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Kleine Gebisskunde   
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Beate
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BeitragVerfasst am: 17.11.2007, 01:51    Titel: Kleine Gebisskunde   Antworten mit Zitat

Dieser Thread ist abgeleitet aus dem folgenden Thema: http://www.maultierfreunde.de/showthread.php?t=930&page=2

ostemporale hat Folgendes geschrieben:
Bei Anwendung der Hebelkraft bekommt das arme Muli aber ein Problem, denn die Trense, sprich Gebiss mit Anzug ist nicht schwebend gelagert, sondern hat den Kieferknochen im Maul als Bremse nach unten. D.h. die Hebelkraft drückt das Gebiss auf den Knochen und hier wird’s gemein. Je feiner (dünner) das Gebiss desto größer ist die einwirkende Kraft auf einen kleinen Knochenteil. Die Länge der Zügel ist nicht entscheidend sondern nur der Hebel des Anzugs (Kandare) nach unten und der Weg zum Gebiss nach oben

Hierzu fallen mir mehrere Dinge ein: Zum einen sollte(!) ein Tier, das auf Kandarre geritten wird, gelernt haben, das Gebiss anzunehmen, indem es auf allerfeinste Impulse reagiert, "nachgibt" - und damit seinen Kieferknochen "aus dem Weg räumt". Wobei man bei der Aussage, dass durch die Hebelkraft das Mundstück auf den Kieferknochen gedrückt wird, beachten, dass sich diese Einwirkung sehr verändert - je nachdem, in welcher Position das Tier seinen Kopf hält. Ist der Kopf nach oben gerissen, stimmt diese Aussage. Läuft das Tier in Beizäumung, kurz vor der Senkrechten, so wirkt das Gebiss eher auf den Maulwinkel als auf den Knochen. Und zu beachten ist dabei auch der Winkel, den der einwirkende Zügel einnimmt. Trägt der Reiter seine Hände z.B. im Bereich der Oberschenkel (was man leider oft sieht), so geht die Einwirkund schon in Richtung Kieferknochen; bei der "hohen Hand" wieder eher in Richtung Maulwinkel. Es ist also alles relativ, und das allerwichtigste ist, dass sowohl Reiter wie auch Reittier wirklich "reif" für eine Hebelzäumung (Kandarre) sind.
Was auch noch sehr die Wirkung von Zäumungen mit Anzügen beeinflusst, ist der "Oberbaum". Dies ist der Bereich der Seitenteile einer Kandarre, der OBERHALB des Mundstückes ist. Im Oberbaum ist das Backenstück der Zaumes eingeschnallt. Von daher beeinflusst die Länge des Oberbaumes die Einwirkung auf das Genick des Reittieres.
ostemporale hat Folgendes geschrieben:
Konkret heißt daß, wenn die Länge eines Kandarenanzugs z.B. 6 cm ist und 2 cm bis zum Gebiss reichen und ich ziehe daran mit 5 Kilo, spürt das Muli auf der ca. 4 Quadrat cm großen Auflagefläche auf seinem Kieferknochen einen Druck von ca. 15 Kg. Aua. Daher kann man wenn man mit ca. 50 Kg zieht, jede Hand 25 Kg, einem Equiden den Kiefer brechen.

Klaus, ich vermute, Du meinst mit diesen "2 cm" den Oberbaum?
ostemporale hat Folgendes geschrieben:
Bei einem normalen Gebiss an Ringen wird ohne Hebel „nur“ soviel Kraft übertragen wie ich ziehe, ohne Übersetzung
Ja, genau das meinte ich mit der "direkten Einwirkung" einer "ehrlichen" Zäumung.

