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Sattelmodelle für Mulis   

 
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Dana
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BeitragVerfasst am: 20.06.2018, 06:26    Titel: Sattelmodelle für Mulis   Antworten mit Zitat

Hallo, ich beschäftige mich (noch vor dem eigentlichen Kauf meines Mulis) mit dem Sattelthema verwirrt . Hab mich hier im Forum durchgelesen und auf einigen amerikanischen Seiten. Ich hab ein Youtube-Tutorial gesehen in welchem gesagt wurde dass die Pferdeschulter und Muli/Eselschulter unterschiedlich seien, was auch die erforderlichen eigenen Sättel erklärt. Hm...hab mir daraufhin mal die Anatomie von Esel und Pferd angesehen und kann da beim besten Willen in Bezug auf die Schulterstellung (seitlich) nicht viel (um nicht zu sagen: keinen) Unterschied erkennen. Aiwebs 012
Also vermute ich dass die "mehr Auflagefläche ist besser"-Argumentation für Mulis und Pferde dann also gleich gilt? Oder sind mir da anatomische Besonderheiten entgangen?

Pferde werden ja nun (sofern der Reiter in der Lage ist) zunächst vorwärts-abwärts bewegt und in der weiteren Ausbildung dann in der Aufrichtung geritten damit sie den Reiter mit der Rückenmuskulatur tragen und man nicht auf der "Hängebrücke" sitzt. Blinzeln
Bei Mulis hab ich jetzt gelesen dass die ohnehin eine stabilere Wirbelsäule haben - ist es denn tatsächlich so gedacht dass man da stumpf draufsitzt und daher eben einer möglichst große Lastverteilung durch den entsprechenden Sattel erreichen möchte? Twitch00

Werden/sollten/können Mulis vorwärts-abwärts geritten werden? Diejenigen die nicht so flach wohnen wie wir hier im Norden haben natürlich beim Wanderreiten in den Alpen den Vorteil dass sich die Hinterhand eh trainiert durch die Landschaft. Hier muss man ja mal eher ein paar Stangen in den Weg legen um so etwas zu erreichen.

Ich persönlich reite ja (Pferde) gern auch mal baumlos (kurze Ritte) oder mit Dressursattel. Aber das soll natürlich alles für´s Muli passen daher möchte ich da frühzeitig Informationen sammeln. Westernsattel kommt für mich persönlich aber nicht in Frage. Also geht nur der Sommer Wanderreitsattel oder Distanz/Wanderreitsattel soweit ich mich bislang durchgelesen habe.

Ich sehe viele Marathippo Wander u Distanzsattel-Modelle. Sind die zu empfehlen?

Desweiteren gibt es ja die Militärsättel, die aber für den Reiter total unbequem sein sollen oder? Hat jemand so einen? Wenn ja, weiß jemand was die Größen übersetzt bedeuten? (1-4?)

Der Wanderreitsattel Marathippo von Fa. Sommer empfehlenswert?

Bei der langen Auflagefläche achtet man doch aber trotzdem darauf, hinter den Schultern und bis maximal zur letzten Rippe zu platzieren oder?

Ich freue mich über Antworten zu meinen Überlegungen. Herzlichen Dank Wave0000

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Kayson2006
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BeitragVerfasst am: 20.06.2018, 20:12    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Dana,
Ich reite meinen Muli mit einem Armeesattel 25, Grösse 2 und wir kommen damit gut zurecht. Ob der Sattel für Reiter unbequem ist, ist reine Geschmackssache. Sie vereinen viele Vorteile, grösse Auflageflächen, viel Befestigungsmöglichkeiten. Ein Nachteil kann die Länge der Sättel bei kürzen Pferdetypen sein.
Was du bestimmt benötigen wirst, ist ein Hintergeschirr, da fast alle Sattel in einigen Situationen nach vorne rutschen.
Ich müsste in meinen Tagebuch "Muli Moritz" auch ein paar Bilder haben.
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Dana
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BeitragVerfasst am: 21.06.2018, 06:51    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke für Deine Einschätzung. Ein Hintergeschirr braucht man doch aber eher in hügeliger Umgebung oder? Bei uns ist es ja total flach...oder rutschen die Sättel eben aufgrund anatomischer Gegebenheiten beim Muli anders als beim Pferd? Die haben ja - soweit sie nicht überbaut sind - eine ganz gute Gurtlage. Mein Pferdesattel rutscht auch nicht nach vorne (Widerrist).

