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Arbeit am "langen Z├╝gel" nach Stahlecker   
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Carmen
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Alter: 45
Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.08.2010
Beitrńge: 30

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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 20:00    Titel:   Antworten mit Zitat

Hm, ich w├╝rde Stahlecker jetzt nicht unbedingt mit den alten Meister etc. vergleichen. Schon gar nicht w├╝rde ich ihn in die Ecke "L├ęg├Ęret├ę" stecken.

Der Herr ist extrem umstritten, sicher nicht zu Unrecht. Er wei├č, was er tut, und er kann mit Pferden. Er hat den - sehr guten Ansatz - das Tier erst am Boden auszubilden, ehe sich ein Reiter draufsetzt. Er l├Ąsst Drei- oder Vierj├Ąhrige an der Hand piaffieren, um sie f├╝r das Reiten vorzubereiten.

Ich bekomme aber heftige Bauchschmerzen, wenn ich sehe, wie die Tiere verschnürt werden. Ja, er arbeitet am Kappzaum. Er lehnt ausbinden am Gebiss rigoros ab. Das ist mir sympathisch. Dennoch hat er soviel Leder am Tier, dass ich mich dabei nicht wohl fühle. Er schnallt alle naselang die Hilfszügel um, so dass das Tier nicht permanent - wie so oft beim Longieren oder Ähnlichem praktiziert - in der gleichen Haltung gehen muss. Es ist also sicher nicht der schlechteste Weg.

Aber wie gesagt, ich mag es freier und leichter. Ohne Hilfsz├╝gel. Ohne abenteuerliche Verschnallungen. Zudem ist mir der Herr zu resolut. Die Arbeitsatmosph├Ąre - die ich nur von Videos von ihm und seinen Sch├╝lern kenne - ist mir nicht so angenehm, wie ich es gerne h├Ątte. Es ist mir zuviel (psychischer?) Druck dabei.

Trotzdem ein sehr interessanter Ansatz, den er da hat.

_________________
"Die Seele des Pferdes ├Ąu├čert sich nur denjenigen, die sie suchen." Gustav Rau
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sancho
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Anmeldungsdatum: 11.08.2010
Beitrńge: 590

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BeitragVerfasst am: 27.10.2010, 10:10    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi Carmen,
Zitat:
Hm, ich w├╝rde Stahlecker jetzt nicht unbedingt mit den alten Meister etc. vergleichen. Schon gar nicht w├╝rde ich ihn in die Ecke "L├ęg├Ęret├ę" stecken.

ich wei├č ja nicht ob wir vom gleichen Stahlecker schreiben, ich dachte Susanne meint Fritz Stahlecker!
Nun vergleichen sicher nicht,aber er orientiert sich auch an deren Erkenntnisse...und er kritisier den einen oder anderen...wie zum Beispiel Pluvinel.
Stahleckers Methode Pferde auszubilden orientiert sich m.E. sehr wohl an der L├ęg├Ęret├ę,
"Hier mal der R├╝ckentext seines Buches "Handarbeit f├╝r junge Dressurpferde""Fritz Stahlecker, Textilingenieur, Jahrgang 1925, hat seit seiner Kindheit mit vor allem schwierigen Pferden zu tun. Der gr├Â├čte Fehler im Umgang mit Pferden ist seiner Meinung nach die Z├╝gelgewalt. Inspiriert von der L├ęg├Ęret├ę der romanischen Reiterei entwickelte er seine Ausbildungsmethode, mit der er zahlreiche Pferde bis zur schwersten Klasse f├Ârderte."

Ich finde alleine seine Aussage "der deutsche Z├╝gel sei zu hart"(damit spielt er darauf an, dass in deutschen Reitst├Ąllen h├Ąufig gelehrt wird, die "Anlehnung"an einem leicht gespannten Kandarrenz├╝gels zu erkennen) der Kandarrenz├╝gel sollte seiner Ansicht nach 1-3cm durchh├Ąngen-setzt ihn in die Ecke der L├ęg├Ęret├ę. Gibt aber noch andere Beispiele.