Susanne hat Folgendes geschrieben:
Ich habe noch ein englisches Reithalfter an, weil durch das Reithalfter ein Teil des Druckes von den Laden auf den Nasenrücken umgeleitet wird. Die Zäumung wirkt dadurch weniger "scharf".
Susanne, das kann ich mir gerade nicht so vorstellen, wie Du durch ein Reithalfter einen Teil des Druckes von den Laden auf den Nasenrücken umlenkst. Vielleicht kannst Du das näher erklären (evtl. auch durch Foto)? In jüngeren Jahren ritt ich Sancho mit einer spanischen Trense (mit Snaffle Bit), bei der ein Ledernasenriemen durch die Befestigungsschlaufen der Backenstücke am Mundstück durchgeführt wurden. So hatte ich eine - wenn auch geringe - Einwirkung nicht nur auf das Maul, sondern auch auf die Nase von Sancho. Was ich aber nicht als "weniger scharf" ansah. Generell sollte man beachten, dass man bei allen Massnahmen, um Dingen ihre "Schärfe" zu nehmen, auch von einer "deutlichen" Wirkung zu einer eher "schwammigen" wechselt.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Tira ist vor mir mit Westernkandare (Bit?) geritten worden, ich reite sie im Moment mit Wassertrense, möchte aber gerne ein Ausbildungsgebiss von Sprenger (anatomisch geformt, doppelt gebrochen, Olivkopf) ausprobieren

Susanne, war das früher wirklich eine Kandarre (starres Mundstück), oder war es ein "Snaffle mit Shanks" (einfachgebrochenes Trensengebiss mit Anzügen)? Falls es wirklich ein Stangengebiss war, und Du zu einem doppeltgebrochenen Gebiss wechselst, solltest Du beachten, dass Tira dann von einer starren Gebissstange (früher) dann auf ein extrem bewegliches Mundstück (durch die beiden Gelenke) umgestellt wird.
Warum möchtest Du ein anderes Mundstück ausprobieren? Ist sie mit dem "normalen" Trensengebiss unzufrieden?
Gruss
Beate

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Susanne
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BeitragVerfasst am: 17.11.2007, 11:14    Titel: Trensengebisse   Antworten mit Zitat

Hallo Beate,

ich zitiere hier aus der Reitlehre der FN (weiß, dass die FN für manche von euch wie ein rotes Tuch wirkt, aber die Richtlinien sind gut durchdacht und wären bei konsequenter Anwendung auch pferdefreundlich).
Die Trense ist für die Grundausbildung die geeigneteste Zäumung. Trensengebisse wirken über die Zunge auf die Kinnladen des Pferdes. Im Allgemeinen gilt, dass ein Gebiss um so schärfer wirkt, je dünner es ist. Durch ein korrekt verschnalltes Reithalfter werden die Laden des Pferdes bei der Einwirkung mit dem Gebiss entlastet, weil ein Teil des Druckes indirekt auf den Nasenrücken übertragen wird. Für die Auswahl von Gebissen gilt grundsätzlich, dass ein schärferes Gebiss die mangelnde Durchlässigkeit nicht ausgleichen kann.“

Meine Erfahrung ist, dass nahezu alle Pferde die ich kenne, die ohne Reithalfter geritten werden das Maul aufsperren. Wobei ein Englisches Reithalfter nicht das „Maul zubindet“, dafür liegt der Nasenriemen viel zu hoch. Diese Ledernasenriemen von dem du schreibst, kenne ich auch, halte aber nicht viel davon. Sie liegen weit unten auf der Nase, schnallt man sie locker schlackern sie, schnallt man sie fester behindern sie die Atmung.

Grüße Susanne
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Susanne
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BeitragVerfasst am: 17.11.2007, 12:08    Titel: Kandarengebisse   Antworten mit Zitat

Hallo,

ich hab extra nochmals Physik gewälzt, aber an den Hebelgesetzen kommen wir nicht vorbei.
W = F x L
W(Arbeit, bei uns wohl Einwirkung) = F (Kraft, bei uns Zug am Zügel) x L (Weg, bei uns Länge der Anzüge) d.h. die eingesparte Kraft wird durch längeren Weg ausgeglichen.

Zur Kandare schreibt die FN folgendes: „Die Kandare dient der Verfeinerung der Hilfen. Die Kandarenzäumung besteht aus 2 Gebissen. (Unterlegtrense und Kandarengebiss) Die Länge der Hebel bestimmt in Verbindung mit der Kinnkette die Stärke der Wirkung. Bei einer schärfer wirkenden Kandare sind die Anzüge etwas länger (max. 10 cm) und die Zungenfreiheit größer.
Voraussetzungen für das Reiten auf Kandare: Pferd und Reiter beherrschen sicher die Lektionen der Klasse L auf Trense.
Grundsätzlich muss beim Reiten auf Kandare die Trense vorherrschen, d.h. die Trense steht an, die Kandarenzügel federn. Mit der Kandare kann niemals eine direkte Versammlung erzwungen werden, die falsche Anwendung führt immer zu einer verringerten Lastaufnahme der Hinterhand.“

