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Jagdreiten mit einem Muli?   
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Johnjohn
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BeitragVerfasst am: 30.08.2010, 11:58    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo,

das war aber keine nette Jagdgesellschaft bei der Du warst, meine Jagdpferdezeit (ich selbst nur ab und zu, aber meine Freundin ganz aktiv) ist zwar schon über 25 Jahre her, aber selbst damals waren Connemaras und Reitponies völlig ok. Im 3. Feld waren ab und zu sogar Shettys mit dabei.

Was das Muli angeht, glaube ich dass es eine Ausnahme sein müsste, die mehr nach der Pferdeseite der Anparung kommt, aber auch das gibt es ganz bestimmt.
Die anderen dürften mit dem 1. Feld entweder überfordert sein oder wie hier richtig beschrieben nach einiger Zeit das "Hirn" einschalten, nach dem "wozu" fragen und abbrechen.

Aber Deine Einstellung, was es eben anbietet, ist genau richtig. Mein Johnjohn ist eher die gemütliche Fraktion, aber ich denke er könnte mal Spaß an zirzensischen Dingen haben.

Gruß Marion
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O'Connor
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BeitragVerfasst am: 30.08.2010, 15:21    Titel:   Antworten mit Zitat

@Susanne:
Mein Connemara war glaub' ich eine gute Vorbereitung auf ein Muli! Er war ein richtiger "irischer Dickschädel", wenn der was nicht wollte, hat er gekämpft auf Teufel komm raus, selbst als er nach den vielen gemeinsamen Jahren schon längst wusste, dass er nicht gegen mich aufkommt.
Er kannte z. B. alle gängigen Trailhindernisse aus dem ff, aber wehe, es hat geregnet - igitt! Dann flogen die Stangen beim "L" nur so durch die Gegend und statt rückwärts zu gehen wurde auch gerne mal gestiegen. Nur wenn's im flotten Galopp vorwärts ging, da war er immer dabei, egal, ob über Hindernisse oder nicht.
Connemaras sind echt klasse, sie haben die handliche Größe vom Klein-, aber die Leistungsfähigeit vom Großpferd. Allerdings haben sie einen eigenen Kopf, dieses "dem-Menschen-gefallen-wollen", das die Arbeit mit Arabern so wundervoll macht, darf man von ihnen nicht unbedingt erwarten.

@Marion:
Ich habe auch wirklich schöne Jagden erlebt mit unvoreingenommenen Teilnehmern, die mich mit meinem Springfloh herzlich aufgenommen haben. Am unsympathischsten waren tatsächlich immer die Turnierreiter, für die ein Pferd unter 1,65 bestenfalls als Kirmespony taugte.

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 30.08.2010, 17:49    Titel:   Antworten mit Zitat

Susanne hat Folgendes geschrieben:
Ich würde es nicht machen. Leider sind viele Pferde nicht an Mulis gewöhnt. Wenn ich mit Tira im Reitverein zur Reitstunde war, haben meistens mehrere Pferde geradezu panisch reagiert...

Das ist tatsächlich ein wichtiger Aspekt. Den hatte ich gar nicht bedacht, da in unserem Stall Rafaela zur Herde gehört.
Aber ich habe auch schon erlebt wie Pferde beim Anblick der Mulis in Stress gerieten, so dass die Reiterin absteigen musste und nicht mehr in den Sattel kam solang die Mulis in der Nähe waren.
Das kann in so einer Jagt schon die Stimmung trüben. Verärgert
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O'Connor
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BeitragVerfasst am: 30.08.2010, 18:40    Titel:   Antworten mit Zitat

Caprivi hat Folgendes geschrieben:
Susanne hat Folgendes geschrieben:
Ich würde es nicht machen. Leider sind viele Pferde nicht an Mulis gewöhnt. Wenn ich mit Tira im Reitverein zur Reitstunde war, haben meistens mehrere Pferde geradezu panisch reagiert...


Aber ich habe auch schon erlebt wie Pferde beim Anblick der Mulis in Stress gerieten, so dass die Reiterin absteigen musste und nicht mehr in den Sattel kam solang die Mulis in der Nähe waren.


Huch, mit sowas hätte ich jetzt überhaupt nicht gerechnet! Nein, so einen Störfaktor möchte wohl niemand abgeben.

Ich konnte einmal beobachten, wie ein weißes Shetty durch sein bloßes Auftauchen unter den Warmblütern in einer Reithalle totales Tohuwabohu ausgelöst hat.

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Johnjohn
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BeitragVerfasst am: 30.08.2010, 21:26    Titel:   Antworten mit Zitat

nach meiner Erfahrung dass die meisten Pferde panisch auf Esel reagieren, besonders wenn sie schreien, hab ich auch mit derartigen Dingen gerechnet als Johnjohn bei uns auftauchte.
Aber zu meiner großen Überraschung hat er überhaupt keine Probleme gehabt, im Gegenteil, die Pferde lieben ihn alle und er kann sich erstaunlich viel bei ihnen rausnehmen.
Sowohl in der Stutenherde am Anfang, als auch jetzt in seiner Gruppe mit Kaltblut, Trabern, Highlander und Bumblebee, die ja seine Tante ist.
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HannoPilartz
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BeitragVerfasst am: 31.08.2010, 14:27    Titel:   Antworten mit Zitat

Wir haben es auch schon mehrfach erlebt, dass ein Muli-unerfahrenes Pferd höchst erstaunt schaute als unsere Langohren auftauchten.
Mehr war es aber nie!
Das Problem sind eher die Reiter.
Wenn DIE glauben, ihr Pferd hätte Angst vor Mulis, weil es einmal kurz "festgefroren" ist oder ein wenig getänzelt hat, DANN wird das auch zu einem Problem...
Ich habe mal in einer größeren Wanderreit-Gruppe auf Anweisung einer panischen Reiterin mit einem Langohr am Ende reiten müssen. Im Laufe des Rittes passte ich dann mal nicht auf und war unmittelbar hinter der Frau, ohne das sie es merkte. Ihrem Pferd waren die langen Ohren längst egal....

