Maultierfreunde Maultierfreunde.de
DER Treff fŁr Freunde des Maultiers
Wettbewerb "Foto des Monats"
Wettbewerb Foto des Monats Abstimmung
   Ergebnis Vormonat
  AnleitungAnleitung    Registrieren, um das Forum in vollem Umfang zu nutzenRegistrieren, um das Forum in vollem Umfang zu nutzen 
  Einloggen, um private Nachrichten zu lesen    LoginLogin 
  KarteLandkarte    StatistikStatistik  

Maultiere im therapeutischen Einsatz   
Gehe zu Seite ZurŁck  1, 2, 3  Weiter
 
Neues Thema erŲffnen   Neue Antwort erstellen    Maultierfreunde-Forum - ‹bersicht -> Sonstige Nutzung
Vorheriges Thema anzeigen :: Nšchstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
utew0
Neuer Benutzer




Anmeldungsdatum: 31.01.2008
Beitršge: 5
Wohnort: recklinghausen (NRW,BRD)
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 09.02.2008, 22:20    Titel: longieren   Antworten mit Zitat

Hallo,
vielen Dank f√ľr die Antworten zum Longieren! Danke
Neue Frage: hat schon jemand Erfahrungen gesammelt mit Mulis zu Voltigieren?

H√§tte ein Muli daran Spa√ü? Wobei ich nicht das turnierm√§√üige Volti meine, sondern eher die Art, die wir im HPVR brauchen: viel Schritt, mal Trab und auch Galopp f√ľr einige Runden, mit Spielger√§ten (T√ľcher, Ringen, B√§llen, Reifen...), einzeln und zu zweit, vorw√§rts und r√ľckw√§rts sitzende Voltigierer - ca. alle 10 Minuten Richtungswechsel/longieren auf m√∂glichst gro√üem Zirkel versteht sich von selbst zur Schonung der Beine des Tieres.

In Erwartung der Erfahrungsberichte
guten Abend
Ute
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gr√ľni
Benutzer


Alter: 63

Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beitršge: 58
Wohnort: S√ľdniedersachsen
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 14.02.2008, 16:14    Titel: Manolo mag es!   Antworten mit Zitat

Hallo Ute,
ich setze mein Maultier seit ca.7 Jahren in der heilpädagogischen Arbeit mit Kindern ein,auch an der Longe.
Sein Hauptaufgaben gebiet liegt bei der Arbeit im Gel√§nde ,wobei er gebisslos geritten oder gef√ľhrt wird je nach Alter und M√∂glichkeit der betreffenden Kinder.Diese Bet√§tigung liebt er!! Er ist dabei hochkonzentriert und sehr verantwortungsvoll.Ich habe ihn auf Stimme ausgebildet,dh,da√ü er auf 2mal Schnalzen antrabt,auf "Sch" Schritt geht und auf Pfiff steht.
Ausserdem folgt er mir wie ein Hund.Durch seine kooperative Art und sein williges Befolgen der gegebenen Stimmkommandos sind nach kurzer zeit sehr positive Erfolgserlebnisse bei den unterschiedlichsten Kindern auch mit körperlichem Handicap zu verzeichnen.
An der "Longe"(Ich benutze ein 7m Arbeitsseil und Knotenhalfter) arbeitet er willig,aber unlustig mit.Voltigier√ľbungen im Stand und Schritt sind kein Problem.Im Trab ist er nur im Jog gut zu sitzen.Galopparbeit entf√§llt,da er zu schlecht ausbalanciert ist und zu ungleichm√§√üig das Tempo halten kann.Ich arbeite ihn mit Knotenhalfter,da er Gebiss,Hilfsz√ľgel usw.wirklich verabscheut.
F√ľr die Voltiarbeit ( bin Betreuerin im Volti) bevorzuge ich eindeutig Pferde,f√ľr die Gel√§ndeaktionen ist mein Muli nicht zu toppen!
Er benötigt als Ausgleich mehr persönliche Ansprache durch seine Hauptbezugsperson als meine Ponys und wird bei zu wenig Beschäftigung ein echter Grantelbart.
So wie nicht jedes Pferd f√ľr einen Therapieeinsatz gegeignet ist,gilt dasselbe nat√ľrlich f√ľr ein Muli.Ein geeignetes Muli in Deutschland zu finden k√∂nnte evtl, schwierig werden.Ich w√ľrde zumindest empfehlen,einen mulikundigen Menschen zu bitten,Dich bei einem Besichtigungstermin zu unterst√ľtzen.
Auch mu√ü man evtl. mit Problemen bei der Ausr√ľstung rechnen.Unser Muli z.B. hat einen eseligen R√ľcken auf dem kaum ein Sattel passt.Er neigt bei normalen Gurt wie etwa beim Voltigurt zu Scheuerstellen.Deshalb wird er mit Barepackpad mit einem Griff eingesetzt.Unsere Probleme einen guten Schmied zu finden ,haben mich auch oft fast verzweifeln lassen.
Trotz dieser Schwierigkeiten ist er mein zuverlässigster Partner bei allen
Kindern mit oder ohne Handicap
Ich kann mir seinen Einsatz selbstbestimmt wählen,da ich alleine arbeite.Ein sozialer Träger wird v.a.bei der Auswahl sicher auch auf die Rentabilität schauen.
Ein Pferd bietet meiner Erfahrung nach da mehr Möglichkeiten,v.a.wenn das betreffende Therapietier regelmäßig an der Longe gehen soll.
Da macht ein Muli schneller "dicht".Bei √ľberwiegender Gel√§ndearbeit kann ein Muli der bessere Partner sein.
Ich hoffe,ich habe einige Deiner Fragen kl√§ren k√∂nnen.Solltest Du noch Fragen haben ( Z:B. zu meiner Ausbildung o.a.) kannst Du Dich nat√ľrlich gerne mit einer pn bei mir melden.