Das entspricht im Großen und Ganzen dem, was du schreibst Beate. Nicht nachvollziehen kann ich deine Aussage, dass das Gebiss auf die Mundwinkel wirkt, wenn das Tier kurz vor der Senkrechten, also korrekt vorwärts abwärts läuft. Kein Gebiss sollte auf die Mundwinkel einwirken, ich kenne diese Situation nur bei „Notbremsmanövern“ mit hochgerissenem Kopf. Pferde die sich durch Hochreißen des Kopfes dem Zügel entziehen haben oft blutig gescheuerte Maulwinkel, das hat aber mit Hilfengebung nichts mehr zu tun.

Tira wurde überwiegend mit einer Stange mit Rolle geritten, ich habe für sie ein Snaffel-Bit mit Röllchen und ein Snaffel-Bit mit Anzügen als Erstausstattung mitbekommen. Ersteres hat sich nach kurzer Zeit zerlegt, zweites lehne ich aus grundsätzlichen Überlegungen ab. Die Wassertrense war als Übergangslösung gedacht, aber Tira scheint ganz zufrieden damit. Zur Stange möchte ich nicht zurückkehren, da weder Tira noch ich die Anforderungen, die an ein Reiten mit Kandare gestellt werden erfüllen.

Grüße Susanne
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Beate
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BeitragVerfasst am: 17.11.2007, 12:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Hallo Beate,
ich zitiere hier aus der Reitlehre der FN (weiß, dass die FN für manche von euch wie ein rotes Tuch wirkt, aber die Richtlinien sind gut durchdacht und wären bei konsequenter Anwendung auch pferdefreundlich).

Ich weiss nun nicht, wie Du zu dieser Aussage mir gegenüber kommst, denn ich wüsste nicht, dass ich mich hier in irgendeiner Form über die "Reitlehre der fn" geäussert habe. Und dass ich persönlich Westernreiter bin, heisst noch lange nicht, dass ich "contra fn" bin Stirnrunzeln . Schade, dass man so schnell in eine Schublade geschoben wird.
Es stimmt - niedergeschrieben ist Vieles, hüben wie drüben (um bei den "Schubladen" zu bleiben...). Papier ist geduldig, und meist mangelt es an der Ausführung. So habe ich für mich beschlossen, meine eigenen Schlüsse aus Beobachtungen und logischen Überlegungen zu ziehen.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Die Trense ist für die Grundausbildung die geeigneteste Zäumung. Trensengebisse wirken über die Zunge auf die Kinnladen des Pferdes.
Hier bin ich nach wie vor der Meinung, dass - bei einem in korrekter Haltung gerittenen Pferd/Muli die Einwirkung eher auf den Maulwinkel denn auf die Kinnlade stattfindet. Daher gibt es - meiner Meinung nach - auch den vielverschrienen "Nussknackereffekt" von gebrochenen Mundstücken nicht. Gerne schreibe ich dazu Näheres. Und gottseidank lese ich immer öfter, dass sich Menschen darüber Gedanken machen und diesen Effekt verneinen; vielleicht gelingt es dann irgendwann, dieses Schreckgespenst aus den Köpfen der Leute zu bekommen.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Durch ein korrekt verschnalltes Reithalfter werden die Laden des Pferdes bei der Einwirkung mit dem Gebiss entlastet, weil ein Teil des Druckes indirekt auf den Nasenrücken übertragen wird. .....“

Gut, das schreibt die fn so. Aber - so leid es mir tut - ich kann diesen Effekt nicht nachvollziehen. Dies soll keine Kritik an den fn-Regeln sein!! Ich kann es mir einfach nicht gedanklich vorstellen. Vielleicht kann mir jemand auf die Sprünge helfen?
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Meine Erfahrung ist, dass nahezu alle Pferde die ich kenne, die ohne Reithalfter geritten werden das Maul aufsperren.

