bosal ins gelände.sie macht zwar dort auch mal wieder "Spöckes",aber auf stimmkommando und
angelegtem halsring hält sie zuverlässig.auch bergrunter! bitte nochmals:ein schärferes gebiss ist keine notbremse!!
stangengebisse mit anzügen sind nur das tüpfelchen auf dem i bei gut ausgebildeten reitern und equiden.ich wünsche dir viel erfolg
gruss sigrun
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Heidi
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 63
Wohnort: Nordhessen
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BeitragVerfasst am: 11.05.2004, 12:57    Titel:   Antworten mit Zitat

danke für die Tips, flexen und Volten reiten können wir schon ganz gut, aber bei links und rechts Stacheldraht, Gebüsch oder Gräben kann ich mich oft nur darauf verlassen, das sie auf den Stimmbefehl anhält - tut sie ja auch - irgendwann halt, am besten zwei Meter vor der Hauptstraße.
Auf der Koppel klappt das alles viel besser weil sie weniger Lust und Fläche zum Rasen hat. Im Gelände hat man oft den Eindruck, sie will nur laufen, laufen, laufen.
Wir haben es mit Schritt, Antraben, Schritt, Anhalten, Schritt...auf "meinen" Wunsch schon ganz gut geübt, aber wehe, sie entdeckt eine tolle Mulirennstrecke...
Mein Traum wäre es, sie eines Tages mit merioth-Ledergebiss zu reiten, aber das dauert wohl noch ewig.
Was ist eine ungebrochene nathetrense - davon habe ich noch nie gehört.
Grüße
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Havemann
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Anmeldungsdatum: 28.02.2004
Beiträge: 48
Wohnort: 65618 Selters
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BeitragVerfasst am: 11.05.2004, 20:23    Titel:   Antworten mit Zitat

hallo heidi,eine nathetrense ist eine stange ohne anzüge aus einem weichen kunststoffmaterial.aufpassen:wenn du eine kaufen willst,immer die mit stahlkern nehmen,mulis kauen begeistert darauf herum,ohne stahlkern kann es sein ,dass du ober ohne dastehst.hersteller ist die fa.sprenger.also,mit dem ledergebiss habe ich bei pferden und maultier keine guten erfahrungen.
durch seine sehr feste lage im maul ist es ziemlich scharf.indianer waren trotz landläufiger meinung nicht gerade sanft mit ihren tieren.meine pferde benehmen sich damit,als hätten sie stacheldraht im maul.(also,sehr wehrig,ich habe natürlich noch keinen stacheldraht im pferdemaul gehabt).
querida hatte auch öfter diese rennanfälle,ich bin dann öfter abgesessen und habe ein stück geführt.manchmal bestand ein ausritt nur aus auf und absitzen(keuch).aber sie war dadurch
immer von ihrem vorhaben abzubringen.ich habe es allerdings immer ein paar sekunden vor dem durchstarten an ihrer verspannung gemerkt und bin runtergehüpft.mit meinen fast fünzigjährigen rheumaknochen schon ein stuntstück.aber glaub mir,es wird immer besser.
viele geruhsame ausritte wünscht dir
sigrun
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Heidi
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Anmeldungsdatum: 01.03.2004
Beiträge: 63
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BeitragVerfasst am: 28.05.2004, 13:11    Titel:   Antworten mit Zitat

Seit etwa einer Woche haben wir nun eine Nathetrense, auf der sie wirklich begeistert herumknatscht. Zuerst habe ich dem Ding nicht recht getraut und nur auf der Koppel geübt. Es klappte auch das Rückwärtsrichten, meine aber trotzdem, das sich das Tier erst dran gewöhnen muss wegen den milderen Hilfen. Ich hatte den Eindruck, als würde sie erst nachdenken müssen bevor sie etwas tat. Gestern haben wir eine neue Weide bezogen mit tollen geraden Wiesen nebenan und endlosem Feld. Dort werden wir Pfingsten draußen Zirkel und Volten mit dem Ding üben - das kriegen wir schon. Also vielen dank noch mal für den Tip.
schöne Feiertage an alle
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Beate
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Anmeldungsdatum: 26.02.2004
Beiträge: 4375
Wohnort: Raum Heidelberg
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BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 22:58    Titel: Reiten - gebisslos ?   Antworten mit Zitat

