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Verhalten- Rangk√§mpfe?   

 
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SCHORSCH
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Anmeldungsdatum: 12.01.2010
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BeitragVerfasst am: 02.04.2020, 20:23    Titel: Verhalten- Rangk√§mpfe?   Antworten mit Zitat

Seit Februar haben wir ein neues Pferd. Direkt aus Spanien kam Novato, ein 4 jähriger PRE zu uns. Nun haben wir endlich wieder 3 reitbare Equiden im Stall (und das sind auch noch zweieinhalb Spanier! Großes Lächeln ).
Lars hat mit Moreno die gr√∂√üere Box mit dem gro√üen Paddock bezogen, Novato wohnt in der kleineren Box mit dem kleinen Auslauf. Von Anfang an war es ein extremes Gekabbel und Gek√§mpfe √ľber die Absperrungen hinweg. Wobei die zwei Pferde ganz schnell die Rangfolge gekl√§rt hatten und gut war. Aber mit dem Muli......ohoh.
Moreno und Lars funktioniert super.
Julia von den Albmulis hat mir vor Jahren mal erkl√§rt, dass Mulis keine Rangordnung im Sinne von Pferden haben. Unter Aufsicht (direkt vor meinem Werkstattfenster) d√ľrfen die drei Schwachmaten auf unsere inzwischen v√∂llig zerst√∂rte Hauswiese. Und dann geht es los- Moreno sagt immer einmal kurz Bescheid und der gro√üe Schimmel weicht zur√ľck und gut is...
Aber mit dem Muli gibt es stundelang Zoff. Der Schimmel macht das Muli blöd an und dieser hält hart dagegen... Ich habe den Eindruck, der große Schimmel will da was klären und der Muli denkt sich: Spiel? Kannst du haben!
Und dann geht das zuerst spielerisch los und irgendwann kippt es- ich h√∂re es an Mulis Ger√§uschen/ T√∂nen die er von sich gibt- und dann wird er b√∂se. Er hat es auch drauf, den unbeholfenen Schimmel ins Leere laufen zu lassen- und dann packt er zu: immer an der Kehle!! Dann wird es dem Novato zu bl√∂de und er geht weg- aber keine 3 Minuten sp√§ter geht das von vorne los. Wenn es zu wild wird und ich nicht rechtzeitig eingreife, dann geht Moreno dazwischen und haut den Schimmel. Dann ist der Freigang vorbei- wer bl√∂d tut muss zur√ľck auf den Paddock...
Kennt Ihr sowas auch?
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Santa
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BeitragVerfasst am: 03.04.2020, 12:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Der Biss an der Kehle sieht ja nicht so schön aus... Und ich dachte Wallache sind entspannter im Zusammenleben...

Buffy steht ja in einer gemischten Herde mit Stuten und Wallachen. Wir haben bei uns Wallache, die neue Pferde sehr extrem "bek√§mpfen". Wer da wegl√§uft, hat verloren. Die werden zum Teil blutig gebissen, durch den Zaun gejagt und m√ľssen manchmal wochenlang laufen und leiden. 3 Wallache sind da besonders schlimm. Diese werden dann auch manchmal rausgenommen. Verschiebt das Problem aber nur, l√∂st es nicht.

Aber zur Beruhigung kann ich sagen, dass alle Pferde irgendwann angekommen sind und es dann eine sehr ruhige Herde ist.

Bei Buffy speziell habe ich beobachtet, dass sie eine andere Distanz einh√§lt, was h√§ufig zu Konflikten f√ľhrt. Beispiel: Buffy steht am Wasser, ranghohes Pferd kommt und "schickt" sie mit angelegten Ohren weg. Buffy geht brav einen Schritt zur Seite. Das reicht dem ranghohen Pferd aber nicht, das wollte vielleicht 2 Meter. Also bekommt Buffy recht h√§ufig Pr√ľgel von den anderen Pferden, weil sie einen entspannteren Umgang mit Drohgeb√§rden hat. Ich kann es mit Tierarztrechnungen beweisen....

Aber 3 Wallache sind auch nach meinem Empfinden eine ungl√ľckliche Zahl.... Wie sieht es mit einem 4. Equiden aus?
Sonst kann man nur "das √ľbliche" machen, damit Pferde Freunde werden...
Gemeinsam lange Ausritte, zusammen Hänger fahren, ….

LG
Claudia

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Janabaer
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BeitragVerfasst am: 03.04.2020, 18:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Max und Oskar passten hervorragend zusammen. Die schenkten sich nichts.
Obwohl später festgestellt wurde, dass Oskar nur Teil-Kastriert war, hatte er Shetty Max in der Beziehung die Hosen an und das Muli hat sich untergeordnet.