Das mag durchaus sein. Nur - ist ein Maulaufsperren wirklich (für das Tier!) schlimm, und ist ein Verhindern dieses Maulaufsperren mittels Reithalfter wirklich (für das Tier!) "gut"? Im Normalfall - zumindest beim Durchschnittspferd ist das Aufsperren des Maules doch ein Zeichen, dass der Reiter nicht korrekt mit der Hand einwirkt. Und das Benutzen eines Reithalfters "vertuscht" in dem Moment doch nur dieses Zeichen. Der andere Fall wäre z.B. ein Phänomen wie bei meinem Sancho (ich schrieb es gerade diese Tage irgendwo), der in einer Art Reflex das Maul aufsperrt, sobald etwas seine Maulwinkel berührt - und sei es nur mein Finger. Logischerweise läuft er fast nur mit offenem Maul - mit durchhängendem Zügel. Dies hat allerdings keinerlei Einfluss auf seine Durchlässigkeit, von daher ist es in meinen Augen eher ein "optisches Problem" für den Menschen, denn ein tatsächliches Problem für Sancho.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Wobei ein Englisches Reithalfter nicht das „Maul zubindet“, dafür liegt der Nasenriemen viel zu hoch.
Logisch, das englische Reithalfter verläuft oberhalb des Mundstückes.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Diese Ledernasenriemen von dem du schreibst, kenne ich auch, halte aber nicht viel davon. Sie liegen weit unten auf der Nase, schnallt man sie locker schlackern sie, schnallt man sie fester behindern sie die Atmung

Ähm - nein, dann scheinst Du einen anderen Riemen zu meinen als ich Blinzeln . Wenn die Wirkung wie oben wäre, wäre ich nicht "Beate", wenn ich sowas benutzen würde Blinzeln . Ich suche mal im Netz nach einer Abbildung, oder zur Not zäume ich Sancho nochmal so und mache ein Foto davon.

Ich finde diese Diskussion hier megaspannend, und hoffe, dass sie so weiter geführt wird, ohne Jemanden mit anderer Meinung anzugreifen, bzw. ohne dass sich Jemand angegriffen fühlt. Vielleicht kann ich auch ein bisschen dazu anregen, sich über gewisse Dinge eigene Gedanken zu machen. Würde mich sehr freuen... Lächeln
Gruss
Beate

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Beate
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BeitragVerfasst am: 17.11.2007, 13:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Susanne hat Folgendes geschrieben:
ich hab extra nochmals Physik gewälzt, aber an den Hebelgesetzen kommen wir nicht vorbei.
W = F x L
W(Arbeit, bei uns wohl Einwirkung) = F (Kraft, bei uns Zug am Zügel) x L (Weg, bei uns Länge der Anzüge) d.h. [size=24]die eingesparte Kraft wird durch längeren Weg ausgeglichen.[/SIZE]


THAT'S IT!!!!! 100 Punkte!! Lächeln Lächeln
Das ist in ein paar Worten zusammengefasst, was ich versuchte, mit vielen Worten zu sagen. Danke, Susanne!!
Folglich ist es nicht ganz korrekt, bzw. "einseitig gedacht", wenn man behauptet - langer Hebel = scharf, kurzer Hebel = mild; weil man in dem Moment nur die "Kraft" betrachtet, nicht aber den Aspekt "Weg". Und die Benutzung des Wortes "ausgeglichen" ist in diesem Fall goldrichtig! Cupgold0

Zu den anderen Dingen später mehr.

Gruss
Beate

EDIT: Bei nochmaligem genauen Durchlesen sah ich noch was: Ich würde als "Weg" nicht die Länge der Anzüge bezeichnen, sondern den Weg, den der Hebel zu beschreiten hat. Daher: "Die eingesparte Kraft (an den Zügeln) wird durch einen längeren Weg (mit den Zügeln - einwirkend auf den Hebel) ausgeglichen." Wobei der Weg - wie ich ihn meine - in direktem Zusammenhang mit der Länge der Anzüge steht (was Susanne meinte).
Hoffe, es gibt hier noch Irgendjemanden, der meinen Gedanken folgen kann Peinlichkeit

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Susanne
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BeitragVerfasst am: 17.11.2007, 15:02    Titel: FN Reitlehre   Antworten mit Zitat

Hallo Beate,

damit habe ich nicht dich gemeint, ich habe einfach den Eindruck, dass die FN bei vielen (z.T. zu Recht) in einem schlechten Licht steht. Ich habe deshalb oft Hemmungen mich als FN Reiter zu outen. Es gibt sicher viele Missstände bei der FN, aber die niedergeschriebenen Richtlinien, die sich aus den alten Heeresdienstvorschriften ergeben sind schon in Ordnung. Wenn diese Hemmungen hier unbegründet sind, freut es mich um so mehr.