Hi,
ich möchte diesen Thread als "Partnerthread" zu "Fahren - gebisslos?" ( http://www.maultierfreunde.de/showthread.php?t=919 ) eröffnen. Da dort auch des Öfteren auf das gebisslose Reiten eingegangen wird, bitte ich, diese Diskussion (ums Reiten) hier weiterzuführen.
Aus meiner mittlerweile 13jährigen Muli-Erfahrung mit vielen total unterschiedlichen Tieren, wage ich zu behaupten, dass das Gro der Maultiere kein Gebiss mag. Fast jedes mir bekannte Muli hat die eine oder andere "Maul-Marotte"; aus diesem Grund hab ich für mich schon vor längerer Zeit beschlossen, dass daher der Name MAULtier oder MAULesel herrührt Augen rollen (sarkastisch) .
Ich persönlich reite daher meine Mulis grösstenteils gebisslos. Allerdings stellt für mich dies nicht das Endziel meiner Ausbildung dar, sondern - im Gegenteil - ich sehe das gebisslose Reiten als Basis für das Reiten im Bit an. Ob ich jedoch meine Mulis in das Bit (Kandarre beim Westernreiten) bekomme, steht auf einem anderen Blatt. Sancho lief eine zeitlang im Bit, aber ich machte wieder einen Schritt zurück zum Snaffle-Bit mit ihm. Elco reite ich seit Jahren nur noch mit dem Rope-Bosal (Knotenhalfter mit verstärktem Nasenteil), ebenso wie Naomi, die noch in der Anreit-Phase ist, und bisher noch nie mit Gebiss geritten wurden.
Beim Reiten ohne Gebiss mit "einfachen" Zäumungen wie Knotenhalfter, Sidepull, Bosal hat der Mensch wesentlich weniger Einwirkung auf das Tier als mit einem Gebiss. Daher setzt dies sehr viel Gefühl und Timing voraus - und auch ein Tier, das vom Boden aus gelernt hat, die Signale zu verstehen! Vorbereitung, Verständigung und Verständnis füreinander ist hier gefragt.
Vor allem muss der Mensch lernen, loszulassen. Loslassen von dem Gedanken, ein (durchgehendes) Muli mit der Hand bremsen zu können und deshalb ein Gebiss aus Sicherheitsgründen zu brauchen.
Zäumungen wie das mechanische Hackamore oder das Glücksrad sind für mich gebisslose Kandarren (beim Glücksrad ist die Hebelwirkung in den Speichen "versteckt"). Bei Anwendung der klassischen Reitlehre sollte ein Tier, das damit geritten wird, einen gewissen Ausbildungsstand in einer "einfachen" Zäumung erreicht haben, bevor auf diese Art der Kandarren umgestellt wird. Für mich als Westernreiter kämen diese Zäumungen nicht in Frage, da sie keine horizontale Einwirkung zulassen, und ausserdem kann ich deren Sinn nicht so ganz nachvollziehen.
Würde mich freuen, auch von Anderen ihre Erfahrungen und Meinungen zu gebisslosen Zäumungen bzw. dem gebisslosen Reiten mit Maultieren, zu hören.
Gruss
Beate

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maximuli
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Alter: 44