Liebe Gr√ľ√üe Sabine

PS. Der Einsatz von T√ľchern.Ringen ,B√§llen,Hund usw, waren nie ein Problem.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
utew0
Neuer Benutzer




Anmeldungsdatum: 31.01.2008
Beitršge: 5
Wohnort: recklinghausen (NRW,BRD)
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 14.02.2008, 21:45    Titel: therapeutische Arbeit mit Muli   Antworten mit Zitat

Hallo Sabine, Hallo Ihr Anderen
vielen Dank f√ľr deine ausf√ľhrliche Antwort! Dankoe

Du beschreibst, was ich nach der ausf√ľhrlichen Lekt√ľre eures Forums schon fast vermutet hatte, obwohl ich mir dar√ľber im Klaren bin, das jedes Muli eine eigene Pers√∂nlichkeit hat - wie unsere Pferde -, scheinen ihre St√§rken doch in der Arbeit im Gel√§nde zu liegen und das finde ich faszinierend.

Habe nachgelesen und gesehen, das du dein Muli sogar gebisslos f√§hrst! Ehrlich gesagt w√ľrde ich mich dies auf √∂ffentlichen Wegen mit einem meiner Pferde nicht trauen, obwohl sie mit leichter Hand zu fahren sind, bin ich froh in Notsituationen doch eine M√∂glichkeit zu haben.

Danke auch an thyrie f√ľr die Beschreibung ihrer therapeutischen Arbeit mit Pferden. - setzt du auch das Muli ein?

Aber zur√ľck zur Therapie: da ich im Aufbau/bei der Erweiterung meiner Selbstst√§ndigkeit bin, w√§re die M√∂glichkeit mit den Patienten ins Gel√§nde zu gehen ein echtes Plus, das mich von den umliegenden Anbietern abheben k√∂nnte. Sch√∂n von dir zu h√∂ren, das du dies nun schon seit 7 Jahren offensichtlich erfolgreich machst.
Ich bin auch meine "eigene Herrin" und kann selbst entscheiden, welches Angebot ich dem entsprechenden Klienten machen m√∂chte, klar, das dabei etwas herumkommen muss, aber der rein wirtschaftliche Faktor wird wie bei dir nicht im Vordergrund liegen, daf√ľr liegen mir die Tiere zu sehr am Herzen.

Mich w√ľrde interessieren, was deiner/eurer Meinung/Erfahrung nach an Zuwendung f√ľr ein zufriedenes Muli notwendig ist verwirrt , reicht ein Arbeiten 2-3 mal die Woche neben t√§glicher "Kurzzuwendung" s.u. ?