Es waren aber halt nur zwei und damit automatisch aufeinander angewiesen.
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Mar de Rocas
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BeitragVerfasst am: 12.04.2020, 09:25    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich denke, da√ü die ihren Stand zu einender kl√§ren m√∂chten, sich aber evtl. einfach nicht gr√ľn sind, wenn dann der Platz noch begrenzt ist, so da√ü sie sich st√§ndig auf der Pelle h√§ngen m√ľssen, gibt es √Ąrger.
Wir haben 2 Wallache, die sind beste Kumpels, mit 5 Stuten zusammen, alles Maultiere.
Einer der Wallache ist unser Ordner, der greift teilweise sehr hart durch, wenn sich einer daneben benimmt. Bei einem Haufen pubertierender Weibsleute sieht er sich ab und zu dazu genötigt, bevor die gar zu frech werden. Aber er jagt sein "Opfer" dann eher, und beist auch mal in den Hintern, aber wenn er klar gestellt hat was ihn stört, dann ist auch wieder gut und er ist lieb mit ihnen.
Wir hatten vor 3 Jahren aber auch mal einen 3. Wallach dabei...der bekam von Anfang an auf die Ohren, erst nur vom "Ordnungsmuli", mit dem anderen Wallach hat er anfangs noch gespielt...Aber das wendete sich dann mit der Zeit und unsere beiden alteingesessenen Wallache gingen auf ihn los...man kann es wirklich als Mobbing bezeichnen.
Gl√ľcklicherweise war der Wallach nicht unserer und ging dann nach einem halben Jahr nach Deutschland.
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roschels
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BeitragVerfasst am: 14.04.2020, 08:08    Titel:   Antworten mit Zitat

Beißen an der Kehle habe ich bei meinen Equiden bisher noch nicht beobachten können.
Wenn Wotan gut gelaunt was losmachen m√∂chte, packt er gerne die Zwerge in der M√§hne, hebt sie etwas hoch, sch√ľttelt sie und l√§sst sie gleich wieder los. Die Zwerge verstehen die Aufforderung und machen gerne irgendwelche Spielchen mit.

Da mir bekannt ist, dass Schwarzw√§lder Ramires bei Neuzug√§ngen extrem heftig werden kann, lasse ich neue Tiere nie gleich zusammen laufen. Wenn sie √ľber einen l√§ngeren Zeitraum (ca 1 Monat) auf nebeneinandergelegenen Wiesenteilen stehen und ich erkennen kann, dass die Attacken seitens Ramires deutlich nachlassen, kann der Neuzugang schrittweise integriert werden.

Wotan ist der Sozialminister seiner Herde. Wenn Ramires ein anderes Pferd attackiert, versucht er, das zu verhindern, indem er zwischen bie beiden springt, so dass Ramires die Richtung √§ndern muss und der Gejagte einen Vorsprung bekommen kann. Das macht er auch durchaus √ľber einen l√§ngeren Zeitraum, bis Ramires das Ganze zu bl√∂d wird und aufh√∂rt.

Wotan selbst kann auch attackieren, das passiert allerdings nur in Ausnahmefällen, wie z. B. direkt nach Ende der Weidezeit den ersten Tag nur Offenstall und Auslauf ohne Weidegang. Dann kann er stundenlang den Zwergen hinterherlaufen, die allerdings die Möglichkeit hben, unter einer Abspannung hindurch abzutauchen. Am Folgetag ist in der Regel alles ruhig.

Was Claudia schreibt √ľber Mulis Verst√§ndnis von Distanz kann ich bei Wotan auch feststellen. Er l√§sst sich von Ramires auch wegschicken mit nur einem Blick - aber er weicht auch nur einen Schritt beiseite. Das reicht Ramires meistens nicht. Wenn der daraufhin die Drohgeb√§rde versch√§rft, h√∂re ich von Wotan Laute, die deutlich machen, dass er es ungerechtfertigt findet, dass er noch mehr weichen soll. Auch dann weicht er nur einen weiteren Schritt.

Wenn Wotan Begegnung hat mit anderen Equiden, sei es, dass diese auf einer benachbarten Wiese stehen oder uns unterwegs begegnen, m√∂chte Wotan immer am liebsten nach einmal schnuppern direkt Vollk√∂rperkontakt - was den Pferden in aller Regel viel zu fr√ľh ist. Wotan ist zwar mittlerweile 11 Jahre alt, aber wirklich verstehen kann er das immer noch nicht...
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Santa
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BeitragVerfasst am: 14.04.2020, 10:33    Titel:   Antworten mit Zitat

Ach, Wotan w√ľrde sich gut mit Buffy verstehen. Sie wirft sich auch immer dazwischen, wenn ein neues Pferd gejagt wird und ich habe bei jeder Begegnung im Wald mit anderen Pferden die Diskussion, ob wir die nicht mal beschnuppern k√∂nnten...
Ist aber durchaus liebenswert...
lg
Claudia

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