Anmeldungsdatum: 01.06.2006
Beiträge: 104
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BeitragVerfasst am: 06.11.2007, 23:41    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo mal an die lieben Damen in der Runde!
Dickes Kompliment! Ihr konntet das durch Worte ausdrücken, was ich mir irgendwo ganz hinten versteckt gedacht hab, aber nicht geschrieben hab.
(...oder nicht konnte...:shrugani Lächeln
Noch dazu sachlich ausgeführt, und ohne daß es sich anhört, als würde man allwissend sein.
Beate hat auch Recht, das Reiten hier vom Fahren zu trennen. Paßt zumindest wenns ums Gebiss geht, nicht mehr zusammen.
Max
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Kersy
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Anmeldungsdatum: 14.05.2005
Beiträge: 8
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BeitragVerfasst am: 08.11.2007, 20:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Das Muli das ich reite wird auch fast nur gebisslos geritten, da sie mit Trense schon bei sehr wenig Druck anfängt, das Maul aufzusperren. Wir reiten mit "umgestyltem" Parellihalfter, ähnlich wie Beate es erklärt hat.
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grüni
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Alter: 59

Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beiträge: 58
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Entfernung: 0 km
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BeitragVerfasst am: 09.11.2007, 09:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Beate,maximuli usw.

es ist für mich sehr interessant zu hören,daß anscheinend viele Mulis Problerme mit dem Annehmen der Gebisstücke haben.

Und ich habe großen Respekt vor einem Reiter,dessen Ziel das Reiten mit dem Bit ist.
Das setzt nach dem ,was ich so gelesen habe großes Können von Tier und Reiter voraus.

Meine Wahl fiel auf das Glücksrad,weil Manolo damit endlich anfing ,
losgelassen den WEg in die Tiefe zu finden.

Ausserdem bin ich nunmal klassisch englisch ausgebildet,wie man so sagt und kann mich mit Westernreiten nicht so ganz anfreunden( und u.a. nicht mit den Sätteln)

Ich bin mit meiner Ausbildung bis jetzt ganz zufrieden gewesen,deshalb seh ich keinen Grund umzusteigen.

Das Glücksrad war die einzige gebisslose Zäumung,die mir Reiten in Stellung erlaubte und die mit einem gewissen Maß an Anlehnung geritten wird.
Ich schnalle jedoch den Nasenriemen nicht so eng wie empfohlen,da Manolo damit Abwehrerreaktionen zeigte.

Natürlich hat das Glücksrad auch eine Hebelwirkung durch die Speichen,da hast Du vollkommen recht. ,Beate.Von Verstecken würde ich aber nicht reden,da von der Herstellerin darauf deutlich hingewiesen wird.(Hast Du vermutlich aber anders gemeint.Nach dem Motto nicht gleich zu erkennen?)
Beim Kauf bekommt man eine Anleitung für die unterschiedlichen Verschnallmöglichkeiten mit HInweisen für die Wirkungen,die damit verbunden sind.

Das mechanische Hackamore entspricht nicht den Prinzipien meine r Reitweise(Anlehnung...),auch das Reiten in Stellung scheint mir mit dem Hackamore schlecht möglich.
Durch die wesentlich längeren Anzüge bedingt ,gehe ich von einer wesentlich schärferen Wirkung aus als beim Glücksrad.

Wenn ich den Aufbau des mechan. Hackamores richtig begriffen habe,liegt dessen Wirkung zum einen auf der Ausübung von Druck auf das Nasenbein und Genick und auf einem seitlichen Druck und erheblichen Druck auf den Unterkiefer.
Aus diesem Grund leuchtet mir der Einsatz davon nicht ein.
Ich lass mich aber gerne eines Besseren belehren,falls ich da irgendetwas komplett verkehrt ausgelegt haben sollte!

Beim Glücksrad erscheint mir die Wirkung auf den ersten Blick milder durch die kurzen Speichenräder unnd den Nasenriemen aus Leder.
Die Wirkung der "Kinnkette" kann durch Schoner gemildert werden.
Eine Wirkung auf das Nasenbein und Genick besteht hier auch.