Ich habe die Pferde direkt bei mir am Haus, sehe sie bei den t√§glichen Arbeiten- F√ľttern/Misten/Tr√§nken...- mehrmals am Tag, bin aber 3 mal die Woche ganztags- mit einer Mittagspause zum Versorgen der Tiere - au√üer Haus. In der therapeutischen Arbeit halte ich es f√ľr wichtig, das sich der Therapeut sowie das Tier wohlf√ľhlt - bzw. der entsprechende Ausgleich f√ľr die z. Teil belastende Arbeit m√∂glich ist

Sabine ich habe versucht die eine private Nachricht zu senden, das ist aber nicht möglich, das System sagt mir, das du keine privaten Nachrichten erhalten möchtest. - könntest du dies vielleicht ändern? -
es w√ľrde mich schon interessieren, wie dein Ausbildungsweg verlaufen ist, bzw. wie du deine Selbstst√§ndigkeit organisiert hast.

Viele Gr√ľ√üe Ute
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
gr√ľni
Benutzer


Alter: 63

Anmeldungsdatum: 13.07.2007
Beitršge: 58
Wohnort: S√ľdniedersachsen
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 15:12    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Ute,

eigentlich m√ľ√üte ich private Nachrichten erhalten k√∂nnen.Habe Dir meine email-Adresse zukommen lassen.

Manolo hat die gleichen Haltungsbedingungen wie Deine Pferde.Offenstall hinter dem Haus mit mehrmaligem Kontakt durch verschiedene Menschen,√ľber den tag verteilt.

Er wird zurZeit auch nur 2-3mal h√∂chstens in der Woche f√ľr meine Arbeit eingesetzt.Wenn er zus√§tzlich keine Arbeit hat,wo er 1-3 Stunden ordentlich laufen kann,ist ihm das zu wenig!

Die therapeutische Arbeit ist zwar anstrengend f√ľr den Kopf,aber daf√ľr mu√ü er mehr Fun im Gel√§nde geboten bekommen.Sonst habe ich in kurzer Zeit einen schlecht gelaunten Stinkstiefel im Stall,der dann nur rumst√§nkert und grotten ungl√ľcklich ist.

Solltest Du prinzipiell nur 2-3 in der Woche ein Muli bewegen können inklusive Therapie-Einsatz ,könnten ähnliche Probleme auftreten wie bei manolo.Zumindest waren alle Mulis,die ich bisher kennenlernen durfte von der Tendenz her workaholics.

Aber vielleicht haben ja die anderen Mulihalter ganz andere Erfahrungen gemacht.

Lieben Gruß
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ginny
Erfahrener Benutzer




Anmeldungsdatum: 06.03.2004
Beitršge: 236

Offline

BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 16:30    Titel:   Antworten mit Zitat

nessy ist auch ausgesprochen arbeitsw√ľtig.

allerdings kann sie auch ohne, ohne √ľbellaunig zu werden. sie hat letztes jahr schon einige male angefragt, nachdem wir t√§glich was gemacht haben, ob wir denn "heute" nichts machen. durch die vergiftung, den infekt und die momentane allergie tummelt sie sich ja nur im auslauf. bei ihr l√§sst sich das ganz gut auffangen, in dem man ausgiebig mit ihr schmust - diese zeit genie√üt sie total.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
thyrie
Erfahrener Benutzer



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 30.01.2005
Beitršge: 399
Wohnort: WIZ
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 17:40    Titel:   Antworten mit Zitat

Howie darf sich momentan noch einleben. Außer putzen und Krauleinheiten musste er noch nichts machen.
Geplant ist, ihn mit bei meiner therapeutischen Arbeit einzusetzen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beate
Betreiberin des Forums




Anmeldungsdatum: 26.02.2004
Beitršge: 4375
Wohnort: Raum Heidelberg
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 04.04.2008, 21:53    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Ute,
hast Du schon die neueste Ausgabe der Eselpost gesehen? Schwerpunktthema ist die Therapie mit Eseln und Maultieren...
Wenn Du sie nicht hast, und es Dich interessiert, melde Dich bei mir.
Gr√ľssle
Beate

_________________
Schwimm' gegen den Strom; denn nur an der Quelle kannst Du den Lauf des Flusses verändern!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Vanille
Neuer Benutzer


Alter: 59

Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beitršge: 24
Wohnort: Roullingen - Luxemburg
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 20:22    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo, ich wollte das Thema wieder nach vorne holen da es mich sehr interessiert. Ich arbeite in der tiergest√ľtzten Therapie mit Pferden und (inzwischen haupts√§chlich) mit Eseln www.eselhaff.jimdo.com .
Ich habe mich bei dieser Arbeit immer mehr auf die "Approche relationnelle et sensorielle" konzentriert, da meine Klienten auf eben diesem Gebiet Defizite aufzeigen und da ich als Lehrerin eine eher pädagogische als krankengymnastische Grundausbildung habe.