Der Kappzaum dient der Ausbildung von Jungen oder schlecht ausgebildeten Pferden, sehr wohl arbeit er bei der Ausbildung auch mit Trense und Kandarre.

Zitat:
Der Herr ist extrem umstritten, sicher nicht zu Unrecht
stimmt, aber wohl eher weil er fundamentale Kritik an den herk├Âmmlichen Ausbildungsmethoden ├Ąu├čert!

Vom Ausbinden halte ich allerdings nichts!
Nur mal so...
Winkewinke
sonniger Gru├č von Peter

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Umlasten und verschieben von Gewicht, mehr ist Reiten nicht! Gib der Bewegung eine Chance und finde die Balance! ┬ę P.R.
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Susanne
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Anmeldungsdatum: 20.10.2005
Beitrńge: 609
Wohnort: Raum Freiburg
Entfernung: 0 km
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BeitragVerfasst am: 27.10.2010, 13:21    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich meine auch Fritz Stahlecker. Nat├╝rlich ruft jede Methode, die sich nicht genau an der ├╝blichen FN Reiterei orientiert, auch sofort Kritik hervor.
Ich hatte ja die Gelegenheit, seine Methode in einem Kurs bei einer Sch├╝lerin von ihm kennenzulernen. Da kann man auch den Sinn von dieser Ausbinderei erkennen.

Die Methode ist richtig angewendet sehr pferdefreundlich. Er arbeitet weder mit Gebiss, noch mit einem herk├Âmmlichen Kappzaum. Der Schulungszaum sieht zwar auf den ersten Blick wie ein Kappzaum aus, ist aber ohne Eiseneinlage und total dick und weich abgepolstert. Damit kann und soll kein Zwang ausge├╝bt werden. Die Hilfsz├╝gel sind zum Erlernen der schwierigeren ├ťbungen n├Âtig, da man nur mit dem Langen Z├╝gel von hinten ja keinerlei Stellung und Biegung anfragen kann. Aber das wird immer nur in kurzen Reprisen so gemacht, dann wird umgeschnallt. Also nicht vergleichbar z.B. mit Schlaufz├╝geln, wo die Pferde eine ganze Stunde so laufen m├╝ssen.

Ich selber hatte doch Probleme mit den langen Z├╝geln, ich war einfach zu weit weg damit vom Muli. F├╝r die Methode mit Hilfsz├╝gel eine Biegung zu erreichen, war Tira in ihrem damaligem Ausbildungsstand viel zu steif. Ich bin deshalb auf die Handarbeit am kurzen Z├╝gel umgestiegen, die Basis├╝bungen: Stellen, Biegen, ├ťbertreten, Schulterherein kann man da leichter ausf├╝hren, da man noch mit der Hand z.B. die Biegung unterst├╝tzen kann.

Gr├╝├če Susanne
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Carmen
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Anmeldungsdatum: 21.08.2010
Beitrńge: 30

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BeitragVerfasst am: 31.10.2010, 14:18    Titel:   Antworten mit Zitat

Ich meine nat├╝rlich Fritz Stahlecker. Ich wei├č, dass er z.B. die FN kritisiert.
Ich wei├č, dass er einen Lederkappzaum ohne Einlage benutzt. Ich wei├č auch, dass er teilweise sehr vern├╝nftige Ansichten hat. Teilweise aber eben auch welche, die mir nicht gefallen. Ich w├╝rde mich selbst als L├ęg├Ęret├ę-Anh├Ąnger bezeichnen, und ich mag z.B. Philippe Karl sehr. Stahleckers Methode dagegen w├╝rde ich nicht anwenden wollen. Wie gesagt, die Pferde sind mir zu sehr "verpackt". Mir sind nackte Pferde lieber, die gelernt haben, bestimmte Haltungen freiwillig und aus der eigenen K├Ârperbeherrschung heraus einzunehmen.