Grüße Susanne
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Beate
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BeitragVerfasst am: 18.11.2007, 23:52    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,
hier habe ich im Internet ein Foto aufgetrieben von der spanischen Trense mit dem eingeschnallten "Nasenriemen", die ich meinte: http://www.bentaiga.com/bilder/zaeume/vaquero_klassisch.jpg
Allerdings nutzte ich diese Trense natürlich mit einem "normalen" Snaffle-Bit. Auf diesem Foto ist der Nasenriemen recht gut zu erkennen - auch wenn er für mein Gefühl relativ hoch verschnallt ist, bedingt duch die 3 Ringe am Gebiss. Der Riemen hat kein eigenes Genickstück, sondern er ist lediglich durch die Aufnahmeösen der Gebissringe durchgefädelt. Dadurch entsteht beim Annehmen der Zügel auch ein leichter Impuls auf die Nase.

Susanne hat Folgendes geschrieben:

Nicht nachvollziehen kann ich deine Aussage, dass das Gebiss auf die Mundwinkel wirkt, wenn das Tier kurz vor der Senkrechten, also korrekt vorwärts abwärts läuft.
Mit "kurz vor der Senkrechten" meinte ich eigentlich nicht in vorwärts/abwärts-Haltung. Ich meinte da eher in korrekter Anlehnung.
Aber wenn Du das v/a als Beispiel bringst, bleiben wir einfach mal dabei. Und ich finde, vor allem hier gehen reiterliche Einwirkungen der Zügel eindeutig in Richtung Maulwinkel. Nimm Dir mal irgendeine Pferdezeitschrift in die Hand, oder schau' Dir im Netz Fotos an von Pferden, die v/a laufen. Da ist der Zügel und der Unterarm des Reiters fast genau die Fortsetzung der Maulspalte des Pferdes (wobei es hier wiederum auf die Handhaltung des Reiters ankommt). Bei einer Einwirkung auf die Kinnlade müssten die Zügel einen möglichst rechten Winkel zur Maulspalte bilden. Dies sehe ich z.B. im Falle von Ausbindern, die seitlich am Sattelgurt eingehängt sind; da geht der Zug direkt auf die Kinnlade.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Kein Gebiss sollte auf die Mundwinkel einwirken, ich kenne diese Situation nur bei „Notbremsmanövern“ mit hochgerissenem Kopf.
Hmm, wenn - wie Du schreibst - bei hochgerissenem Kopf eine Einwirkung auf die Maulwinkel stattfindet (also in "vorwärts/AUFwärts"-Haltung), müsste - in logischer Folge - genauso eine Einwirkung auf den Maulwinkel stattfinden, wenn das Pferd den Kopf nach vorwärts/ABwärts nimmt.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Pferde die sich durch Hochreißen des Kopfes dem Zügel entziehen haben oft blutig gescheuerte Maulwinkel, das hat aber mit Hilfengebung nichts mehr zu tun.
Nein, sooo meinte ich das natürlich nicht Blinzeln
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Tira wurde überwiegend mit einer Stange mit Rolle geritten, ich habe für sie ein Snaffel-Bit mit Röllchen und ein Snaffel-Bit mit Anzügen als Erstausstattung mitbekommen. Ersteres hat sich nach kurzer Zeit zerlegt, zweites lehne ich aus grundsätzlichen Überlegungen ab. Die Wassertrense war als Übergangslösung gedacht, aber Tira scheint ganz zufrieden damit. Zur Stange möchte ich nicht zurückkehren, da weder Tira noch ich die Anforderungen, die an ein Reiten mit Kandare gestellt werden erfüllen.