Irgendwo habe ich mal gelesen habe dass ein Maultier die Kraft des Pferdes und die Seele des Esels haben soll (finde ich wundersch√∂n ausgedr√ľckt!), und das hat mich neugierig gemacht und deshalb habe ich mich hier angemeldet. Ich bin noch dabei mich zu informieren, m√∂chte eventuell einen Muli-Kurs mitmachen, einfach um diese Tiere kennenzulernen bevor ich mir eines anschaffe. Hier in Luxemburg gibt es leider kaum welche, ich selber keine keines. Gibt es in diesem Forum aktuell Leute die Mulis in der therapeutischen Arbeit einsetzen?

Ich w√ľrde mich freuen mit jemandem in Kontakt zu kommen der sich da auskennt L√§cheln
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Susanne
Erfahrener Benutzer




Anmeldungsdatum: 20.10.2005
Beitršge: 609
Wohnort: Raum Freiburg
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 22:21    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Vanille,

als erstes eine Frage, warum möchtest du ein Muli? Was erwartest du dir von einem Muli, was deine Esel und Pferde nicht können?
Generell kann man sagen, sind Mulis schwieriger als Pferde oder Esel. Durch diese Kreuzung kommt es manchmal zu einem Verhaltensmix der unvorhersehbar ist und auch schwieriger zu händeln.

Gr√ľ√üe Susanne
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Vanille
Neuer Benutzer


Alter: 59

Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beitršge: 24
Wohnort: Roullingen - Luxemburg
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 23:09    Titel:   Antworten mit Zitat

Gute Frage!
Ich liebe Pferde UND Esel. Eine Mischung von beidem wäre optimalerweise ein Tier das die guten Eigenschaften von beiden in sich vereint (die Kraft des Pferdes und die Seele des Esels). Wie ich hier lese können sich allerdings auch die negativeren Eigenschaften beider Spezies in einem Muli vereinen eek!
Sie sind wunderschön und wahrscheinlich suche ich eine neue Herausforderung. Wie heisst es doch: ein Pferd dressiert man, einen Esel erzieht man und mit einem Muli muss man Kompromisse schliessen... - All das macht mich einfach neugierig statt dass es mich abschrecken sollte Großes Lächeln

Du schreibst von "schwieriger als Pferd und Esel", "unvorhersehbarer Verhaltensmix" und "schwieriger h√§ndelbar". Das sind f√ľr die therapeutische Arbeit nat√ľrlich keine guten Voraussetzungen. Meine Pferde und Esel kenne ich sehr gut und weiss genau was ich jedem einzelen Tier zumuten kann und was nicht. Deine Aussage w√ľrde jedenfalls erkl√§ren warum Mulis nur sehr selten in der Therapie eingesetzt werden.

Mein Hufschmied (macht Pferde, Esel und auch Mulis) hat sie allerdings nur positiv beschrieben.

Ich m√∂chte mich einfach informieren bevor ich "Dummheiten" mache. Vielleicht stellt sich ja dabei heraus das ein Muli unter keinen Umst√§nden etwas f√ľr mich ist. In diesem Fall werde ich mir jedenfalls keines anschaffen. Gerade vorhin habe ich mich bei Julia angemeldet (Mulitage) um ihre Tiere (sie hat 7!!) kennenzulernen und herauszufinden ob es passt. Ich w√ľnsche mir jedenfalls letzteres. Selbst wenn ich das Tier dann nicht in die Arbeit einbeziehen sondern "f√ľr mich" behalten w√ľrde (f√ľr Wanderungen mit Packsattel oder Wanderritte zB - mache ich ja auch sehr gern)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Caprivi
Administrator


Alter: 64

Anmeldungsdatum: 11.10.2004
Beitršge: 2171
Wohnort: Fockbek in Schleswig-Holstein
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 07.01.2010, 23:27    Titel:   Antworten mit Zitat

Es ist gut, dass Du Dich informieren willst.
Wenn Du eine Herausforderung suchst, dann ist ein Muli daf√ľr nicht geeignet. Bevor Du es zum Therapeutischen Reiten einsetzen kannst, was ich grunds√§tzlich f√ľr m√∂glich halte, braucht es aber einer Vorbereitung, die nach Dauer und Umfang von dem Tier abh√§ngt.
Es lässt sich unmöglich vorhersagen, wie sich diese Vorbereitung gestalltet.