Wieso es mit dieser Zäumung so gut klappt,Manolo in der Wendung zu stellen ist mir allerdings nicht klar.Vielleicht liegt es ja an meinen Defiziten im logischen Denken...
Das Glücksrad ist sicher nicht für jedes Tier geeignet .Aber für uns die bis heute positivste Variante der gebisslosen Zäumungen,bei der wir auf alle Fälle bleiben werden.Da Manolo an dressurmäßigem Arbeiten auf höherem Niveau keinen Spaß hat und er auch für die Arbeit in der Therapie nicht zu sensibel ausgebildet sein darf,ist für meine Zwecke das Glücksrad völlig o.k.

Ich habe mich gefreut,daß relativ viele Mulis anscheinend gebisslos gearbeitet werden.Hier gelte ich deshalb als latent selbstmordgefährdet..
Vielleicht hat ausser mir noch jemand Erfahrungen mit dem Glücksrad?
Lg
Sabine
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Wully
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Beiträge: 2

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BeitragVerfasst am: 09.11.2007, 16:03    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo

Ich reite mein Pferd mit dem Glücksrad. Für mich ist das bis jetzt die beste gebisslose Zäumung, da ich damit sehr genaue Hilfen geben kann in der Dressur. Mein Pferd läuft mit dem Glücksrad eindeutig am besten

Grüsse aus der Schweiz
Wully
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miraculix
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BeitragVerfasst am: 11.11.2007, 22:38    Titel:   Antworten mit Zitat

Mira reite ich sowohl gebisslos als auch mit Trense. Mein Muli hatte nie Probleme mit der Trense bis sie für zwei Saisons als Trekkinmuli "missbraucht" wurde. Westernstange rein und ab die Post. Dadurch wurde sie auch ziemlich abgestumpft. Ich habe dann erst während meiner Zeit bei Berni wieder auf das Hackamore umgestellt und das Muli ein bisschen feiner am Bein und an die Sitzhilfen gebracht. Wir haben dann langsam mit der Trense (Snaffle aus Eisen) begonnen. Nach anfänglicher kleiner Gegenwehr nimmt Mira nun die Trense gut an und kaut auch nicht mehr wie wild darauf rum.

Ich reite nun vorwiegend auf Trense. Vorallem wenn ich Dualaktivierung mache, hilft mir die Trense viel besser mit der Biegung und Stellung durchzukommen. Selbstverständlich reite ich ohne Sperriemen. So habe ich die prompte Rückmeldung, wenn ich nicht genug fein bin. Zwischendurch reite ich aber immer wieder mit dem Hackamore, einem Cherokee Bridle oder mit gar nichts am Kopf. Das hilft mir immer wieder, mich auf meinen Sitz zu besinnen.

Für mich sind die Grundsätze der klassischen Ausbildung (egal welche Reitweise) faszinierend- gebisslos, gebrochene Trense, Kandare... Wie weit auch immer man kommt! Lächeln

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Erwarte viel - freue dich über wenig - lobe oft
(Nuno Oliveira)
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ostemporale
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Anmeldungsdatum: 08.01.2007
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BeitragVerfasst am: 12.11.2007, 09:13    Titel: Sidepull   Antworten mit Zitat

Bei Mala verwende ich das Sidepull. Ich kann damit feine Zeichen geben und habe gleichzeitig die "grobe" Möglichkeit durch das Sisalseil das über die Nase läuft auch mal an den Zügel zu ziehen falls das Anhalten schwer fällt. Den Ring habe ich auch schon probiert und er klappt prima bei Richtungsänderungen. Nur eben das Anhalten ist ein Problem. Normalerweise hält sie auf "Steh" an, außer es gibt irgendwo ein Grünsnack. Mit einem Gebiss habe ich es auch schon probiert. allerdings bin ich noch zu unerfahren um damit richtig fein umgehen zu können und es Bedarf anscheinend einer längeren Gewöhnungsphase das Eisenteil im Maul zu tolerieren (Bleibe aber dran).
Ganz ohne probiere ich es auch ab und zu. Durch Antippen an die Halsseiten werden Wendungen eingeleitet. Antippen auf beiden Seiten heißt "steh".
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Asi79
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Beiträge: 3