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Sueno
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Anmeldungsdatum: 14.08.2010
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BeitragVerfasst am: 01.01.2011, 01:40    Titel:   Antworten mit Zitat

Hab das Buch "Gymn. Arbeit an der Hand" auch und kann es nur empfehlen.
Es ist, im Gegensatz zu anderen "Lehrb├╝chern" sehr gut aufgebaut und sch├Ân langsam erkl├Ąrt und gut bebildert.
Ein Buch, das bei mir ganz viel im Einsatz ist und nicht einfach nur im Regal verstaubt..
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Emily
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Alter: 40
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Anmeldungsdatum: 10.11.2005
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BeitragVerfasst am: 29.05.2012, 15:15    Titel: R├╝ckw├Ąrtsrichten bei der Langz├╝gelarbeit   Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

ich mache mit meinem Welsh A momentan regelm├Ą├čig Langz├╝gelarbeit und werde dabei von meiner Reitlehrerin unterrichtet. Auch wenn oder gerade weil der Welsh ein absolutes Pulverfass ist und lieber piaffiert, als "Kruppheraus" zu gehen, macht mir das unglaublich viel Spa├č.
Da mein Maultier Emily ja an Kutschen ziehen so gar keinen Spa├č hat, dachte ich, dass Langz├╝gelarbeit auch f├╝r sie was sein k├Ânnte und dachte ich fange mal mit den Grundlagen an.
Es h├Ârt aber schon bei der ersten Grundlage, dem einfachen R├╝ckw├Ąrtstreten mit Emilys Mitarbeit auch schon auf. Madame geht einfach nicht r├╝ckw├Ąrts, sondern buddelt wie ein Trotzkind mit den Vorderbeinen lieber L├Âcher in den Platz, wenn ich sie mit Stimme, K├Ârpersprache und Z├╝gelhilfe animieren will, r├╝ckw├Ąrts zu gehen. Sie wei├č definitiv was sie soll, aber sie will einfach nicht.
Bei der sonstigen Bodenarbeit mit langem Strick geht sie problemlos und motiviert vorw├Ąrts, r├╝ckw├Ąrts und seitw├Ąrts auf Fingerzeig.
Ehrlich gesagt habe ich auch noch nie erlebt, dass Emily keine Lust hat oder nicht mitarbeitet und bin da irgendwie ratlos, bzw. wei├č nicht wie ich damit umgehen soll.

Habt ihr ├Ąhnliche Erfahrungen mit dem R├╝ckw├Ąrtrichten gemacht, ist das maultiertypisch oder was k├Ânnte da das Problem sein?

Viele Gr├╝├če,

Nora
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luna
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BeitragVerfasst am: 06.06.2012, 19:23    Titel:   Antworten mit Zitat