Ich würde mich über noch mehr Kommentare freuen, insbesondere von Muli-Reitern mit Distanzsätteln. Welche Modelle/Erfahrungen habt ihr?

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Kayson2006
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BeitragVerfasst am: 21.06.2018, 15:03    Titel:   Antworten mit Zitat

Es werden viele Mulis mit Hinterzeug geritten, es ist oft anatomisch bedingt. Bei meinen reicht ein kleiner Freudenbuckler oder nach einen kleinen Sprung bei der Landung und der Sattel rutscht stark nach vorn, ohne Hintergeschirr wäre ich bestimmt schon ein paar mal unfreiwillig abgestiegen. Die Gurtlage ist gar nicht so endscheidend, die schmale Schulter ist eher ausschlaggebend. Du musst das einfach ausprobieren,vielleicht hast du ja das Problem bei deinen Muli nicht. Hast du schon einen Muli? Also einen Muli reiten, ist schon was anderes, sie sind sehr bequem aber auch sehr anspruchsvoll im Umgang. Ich musste auch erstmal "Gedult und Ruhe" lernen.
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Dana
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BeitragVerfasst am: 21.06.2018, 15:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke. Muss man also gucken...ja ich hab schon einen Muli geritten und kauf gerade die Greta aus den offenen Tagebüchern Herzsmilie
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Kayson2006
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BeitragVerfasst am: 21.06.2018, 15:25    Titel:   Antworten mit Zitat

Dann wünsche ich euch beiden viel Erfolg, ich habe mir das Bild von Greta gerade angeschaut, ist eine wirklich Hübsche.
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sancho
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BeitragVerfasst am: 22.06.2018, 07:23    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

eventuell hilft ja der Link von Beate zum Verständnis

http://longearsmall.com/mt/articles....04/10/sitting_on_the.html

Grüssle

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Dana
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BeitragVerfasst am: 22.06.2018, 07:44    Titel:   Antworten mit Zitat

Super interessant!danke. Aber du reitest ja auch 'hinten ohne' oder nur auf dem Platz?

Benutzt jemand von euch einen Distanz sattel und kann da was zu sagen?

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elke
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BeitragVerfasst am: 23.06.2018, 10:58    Titel:   Antworten mit Zitat

Hier wurde auch schon darüber geschrieben, geht eher um besseren Halt...

http://www.maultierfreunde.de/viewt....p;highlight=distanzsattel
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Peca
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BeitragVerfasst am: 26.06.2018, 12:46    Titel:   Antworten mit Zitat

Wir haben ein Bretonen-Poitou-Muli, also ein recht kräftiges Tier. Das Muli ist größer, schwerer und kräftiger als mein Fjordpferd, wenn man aber die Schulterpartien von Pferd und Muli von oben betrachtet, so ist das Fjordpferd deutlich runter. Die ersten Ritte auf dem Muli waren sehr ungewohnt, ich hatte ständig das Gefühl, es geht abwärts, besonders wenn das Muli den Kopf nach unten streckte. Da sind "keine" Schultern (zumindest nicht so, wie ich es von Pferden gewöhnt bin), nur ein dünner Hals und riesige Ohren ...

Folgende Sättel habe ich ausprobiert:

Der Militärsattel lag gut, rutsche wenig, nur bei sehr steilen Abhängen. Allerdings passte er nicht hundertprozentig, er drückte auf der Schulter. Größe 1 ist die engste Kammerweite. Für unser "dickes" Muli hatten wir Größe 4.

Der australische Stocksattel passte lt. Sattlerin perfekt auf den Mulirücken. Allerdings rutschte er bei jeder Gelegenheit auf den Hals. Also völlig unbrauchbar.