Wenn Du Tiere erlebst, die harmonisch mit ihren Menschen kooperieren, dann heißt das noch nicht, dass es immer so einfach zugeht.
Auch wenn der Spruch alt ist,
Man muss mit einem Muli umgehen, wie man mit einem Pferd umgehen sollte,
und dazu gehört Konsequenz, Konstanz und Fairness.

So eine Vorbereitung neben dem normalen Betrieb und der Versorgung und Betreuung von den anderen Tiere, ist sehr aufwendig.

Mit dem Tier √ľbernimmst Du eine besondere Verantwortung. Wenn es nicht klappt, ist es das Tier, dass es aushalten muss. Und das ist eine Herrausforderung nicht wert.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
johanna
Benutzer


Alter: 34
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 07.10.2007
Beitršge: 60
Wohnort: freiburg
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 10:16    Titel:   Antworten mit Zitat

ich glaube schon dass ein muli auch therapeutisch einsetzbar ist. aber jedesd muli ist so verschieden, dass ich das vielliecht nur f√ľr mien muli sagen kann.
ich habe aramid immer bei den 2 kindergruppen mit, die ich bei den eseln habe. wir machen die tiere zusammen fertig und gehen eine runde raus. das muli lässt sich auch sehr gut von kindern reiten, putzen... eines der kinder ist leicht verhaltensauffälig und hat motorische probleme. auch wenn er dann um das muli rumspringt und durch die gegend fuchtelt Cheer bleibt sie ganz gelassen. sie wird auch sonst gut gefordert und läuft fast jeden tag. wenn ich ein paar tagenicht so viel zeit habe, und sie auser den kindertouren nicht so viel macht, merkt man ihr das sofort an. soll heisen, das ein muli auserhalb der arbeit, die es macht noch viel aufmerksamkeit, zuneigung und zeit braucht.
aber das ganze geht nur, wenn ich irgendwo in der n√§he bin. wenn ich jemanden, der sonst auch gut mit ihr klar kommt, alleine gehen lassen w√ľrde, weis ich nie was ihr in den sinn kommt. das habe ich nach einem versuch bleiben lassen.
vorallem lernen die kinder im umgang mit ihr, das verhalten von pferden UND eseln.

ich glaube es k√∂nnte sich recht schwer gestlaten ein passendes muli f√ľr deine arbeit zu finden (ganz grosen respekt daf√ľr, h√∂rt sich ganz wunderbar an was du machst L√§cheln )
aber wenn dann ist es ganz toll mit so einem langohrigen spring-ins-feld.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Palatina
Erfahrener Benutzer




Anmeldungsdatum: 15.07.2008
Beitršge: 1184

Offline

BeitragVerfasst am: 08.01.2010, 12:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Vanille,

ich habe ja Muli und Esel in Miniausf√ľhrung und allerbeste Erfahrung in tiergest√ľtzter Therapie. Ist zwar schon l√§nger her, aber es war immer bestens!

Ich hatte mit Blinden und Sehverminderten zu tun, mit eßgestörten jugendlichen Mädchen, hyperaktiven Kindern und vor allem mit älteren Demenzpatienten.

Mulchen hat ihre "Arbeit" immer ganz hervorragend und vor allem gerne gemacht, wie die Esel auch. Sie war immer viel besonnener als die Ponies und ruhiger. Ihre Zuverlässigkeit und ihr "Mitdenken" war manchmal zum Gänsehaut kriegen.

Ich wei√ü noch, wie ich die blinden Kinder da hatte. Sie durften Pony f√ľhlen und Esel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ertasten. (Sie konnten das zum gr√∂√üten Teil erheblich besser benennen als sehende Kinder!)