hmm, wenn sie's nur bei der Langz├╝gelarbeit nicht macht k├Ânnte ich mir vorstellen, dass sie vielleicht hemmungen hat, r├╝ckw├Ąrts auf dich zuzugehen, weil sie es als extrem "unh├Âflich" empfindet? meine mulinette zumindest ist so eine "h├Âflichkeitsk├Ânigin". ich wei├č nicht, wie innig emily und du seid? reyki kann ich inzwischen r├╝ckw├Ąrts auf mich zu holen (am strick, frei oder durch "am schweif ziehen" Gro├čes L├Ącheln - arbeit am langen z├╝gel haben wir noch nicht gemacht) bis sie mit dem hintern an mich andockt, aber sie ist dabei immer sehr vorsichtig, und in den ersten jahren w├Ąre das sicherlich nicht m├Âglich gewesen... denn sie ist immer sehr bedacht, den pers├Ânlichen raum des anderen zu respektieren und wenn sie eindringt zu zeigen, dass es in friedlicher absicht passiert (es gibt nat├╝rlich ausnahmen - wenn sie sehr genervt ist). und die friedliche absicht ist mit dem popo so schlecht zu zeigen Blinzeln Zunge rausstrecken
auf pferde geht sie wirklich wenn ├╝berhaupt nur r├╝ckw├Ąrts zu, wenn das andere mit deutlicher drohhaltung auf sie zugeht und sie sich in die ecke getrieben f├╝hlt - und dann folgt auch ein in die luft keilen. also eindeutig keine friedliche absicht...
als beispiel f├╝r reykis konsequentes nicht befolgen meiner aufforderung aus "h├Âflichkeit" was ich noch nicht beheben konnte: sie geht brav in den h├Ąnger. manchmal bei der ersten, manchmal erst bei der dritten bitte/aufforderung. ist allerdings schon ein anderes tier im h├Ąnger habe ich keine chance. sie will nicht in den pers├Ânlichen raum des anderen tieres eindringen. wenn eine person sich neben den kopf des drinnen stehenden tieres stellt, geht es ein st├╝ckchen weiter auf der rampe, wenn das andere tier sie anguckt geht es h├Âchstens mit den vorderhufen auf die rampe. ich akzeptiere das einfach so und denke, dass sie vielleicht irgendwann mit einem anderen tier so innig ist, dass es doch geht. aber bisher war das eben noch nie der fall, zumindest nicht mit denen, mit denen sie h├Ąnger gefahren ist.
zur├╝ck zu deinem problem: kannst du genau hinter deinem muli stehen, ohne das es dadurch irgendwie beunruhigt oder agressiv wird? sonst w├╝rde ich das erst ├╝ben ├╝ber ann├Ąherung und r├╝ckzug. und dann viel zeit am hinterteil verbringen, sowohl neutral mit entspannter k├Ârperhaltung als auch mit kraulen an derschweifr├╝be oder was auch immer dein muli mag L├Ącheln und dann mal einen schritt r├╝ckw├Ąrts machen und gucken, ob es dir vielleicht mit dem popo folgt, weil das kraulen gerade so sch├Ân war Gro├čes L├Ącheln
kann sein, dass ich total auf dem holzweg bin, kenne euch ja nicht und hab euch nicht bei der ├╝bung gesehen. sind halt nur meine gedanken, wenn ich mir das ganze mit meinem muli vorstellen w├╝rde Peinlichkeit
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Emily
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BeitragVerfasst am: 24.06.2012, 21:26    Titel:   Antworten mit Zitat

Hmm, unter dem Aspekt der H├Âflichkeit habe ich die Sache noch nicht betrachtet, klingt einleuchtend.
Ich wei├č aber nicht, ob es auf Emily zutrifft, da sie in Perfektion frei r├╝ckw├Ąrts einparken kann, wenn sie am Schweif gekrault werden will. Ansonsten schicke ich sie grunds├Ątzlich gern vor und da kann ich auch bis auf eine Nulldistanz an sie ran.

Wir sind eigentlich schon ziemlich innig, zumindest auch sehr gut eingespielt, hatten ja auch schon 7 Jahre Zeit daf├╝r. L├Ącheln

Mir ist aufgefallen, dass sie es momentan allgemein nicht so mit dem R├╝ckw├Ąrtsgehen hat, ich denke das muss ich mal wieder auffrischen. Wenn ich dann die Verkn├╝pfung der K├Ârpersprache und dem sprachlichen Kommando deutlich ├╝be, sollte es ja eigentlich klappen.

Ich habe heute meinen zweij├Ąhrigen Tinker zum ersten Mal am Langz├╝gel vorgeschickt und der hat sofort beim ersten Anlauf geschnallt, was er soll, als es ums R├╝ckw├Ąrtsgehen ging. Allerdings hat der Tinker genetisch bedingt nun ja ├╝berhaupt keine Individualdistanz, der w├╝rde also auch nicht auf die Idee kommen, aus H├Âflichkeit zu z├Âgern.

Auf H├Ąnger geht Emily auch sehr viel schlechter, wenn ihr Kumpel schon drauf steht.

Vielleicht geht sie tats├Ąchlich bei der Langz├╝gelarbeit nicht gern r├╝ckw├Ąrts, weil sie mich ja nun gar nicht sehen kann, wenn ich direkt hinter ihr stehe, aber dann verstehe ich andererseits ihre eindeutig "bockige" Reaktion auch nicht.

Ich werde mich demn├Ąchst mal versetzt hinstellen, vielleicht funktioniert es dann ja besser.