Der Westernsattel kippte schon beim Gurten nach vorne. Da ich eh keinen Westernsattel wollte, sparte ich mir weitere Versuche.

So, jetzt geht es in Richtung baumlos:

Ein weiterer Versuch war der Gauchosattel aus Paraquay. Sattel lag perfekt und rutschte nicht. Allerdings bereitete die Gurtung Schwierigkeiten. Der Sattel besteht aus mehreren Schichten und wird mit zwei übereinanderliegenden Gurten gegurtet. Da wir bei unserem Muli in der ersten Stunde nach und nach mindestens fünf Löcher nachgurten müssen und der Gauchosattel zum Gurten halb auseinander genommen werden muß, war uns das auf Dauer zu stressig.

Geblieben sind wir schließlich bei dem baumlosen Torsion. Mein Fjordpferd reite ich seit über zehn Jahren damit, ohne jegliche Probleme. Selbst auf Wanderritten mit täglich bis zu neun Stunden im Sattel war alles bestens. Der Sattel liegt auch auf dem Muli super, rutscht keinen Zentimeter nach vorne, lässt sich einfach gurten und alle sind zufrieden. Satteldruck gab es auch bei dem Muli noch nie.

Hintergeschirr habe ich bei den erstgenannten Sätteln ausprobiert, konnte mich damit aber nicht anfreunden. Manchmal ist weniger mehr Blinzeln .

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Dana
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BeitragVerfasst am: 26.06.2018, 13:25    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke für Deine ausführliche Antwort! Lächeln

Hattest du einen "normalen" Sattler da und dann einen Westernsattler usw.? ich frage mich schon länger wer sich mit Stocksätteln auskennt... 00009153

Der Torsion kommt bei mir leider persönlich nicht in Frage weil ich mit dem Modell beim Pferd schlechte Erfahrungen gemacht habe aber schonmal gut zu wissen, dass man notfalls auch ohne Hinterzeug auskommt. Also heißt es ausprobieren ausprobieren ausprobieren :-)

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Peca
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BeitragVerfasst am: 26.06.2018, 14:20    Titel:   Antworten mit Zitat

Das sollte jetzt auch keine generelle Empfehlung für den Torsion sein. Ich bin mir bei unserem Muli ziemlich sicher, dass ich bei einem Sattel mit Baum ein Hintergeschirr gebraucht hätte.

Ich kenne aber auch ein Muli, dass mit Westernsattel ohne Hintergeschirr geritten wird Blinzeln .

Meine Sattlerin kennt sich mit englischen Sätteln und Westernsätteln aus. Der Stocksattel ist ja ein Zwischending.

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sancho
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BeitragVerfasst am: 26.06.2018, 18:37    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

eine kompetente Sattelberatung vor Ort wird dir nicht erspart bleiben, da solltest du dir einen Sattler gönnen....

Viele Grüße und viel Erfolg beim finden. Winkewinke[/img]

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BeitragVerfasst am: 28.06.2018, 16:28    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

ich reite mein Muli Wotan (großrahmiger Kaltblutwallach) mit einem Westernsattel von Rieser ohne Hintergeschirr. Selbst bei einem kernigen Buckler Steilhang abwärts ist der keinen Milimeter nach vorn gerutscht. Wotan hat eine breite Schulter. Mit Sattlerin ausgemessen haben wir festgestellt, dass Wotans Schulter und Rippenwölbung gleich sind wie bei meinem Schwarzwälder Fuchs. Der hat nur einen anderen Schwung.
Ich denke, generelle Aussagen kann man nicht machen, welcher Sattel auf jeden Fall passt und ob Hintergeschirr gebraucht wird.
Greta scheint ja noch recht jung zu sein, da kann sich im Schulterbereich noch einiges tun. Wotan ist bis zum Alter von 8 Jahren noch in alle Richtungen gewachsen. In der Breite ab 6 Jahren am meisten.

Einen herzlichen Glückwunsch zum Mulikauf!
Kirsten
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