Ich denke, in der richtigen Jagdreitertruppe ist ein spring- und galoppierfreudiges Muli kein wirkliches Problem...... wenn der Reiter halbwegs weiß, was da auf ihn zukommen kann...

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Susanne
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BeitragVerfasst am: 31.08.2010, 17:32    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Sissi,

Zitat:
Mein Connemara war glaub' ich eine gute Vorbereitung auf ein Muli! Er war ein richtiger "irischer Dickschädel", wenn der was nicht wollte, hat er gekämpft auf Teufel komm raus, selbst als er nach den vielen gemeinsamen Jahren schon längst wusste, dass er nicht gegen mich aufkommt.


Nein, ich glaube nicht, dass ein Connemara eine gute Vorbereitung auf ein Muli ist - nicht nach allem was ich über deren Charakter gelesen und erfahren habe. Wenn dein Muli etwas nicht will, wird es sich dagegen streuben, und ganz genau wissen, dass du nicht gegen es aufkommst.

Du kannst dann darüber sinnieren, wie du dein Muli doch noch zur freiwilligen Mitarbeit motivieren kannst. Ein oft schwieriges, langwieriges und nicht immer erfolgreiches Unterfangen.

Grüße Susanne
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O'Connor
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BeitragVerfasst am: 31.08.2010, 18:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Susanne hat Folgendes geschrieben:

Du kannst dann darüber sinnieren, wie du dein Muli doch noch zur freiwilligen Mitarbeit motivieren kannst. Ein oft schwieriges, langwieriges und nicht immer erfolgreiches Unterfangen.


Bangemachen gilt nicht! Zunge rausstrecken Großes Lächeln
Ich bin so gespannt darauf, ob ich zu einem Muli einen ähnlich guten Draht finde wie zu Pferden, freue mich riesig auf die Herausforderung und mache mich auf alles gefasst...

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elke
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BeitragVerfasst am: 01.09.2010, 07:03    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Susanne,
nicht alle Mulis sind so massiv.
Und wenn Connemaras ähnlich sind, wieso nicht?
Gruß Elke, die sich schon auf den Halloween-ritt freut Winkewinke
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HannoPilartz
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BeitragVerfasst am: 01.09.2010, 20:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Susanne, Quarter-Mulis können sehr kooperativ sein, evt. sogar mehr als manche Kleinpferde-Rasse, die gemeinhin als "Pony" bezeichnet.
Dagegen hat man z.B. bei einen Muli aus einer Fjordstute gezogen ein wenig mehr Überzeugungsarbeit zu leisten.
Ich reite regelmäßig 2 Quarter und gelegentlich einen Criollo, sowie zwei Muli.
Eigentlich sind da nicht soooo große Unterschiede...

Ach ja, ein Muli ist aus einer Norwegermama. Und ich möchte sie nicht missen, von ihr habe ich schon viel gelernt.....

Wir setzen auch regelmäßig Reitgäste auf die zwei großen Mulis. Wenn sie halbwegs feinfühlig und konsequent mit den Tieren umgehen, klappt das auf Anhieb sehr gut....
Natürlich leider nicht bei allen, aber die, welche mit unseren Mulis massive Probleme haben (sehr selten!), würde ich auch nicht gerne auf ein Pferd setzten.

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Susanne
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BeitragVerfasst am: 02.09.2010, 11:09    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich weiß ja nicht wie typisch Sissi's Connemara war, aber gemeinhin gelten Connemaras als sehr willige "Mitmachponys". Ich hatte ja letztes Wochenende die Gelegenheit viele Vertreter dieser Rasse zu sehen und auch mit den Besitzern zu sprechen. Also ähnlich wie auch Quarters.

Auch Mulis können lieb und kooperativ sein, Tira war fast immer kooperativ. Aber als Mulibesitzer muss du damit leben können, dass du dich nicht durchsetzt. Wenn du gewohnt bist, dass ein Pferd nicht gegen dich aufkommt, auch wenn es das probiert, wirst du mit einem Muli erst mal umlernen müssen.

Und dein Satz, Hanno, den du vor kurzem hier reingeschrieben hast, charakterisiert für mich den Unterschied fast am besten. "Ein gutes Pferd geht mit dir durchs Feuer, ein gutes Muli schaut dass ihr dem Feuer nie zu nahe kommt." Nur leider gehen die Ansichten was nun wirklich gefährlich ist bei Muli und Mensch oft weit auseinander. Man kann sich durch viel Beschäftigung und Vertrauensarbeit annähern, aber jedes Tier hat hier seine Grenzen - die es auch zu respektieren gilt.

Grüße Susanne
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O'Connor
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BeitragVerfasst am: 02.09.2010, 20:19    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi Susanne,

Connemaras sind sehr leistungsbereit, von einem "faulen" Connemara habe ich noch nie gehört, aber alle langjährigen Halter, die ich kenne, haben bestätigt, dass sie auch ruck-zuck auf stur schalten können und massiv versuchen, ihren eigenen Willen durchzusetzen.
Allerdings wurden die Ponys, die ich kannte, in den 70er und 80er Jahren geboren, da kann sich inzwischen in der Zucht einiges getan haben.

Mag sein, dass es bei einem Muli mehr "Überzeugungsarbeit" und "Überredungskunst" braucht, aber dafür bedeutet dann auch jeder kleine Schritt in die gewünschte Richtung einen umso größeren Erfolg, und: Der Weg ist das Ziel!

Lieber Gruß

Sissi

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