Dann brachte ich ihnen das Mulchen, sagte nichts dazu und lie√ü sie einfach sp√ľren! Die Gesichter werde ich nie vergessen, wie sie auf Entdeckungsreise gingen mit ihren kleinen H√§nden und feststellten, da√ü das eine Mischung sein MUSS, ohne da√ü sie je zuvor etwas von Muli geh√∂rt bzw. getastet h√§tten!

Und Mulchen? Sie stand wie eine Eins. Sie sp√ľrte sofort, da√ü diese Kinder "anders" tasteten als andere Kinder und hat sofort "umgeschaltet". Auch wenn ich mit den stark sehbehinderten Kindern Spazierg√§nge unternahm, hat sie die Situation nie ausgenutzt und die Kinder am F√ľhrstrick zum n√§chsten Grasbuschel gezogen. Sie lief wie mit Autopilot genau in der Mitte des Weges, √ľbernahm die F√ľhrung √ľber die Kinder (ich habe immer 2 F√ľhrsticke eingeh√§ngt und ein Kind lief rechts, eines links, die Tiere in der Mitte) und sie lief in st√§ndigem Ohrkontakt zum mir! Sie ordnete sich also zwischen die Kinder und mir als F√ľhrungsperson ein, testete nicht ein einziges mal an, ob man die Situation ausn√ľtzen konnte (ich bewegte mich ja mittendrin ohne einen bestimmten Strick zu halten, um jederzeit flexibel zu sein.)

Die Spazierg√§nge mit den Sehbehinderten erfolgten immer mit 2 bis 3 Tieren (Eseln und Muli), mir als F√ľhrerin und etlichen Eltern bzw. Betreuern. Wir erwachsenen begleiteten "nur". Die Kinder sollten die Erfahrung machen, so ein "grooo√ües" Tier (1m Stockma√ü L√§cheln ) f√ľhren zu k√∂nnen! Das ist gut f√ľr's Selbstbewu√ütsein. Auch als Blinder oder fast Blinder kann man etwas "f√ľhren".

Waren wundervolle Erlebnisse f√ľr mich. Mul war immer mein zuverl√§ssigstes Tier, die Esel liefen oft einfach oder waren einfach da. Aber Mul "dachte mit", "dachte vorausschauend" F√úR die Kinder, nie um f√ľr sich einen Vorteil herauszuschlagen wenn ihr bewu√üt wurde, da√ü sie schw√§chere Kinder als bei den sonstigen Veranstaltungen am anderen Ende des F√ľhrstrickes hatte. Tolles Mul!

Sie ist inzwischen 17 Jahre alt. Das alles ist eine ganze Weile her, ich mache z. Zt. keine Veranstaltungen. Ich habe da keine spezielle Ausbildung, es hatte sich so ergeben und bei den Veranstaltungen in Richtung tiergest√ľtzter Therapie waren immer die entsprechenden Betreuer dabei. Ich bin ja keine Therapeutin, habe nur die "hardware" zur Verf√ľgung gestellt, grins, um es mal so zu formulieren...

Menno, da kommen gerade viele Erinnerungen!

3 kleine Mulis waren es zu der Zeit und so unterschiedlich sie waren, sie waren immer um L√§ngen "besser" als die Ponies (reiten durfte bei mir niemand, es geht hier ausschlie√ülich ums F√ľhren, putzen, kraulen, spazieren, schmusen, betasten usw.!) Die Mulis sind aktiver und wacher als die Esel, so kam es mir vor. Und ruhiger, gelassener und zuverl√§ssiger als die Ponies.

Wenn ich daran denke, da√ü sie diese glitzernden Rollst√ľhle, die armfuchtelnden Bewegungen der Spastiker einfach so betrachtet haben: oooch, wenn Palatina da l√§chelnd dabei steht, dann stellen wir uns da auch mal l√§chelnd dazu... Einfach supi.

Keine Ahnung, ob es einfach Zufall war, eine spezielle Ausbildung hatten meine Tiere ja nicht. Aber alles, was an Bodenarbeit geht und "Desensibilisierung" im öffentlichen Raum. Und das Vertrauen zu mir. Meine Gelassenheit, Sicherheit, Neugier und Offenheit in all diesen Situationen hat es ihnen leicht gemacht selber so zu sein.