Ich bin jedefalls sehr dankbar ├╝ber den H├Âflichkeitsansatz und beobachte dann mal weiter...
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sancho
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BeitragVerfasst am: 25.06.2012, 06:18    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Madame geht einfach nicht r├╝ckw├Ąrts, sondern buddelt wie ein Trotzkind mit den Vorderbeinen lieber L├Âcher in den Platz,
"Wiesu denn blu├č, wiesu tut sie su?" Blinzeln
Equiden scharren niemals aus "Trotz" oder weil sie "bockig" sind mit den Hufen!
Zitat:
aber dann verstehe ich andererseits ihre eindeutig "bockige" Reaktion auch nicht.

Ich w├╝rde ersteinmal eine etwas "wohlwollendere" Interpretation probieren, daraus ergeben sich dann oft Handlungsm├Âglichkeiten...wie z.B. Luna vorgeschlagen hat!

Gru├č

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Emily
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BeitragVerfasst am: 30.06.2012, 23:23    Titel:   Antworten mit Zitat

@ Sancho:
Gut, dann formulieren wir das "bockig" und "trotzig" in unwillig um, ist es dann besser? Es tut mir leid, falls meine vermenschlichte Formulierung anscheinend nicht genug im Equidenfachterminus gehalten war... Blinzeln Ich kenne meine Stute seit sie sechs Monate alt ist und ich bin mir sicher, sie scharrt mit den Hufen wenn ihr etwas nicht zusagt. Ein Beispiel: Wenn ich vor dem Paddocktor stehe und sie mit will, aber ich sie nicht hole, sondern ein anderes Tier, dann versucht Emily, methaphorisch dargestellt, sich unter dem Beton durchzubuddeln.
Ist sie angebunden und sieht eine Wurmkur, zeigt sie das gleiche Verhalten. Logischerweise findet sie Wurmkuren ziemlich doof.

Aber vielleicht liege ich ja auch v├Âllig falsch, warum scharren denn domestizierte Equiden in derartigen Situationen mit den Hufen?
Ich meine jetzt nicht das Scharren vorm W├Ąlzen oder das Scharren im Sinne von Betteln.

Viele Gr├╝├če,
Nora
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loonylovegood
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BeitragVerfasst am: 01.07.2012, 08:05    Titel:   Antworten mit Zitat

ich bin zwar nicht Sancho,aber

...das Scharren mit den Hufen ist eine sogenannte ├ťbersprungshandlung, d.h. sie wird ersatzm├Ą├čig vorgenommen, weil das, was das Tier eigentlich tun m├Âchte, nicht m├Âglich ist (physisch oder psychisch). Um bei deinen Beispielen zu bleiben: Emily m├Âchte mit dir kommen, steht aber am geschlossenen Paddocktor: Scharren. Emily ist angebunden, sieht die Wurmkur, w├╝rde lieber keine Wurmkur bekommen, ist aber angebunden und/oder zu gut erzogen, diese zu verweigern: Scharren.
Vielleicht ist das bei der R├╝ckw├Ąrtsgeschichte auch so - Sie versteht nicht, was du von ihr willst ODER m├Âchte nicht mit dem Popo in deinen Individualabstand eindringen, w├╝rde lieber weggehen/sich rumdrehen/was auch immer anderes tun: Scharren. verwirrt

Die Mutter meines Mulis macht das h├Ąufig, wenn ich sie von der Koppel hole - eigentlich weiss sie, das Mensch Arbeit bedeutet, aber auch Zuwendung, Belohnung, gar ein Leckerchen. Zum Weglaufen ist sie zu gehorsam, also scharrt sie und bleibt stehen.

Ich vermenschliche das aber auch gern, indem ich sage, sie w├╝rde am liebsten im Erdboden verschwinden... Blowkist

Eine andere ├ťbersprunghandlung ist zum Beispiel G├Ąhnen. H├Ąufig zu sehen in der Herde bei kleineren Rangordnungsk├Ąmpfchen. Da wird ein rangniedrigeres Tier zwei, dreimal von einem Platz weggeschickt, der Unterlegene guckt auf einmal ganz unbeteiligt und g├Ąhnt (obwohl er es wohl lieber ein viertes Mal versuchen m├Âchte). Sieht man auch oft, wenn man Horsemanshipm├Ą├čig arbeitet, speziell am Anfang.