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BeitragVerfasst am: 13.11.2007, 09:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo zusammen
Ich reite Rico mit der Trense. Hatte bis jetzt keine Probleme damit, ausser wenn er gahr nicht hören will und ausprobiert. Im Gelände ist es dann manchmal schwierig ganz fein im Maul zu sein( Ich probiere es immer, aber es kommt auch aufs Gelände draufan). Ich habe leider keinen Reitplatz zur verfügung, ausser bei der Reitstunde. Had jemand mit seinem Muli gebisslos im Gelände angefangen mit reiten? Ich habe keine Erfahrung mit gebisslosem Reiten. Mache aber auch sehr viel Handarbeit mit ihm, das hatt mir schon sehr geholfen. Wir haben leider auch sehr viel Verkehr auf unseren Reitwegen oder auf dem Weg zu ihnen, leider. Aufs Land darf ich auch nur wenn es trocken oder gefrohren ist, das war in diesem Herbst schwierig. Rico will sich dann so oder so nicht richtig konsentrieren. Er siht dann halt nur noch Haba Haba. Grüsse
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grüni
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Alter: 59

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Beiträge: 58
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BeitragVerfasst am: 14.11.2007, 10:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,
es ist schön für mich,hier in diesem Forum zu lesen,wieviel Mühe und Gedanken sich die verschiedenen Mulibesitzer bei der Ausbildung ihrer Tiere machen.Toll !

Leider ist das in meiner Gegend eher selten.Da regieren die Grobsäcke.
Ausser mir habe ich z.B. noch keinen ohne Gebisstück reiten sehen,dafür ganz viele bevorzugt mit Halsverlängerern oder Schlaufis oder Stange mit Maringal usw.
@ ASi
Wenn ich Probleme mit der Durchlässigkeit hätte,würde ich noch nicht zum Reiten mit gebisslosem Zaum übergehen zumindest nicht im Gelände.
Manolo habe ich sofort im Gelände mit Lindel geritten,wegen seiner vom Vorbesitzer zugefügten Verletzung .Ich hatte ihn vorher nur 2mal geritten mit Trense .Er war aber von Anfang an regulierbar und auf Stimme anzuhalten und ich bin schon vorher oft ohne Gebiss geritten.

Trotzdem würde ich jedem dringend von derarigen Experimenten abraten.

Ich habe Manolo von Anfang an voll vertraut,obwohl er immer mit mir rückwärts schoß sowie ich im Sattel saß. Aber im Grunde war es nicht zu vertreten mit einem mir unbekannten Tier,das erst kurz vorher den Besitzer gewechselt hatte,sofort mit einem Lindel ins Gelände zu gehen .Bei Tieren,die ich mag,schalte ich halt manchmal meinen Verstand aus....Nicht empfehlenswert!!!
(Ausserdem habe ich mich in ERmangelung besseren Wissens an die Anweisung des vermeintlich erfahrenen Muli verkäufers gehalten,Manolo sofort zu arbeiten.Man dürfe einem Muli keine Eingewöhnungszeit geben.Die würden sonst sofort aufmüpfig...Mein armes Muli..)

Bei einem Muli,das dazu neigt,sich schlecht zu konzentrieren und vielleicht auch mal unterwegs fressen möchte(Haba..),würde ich persönlich erst mal in der Halle oder auf einem umzäunten Platz beginnen.
Evtl.besteht die Möglichkeit,daß man als Handpferd mitgenommen wird?.
Bei bestimmten Pferden hat das mir und dem betrfdn.Tier Sicherheit gegeben und die Anfangszeit der Geländeausbildung erleichtert.
Allerdings waren das Pferde,die gebissslos angeritten wurden.

Und gebisslose Zäumungen sind nicht per se mild in ihrer Wirkung.Das versuche ich,nie zu vergessen .
Deshalb würde ich ,wenn ich Neuling auf diesem Gebiet wäre,nur unter Anleitung reiten bei jemanden,der Erfahrung auf diesem Gebiet hat.

LG
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