Das finde ich sehr sinnvoll, was Du da schreibst. Wenn Tira mit der Wassertrense ganz zufrieden ist, warum möchtest Du sie dann auf ein doppeltgebrochenes Gebiss umstellen?
Gruss
Beate

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Susanne
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BeitragVerfasst am: 19.11.2007, 18:23    Titel: Reithalfter   Antworten mit Zitat

[size=18]
Zitat:

[size=18]Im Normalfall - zumindest beim Durchschnittspferd ist das Aufsperren des Maules doch ein Zeichen, dass der Reiter nicht korrekt mit der Hand einwirkt. Und das Benutzen eines Reithalfters "vertuscht" in dem Moment doch nur dieses Zeichen.
[/SIZE]

Hallo,[/SIZE]
ich als durchschnittlicher Freizeitreiter gehe nun mal davon aus, dass meine Handeinwirkung nicht immer ruhig ist, je nachdem was für Kapriolen mein Reittier macht. Und selbst wenn meine Hände ruhig sind, ist nur dann Ruhe im Maul, wenn Muli auch den Kopf ruhighält, so wie wir das im Fernsehen bei Olympiaübertragungen sehen. Tira schaut aber mal links, mal rechts in die Büsche. D.h. eine Trense, die ganz frei im Maul lieg wird mal hierhin mal dorthin gezogen. Das Reithalfter stabilisiert das Ganze, sicher werden die Hilfen schwammiger, aber fürs Tier ist es angenehmer. Ich finde es so ehrlich, es ist sicher ein Kompromiss an die feine Reitlehre.
Tira läuft so zumindest gut, gestern habe ich mich extra von einer Kollegin korrigieren lassen, das Maul ist zu und sie wirkt zufrieden. Ohne Reithalfter hat sie auch dazu geneigt das Maul aufzusperren.

Warum ich das Sprenger Dynamic rs ausprobieren will? Tira hat Probleme sich stellen und biegen zu lassen. Dieses Ausbildungsgebiss soll sehr gut die seitliche Anlehnung unterstützen, die für eine Biegung nötig ist. Durch die gebogene Ausformung liegt es sehr gut im Maul. Ich glaube es ist ein gutes und sehr mildes Gebiss, nur etwas teuer.

Grüße Susanne
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 19.11.2007, 22:18    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,
um zu beurteilen welches Gebiss "weicher" ist, nimm es in die Hand und lasse jemanden an den Zügel ziehen.
Das doppelt gebrochene Gebiss ist dabei einschneidender als das einfach gebrochene Gebiss.

Die Schmerzeinwirkung beim Kopf hoch wirken auf die Maulwinkel, beim v/a auf die Kiefer. Deshalb werden in den Westernwertungen Pferde mit Blutergüssen/Druckstellen disqualifiziert.

Was mich an der FN stört ist der Umstand, dass für Probleme im Umgang mit Pferden zu oft/schnell nach mechanischen Hilfen gegriffen wird, von denen viele den Tieren Schmerzen zufügen.
Dies wurde erst letztes Jahr in dem Buch "Horsehandling" gezeigt. Hier wird die Hengstkette als normales Hilfsmittel für das Führen von schwierigen Pferden angeführt, ohne das auch nur im Geringsten auf die Ursachen und Möglichkeiten der Ausbildung eingegangen wird.

Genauso sollte eine entsprechende gebisslose Ausbildung das Pferd vorbereiten um es dann mit einem Gebiss weiter auszubilden.

Wenn in der Ausbildung immer die FN-Grundlagen zur Anwendung kämen, und die von Dir angesprochene Ausbildungsvorschrift aus der militärischen Reitausbildung beherzigt werden würden, könnte hätte ich weniger Probleme mit der FN. Leider gibt es kein QS-System in der FN und auch keine Weiterbildungspflicht. Vielmehr versucht man in vielen Reitschulen einen schnellen Erfolg zu erreichen und eine schnelle Mark zu machen.

Ich meine, du solltest die Lösung nicht in neuen, mechanischen Hilfsmitteln suchen.