LG, Loony
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sancho
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Anmeldungsdatum: 11.08.2010
Beitrńge: 590

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BeitragVerfasst am: 01.07.2012, 20:47    Titel:   Antworten mit Zitat

loony, ich h├Ątte es nicht besser beschreiben k├Ânnen!(allerdings w├╝rde ich das "G├Ąhnen" nicht zum Vergleich heranziehen, meiner Ansicht nach ist DAS etwas anderes, um bei deinem HerdenrangBsp. zu bleiben:"Entspannung"-Situation ist gekl├Ąrt...aber ich erhebe keinen Anspruch auf richtiges "Equidisch" ├╝bersetzen" Blinzeln )
"Gescharrt" wird naturgem├Ą├č nur aus zwei Gr├╝nden...Futtersuche z.B. unterm Schnee...oder Pr├╝fung des Bodens z.B. zum w├Ąlzen. alles andere sind Handlungen die WIR gemacht haben, deshalb sind WIR daf├╝r verantwortlich...nicht unsere Tiere.
Wie oft sehe ich angebundene Tiere die am Anbinder scharren...das ist "Hausgemacht".
"Unwillig"...hmmm...wie du es beschreibst w├Ąre mir "unsicher" lieber, aber ich muss ja nicht mit deinem Tier klar kommen Blinzeln, soll auch kein Equidenfachterminus sein...ist doch nur MEINE Ansicht, wenn Du denkst es ist Trotz oder Unwilligkeit ...warum nicht?!?

Zitat:
Ich meine jetzt nicht das Scharren vorm W├Ąlzen oder das Scharren im Sinne von Betteln.
Das Scharren im Sinne von Betteln ist einfach unbewu├čt anerzogen....z.B. durch aus der Hand f├╝ttern...oder am Anbinder um "Aufmerksamkeit" betteln. Das ist von Mensch gemacht...das Scharren vor dem W├Ąlzen ist eine v├Âllig nat├╝rlich Handlung...meine ich!
Zitat:
warum scharren denn domestizierte Equiden in derartigen Situationen mit den Hufen?

Loony hat es ja schon sehr gut beschrieben!
Beispiel Paddocktor:
wieviel Aufmerksamkeit hat Dein Tier bekommen als es damit angefangen hat? Sowas z.B.: "Nein meine S├╝├če, du bist morgen wieder dran!"-noch ein Sreichler zum Trost??? oder so ├Ąhnlich, jedenfalls was ich so Beobachtet habe, will nicht sagen das es bei Dir so war/ist. Scharren am Anbinder, da wird dann schon gemeckert...einige legen sich richtig auf die Lauer, wenn es wieder scharrt...um ja denn "richtigen" Moment f├╝r die Mecker nicht zu verpassen!
ÔÇťDie Tiere haben uns nicht darum gebeten, domestiziert zu werden. Wie k├Ânnen wir uns dann erdreisten, sie daf├╝r verantwortlich zu machen, wenn die Dinge schlecht laufen? Wir m├╝ssen zun├Ąchst die Ursachen finden, und daf├╝r ben├Âtigen wir nichts weiter als einen Spiegel.ÔÇť ist nat├╝rlich nicht von mir, passt aber ganz gut finde ich.
Was ist die Ursache f├╝rs Scharren deines Tieres? Unsicherheit? ├ťbersprungshandlung?...ankonditioniert? Die Ursache liegt bei Dir, nicht bei Deinem Tier!
Bitte nicht ├╝bel nehmen...ich bin norddeutsch direkt und fehlerhaft!!..kann auch alles ganz anders sein.
wenn es mit meinen Tieren schlecht l├Ąuft, versuche ich mir ein passendes Adjektiv zu verpassen...wie ungeduldig, unwissend, blind, zu langsam, unaufmerksam, inkonsequent.u.s.w. und nicht mehr dem Tier den "schwarzen Peter" zuzuschieben...wie trotzig, unwillig oder so. Meine Art mit den Dingen umzugehen!


sonnige Gr├╝├če

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