Lg, Palatina
Hier einloggen Hier registrieren

_________________
Nur Fledermäuse lassen sich hängen!
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Vanille
Neuer Benutzer


Alter: 59

Anmeldungsdatum: 04.01.2010
Beitršge: 24
Wohnort: Roullingen - Luxemburg
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 10.01.2010, 00:17    Titel:   Antworten mit Zitat

@caprivi
Ich suche keinesfalls nach dem Kick weil ich mich langweile ;-)
Im Gegenteil, ich mache mir ja sehr viele Gedanken (und das nicht erst seit ein paar Tagen).
So eine Vorbereitung neben dem normalen Betrieb und der Versorgung und Betreuung von den anderen Tiere, ist sehr aufwendig.
Ich habe hier im Forum schon viele Beitr√§ge gelesen die darauf hinweisen, dass ein Muli tats√§chlich seeeehr viel Zuwenung braucht. Das gibt mir zu denken, denn, wie du ja selber sagst, habe ich ja noch die Pferde und Esel. Und die kann und will ich nat√ľrlich nicht links liegen lassen! Stirnrunzeln

@johanna
auch du weist mich auf die besonderen Zeit- Und Zuwendungsanspr√ľche des Mulis hin. Deine Beschreibung von Aramids Reaktionen bei deiner Arbeit mit Kindern best√§tigt allerdings meine Vermutung dass auch ein Muli hier seinen Platz hat Peinlichkeit

@Palatina
Cheer *strahl* Es kann also doch funktionnieren!!! Dein Beitrag hat mir jetzt wieder richtig Mut gemacht! Mul war immer mein zuverlässigstes Tier,

die Esel liefen oft einfach oder waren einfach da.
Aber Mul "dachte mit", "dachte vorausschauend"

So in etwa hatte ich mir die Arbeit mit einem Muli ja vorgestellt!!!

Jedenfalls ist mir jetzt folgendes klar geworden:
1) um ein Muli muss ich mich (noch) mehr k√ľmmern als um meine Esel und Pferde (werde ich die Zeit daf√ľr haben?)

2) es muss das "richtige" Maultier sein und keinesfalls das Erstbeste!

Wahrscheinlich muss ich einfach die Maultiertage bei Julia abwarten. Dann erkenne ich wohl am Besten ob ein Muli unseren Stall und unsere Arbeit bereichern kann - und falls nicht: ob ich dann definitiv so mit dem Mulivirus infiziert bin und mir f√ľr Wanderungen mit Packsattel oder Wanderreiten eines "ganz allein f√ľr mich" anschaffen werde oder nicht.
Oder umgekehrt: erst f√ľr mich, dann eventuelllllll langsam versuchen ob es auch f√ľr diese sch√∂ne besondere Arbeit geeignet ist.

Ganz lieben Dank jedenfalls f√ľr all eure Antworten!!! L√§cheln
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Caprivi
Administrator


Alter: 64

Anmeldungsdatum: 11.10.2004
Beitršge: 2171
Wohnort: Fockbek in Schleswig-Holstein
Entfernung: 0 km
Offline

BeitragVerfasst am: 10.01.2010, 20:40    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich bin √ľberzeugt, dass es m√∂glich ist. Aber es bedarf eines guten Verh√§ltniss zwischen Muli und Mulif√ľhrer. Das geht nun mal nicht ohne eine solide Grundlagenarbeit.
Und die braucht Zeit.
Dazu kommt, dass die Tiere viel wert auf eine sichere F√ľhrung legen.
Es braucht seine Zeit sich diese zu erarbeiten. Wenn man diese Zeit investiert hat bekommt man sehr viel von den Tieren wieder und kann sich sehr auf seine Mulis verlassen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beitršge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema erŲffnen   Neue Antwort erstellen    Maultierfreunde-Forum - ‹bersicht -> Sonstige Nutzung Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite ZurŁck  1, 2, 3  Weiter
Seite 2 von 3
Gehe zu:  
Du kannst keine Beitršge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beitršge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beitršge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beitršge in diesem Forum nicht lŲschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Maultierfreunde.de Partner:  Noteselhilfe |  IG Esel- und Mulifreunde Deutschland |  Interessengemeinschaft fŁr das Maultier Schweiz |  Eselwelt-Forum |  Freundeskreis Mulihilfe

Impressum