Gruß

Holger
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Beate
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BeitragVerfasst am: 20.11.2007, 00:54    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,
Du hast Recht - jeder sollte seinen eigenen Weg finden und schauen, was zu ihm und dem jeweiligen Tier passt.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
ich als durchschnittlicher Freizeitreiter gehe nun mal davon aus, dass meine Handeinwirkung nicht immer ruhig ist, je nachdem was für Kapriolen mein Reittier macht. Und selbst wenn meine Hände ruhig sind, ist nur dann Ruhe im Maul, wenn Muli auch den Kopf ruhighält, so wie wir das im Fernsehen bei Olympiaübertragungen sehen. Tira schaut aber mal links, mal rechts in die Büsche. D.h. eine Trense, die ganz frei im Maul lieg wird mal hierhin mal dorthin gezogen.
Von dieser Beschreibung her, wäre vielleicht an der Beweglichkeit Deiner Hände zu arbeiten?! So wie ich das verstehe, bleiben Deine Hände in solchen Momenten starr an ihrem Platz. Noch besser wäre natürlich, wenn Du Tira mit einem solchen Zügelmass reiten würdest, das ihr erlaubt, leicht nach rechts und links zu schauen, ohne sich das Gebiss durch das Maul zu ziehen. Oder Du hast die Möglichkeit, mit dem gegenüberliegenden Bein einen kleinen Impuls zu geben, woraufhin sie sich wieder "ausrichtet". Dies sind so ein paar Dinge, die mir zu der von Dir geschilderten Situation einfallen.
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Ohne Reithalfter hat sie auch dazu geneigt das Maul aufzusperren.
Wie ich schon schrieb, sollten glaube ich vor allem wir Mulileute davon wegkommen, das "Maulaufsperren" beim Muli als allzu dramatisch zu sehen - solange dies keine Widersetzlichkeiten mit sich bringt.
Ich bin gespannt, was Du von Tira mit dem neuen Gebiss berichtest - ob sie damit besser versteht, was Du von ihr möchtest.

Caprivi hat Folgendes geschrieben:
[size=12]Die Schmerzeinwirkung beim Kopf hoch wirken auf die Maulwinkel, beim v/a auf die Kiefer
Holger, ich bin immer noch der Meinung, dass beim v/a Zügelimpulse auf die Maulwinkel wirken. Wie ich auch schon schrieb, bildet in diesem Fall der Zügel und der Unterarm des Reiters (je nach Handhaltung) die Fortsetzung der Maulspalte; und so wirken sich Impulse logischerweise (für mich Blinzeln ) auf den Maulwinkel aus. Kannst Du mir Deine Meinung der Wirkung auf die Kiefer erklären?[/SIZE]

Gruss
Beate

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007, 22:21    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich habe mir das Ganze noch einmal angesehen, und Beate, du hast recht. Ich hatte die Kopfhaltung steiler vor Augen, als sie tatsächlich ist.
Die Linie zum Maul musste ich allerdings gedanklich verlängern, da wir ja alle gebisslos reiten.
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Beate
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BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 16:23    Titel:   Antworten mit Zitat

Beate hat Folgendes geschrieben:

Daher gibt es - meiner Meinung nach - auch den vielverschrienen "Nussknackereffekt" von gebrochenen Mundstücken nicht. Gerne schreibe ich dazu Näheres. Und gottseidank lese ich immer öfter, dass sich Menschen darüber Gedanken machen und diesen Effekt verneinen; vielleicht gelingt es dann irgendwann, dieses Schreckgespenst aus den Köpfen der Leute zu bekommen.


Hi,
in der Ausgabe 3/2008 der Zeitschrift Pegasus wird im Brennpunkt über die "Gebiss-Lüge: Der Nussknacker-Effekt" berichtet. Titel: "Die Legende vom Nussknackereffekt".
Hier wird anhand von Röntgenbildern bewiesen, wie sich ein gebrochenes Mundstück im Maul des Pferdes auswirkt; bei durchhängenden Zügeln ebenso wie bei angenommenen. Es ist auf den Bildern auch schön zu erkennen, in welche Richtung ein Zügelzug sich auswirkt.
Im Anschluss an den eigentlichen Artikel werden Profis dazu interviewt. Lediglich der Vertreter der fn zeigte sich von dem Ergebnis überrascht.
Besonders gut gefallen mir die Ausführungen von Peter Pfister, der bei den Überlegungen mit einfliessen lässt, in welche Richtung die Reiterhand einwirkt (so wie ich es in meinen Ausführungen versuchte). Auch er ist ein Verfechter der hohen, getragenen Hand.
Alles in Allem ein sehr guter und aufklärender Artikel. Wer ihn möchte, weiss ja Bescheid... Blinzeln .
Gruss
Beate

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BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 19:21    Titel:   Antworten mit Zitat

Caprivi hat Folgendes geschrieben:

um zu beurteilen welches Gebiss "weicher" ist, nimm es in die Hand und lasse jemanden an den Zügel ziehen.
r


Hallo Holger, hallo alle Zunge rausstrecken ! Den Tipp finde ich sehr gut und ich habe das in Rheken auch so gelernt. Einen weiteren tollen Aha-Effekt hatte ich letztes Jahr bei unserem Kurs mit Susanne Lohas: Sie ist nähmlich ein überzeugter Gegner der Ringe seitlich an der Wassertrense. Und sie hat uns den Grund spüren lassen: Legt Euch einmal so eine Wassertrense auf den Unterarm, so dass der Ring seitlich anliegt. Und dann dreht den Ring. Was dann passiert: die Haut wird zwischen dem Ring und dem Mundstück eingeklemmt, es tut WEH! und man hat tagelang einen Fleck dort... Seit dem halte ich Mundstücke, bei denen diese seitlichen Fixierungen sich nicht drehen und somit Haut mitziehen und einklemmen können für die bessere Wahl, sei es ein fester Ring, ein "Olivenkopf" oder einfach eine Stange...
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BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 19:37    Titel:   Antworten mit Zitat

Beate hat Folgendes geschrieben:
Hi,

Besonders gut gefallen mir die Ausführungen von Peter Pfister, der bei den Überlegungen mit einfliessen lässt, in welche Richtung die Reiterhand einwirkt (so wie ich es in meinen Ausführungen versuchte). Auch er ist ein Verfechter der hohen, getragenen Hand.


Er lernt ja auch bei Philippe Karl Lächeln
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Beate
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BeitragVerfasst am: 09.04.2008, 22:24    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Christine,
das mit dem "Einzwicken" der Maulwinkel im Gebissring wird auch immer wieder als Argument gebracht. Nur habe ich das in der Praxis noch nie erlebt. Ich will dies nicht abstreiten - es wäre theoretisch sicher möglich. Nur - in welcher Situation dreht sich der Ring im Mundstück?
Ich persönlich bevorzuge auch die Snaffle-Bits mit D-Ringen (wobei auch hier die theoretische Gefahr des Einpetzens besteht, wenn die Gelenke ausgeschlagen sind und dadurch übergrosses Spiel haben). Ich finde, mit den D-Ringen ist das Mundstück besser fixiert, und man hat ein wenig den Effekt wie mit einer Knebeltrense.
Jedoch bei Sancho benutze ich ein ganz "normales" Snaffle - eingehängt in normale, grosse, O-Ringe. Er hat ja die Angewohnheit, extrem maulig zu sein. In einem fort zieht er Grimassen, hat das Maul offen, spielt mit dem Mundstück.... Sehr gerne bewegt er dann das Mundstück auf dem Ring auf und ab. Das heisst - der Ring bleibt an seinem Platz (bewegt oder dreht sich nicht), aber Sancho bewegt das Mundstück auf dem Ring gleitend, auf und ab. Das wäre bei einer starren Verbindung von Mundstück und Ring nicht möglich. Evtl. würde sich dann das komplette Gebiss samt Ringen im Kopfstück (Trense) bewegen. Aber das kann er nie so fein dosieren wie so - mit seinem Lieblingsgebiss. Also wird sich bei einem solchen Bit kaum der Ring im Mundstück drehen - umgekehrt aber sehr wohl. Eingezwickt hat er sich dabei noch nie. Ihr werdet das auf dem Reitkurs ja alle miterleben, was der mit seinem Maul mit dem Mundstück so alles so treibt Peinlichkeit .

thyrie hat Folgendes geschrieben:
Er lernt ja auch bei Philippe Karl :-)

Stimmt! Ich vergass! Lächeln
Aber auch bei "uns Californios" reitet man mit hoher Hand. Die Hand sollte immer ÜBER und VOR dem Horn sein. Wobei ich mit meinen kurzen Armen Probleme habe mit dem "vor" dem Horn sein... Stirnrunzeln .

Gruss
Beate

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