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Bodenarbeits-Praxis-Thread   
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Beate
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Anmeldungsdatum: 26.02.2004
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BeitragVerfasst am: 22.02.2009, 21:59    Titel: Bodenarbeits-Praxis-Thread   Antworten mit Zitat

Hi,
auf "besonderen Wunsch" er├Âffne ich dieses Thema. L├Ącheln
Es soll dazu dienen, hier einen Austausch um die Bodenarbeits-Praxis zu f├╝hren; Probleme bei einzelnen ├ťbungen zu analysieren, neue ├ťbungen vorzuschlagen, zu diskutieren, verschiedene Herangehens- und Sichtweisen zu einzelnen ├ťbungen. Gerne k├Ânnen auch Fotos und/oder Videos besprochen werden.
Ich freue mich auf einen regen Austausch.
Gruss
Beate

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Schwimm' gegen den Strom; denn nur an der Quelle kannst Du den Lauf des Flusses ver├Ąndern!
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ninjo
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Anmeldungsdatum: 06.03.2004
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BeitragVerfasst am: 23.02.2009, 09:44    Titel: kappzaun/doppellounge   Antworten mit Zitat

sehr gute idee Blinzeln
ich hab zwar ab und zu eine bodenarbeits-lehrerin, die nach natural horsemanship arbeitet, aber halt nur selten.
nun steht ja in beates tagebuch die geschichte mit dem sich-los-rei├čenden-kaltblutwallach-barney. ich hab geantwortet, dass ich ├Ąhnliche probleme (manchmal) habe. nun loungiere ich ja eigentlich mit knotenhalfter, oder im roundpen frei. letzteres m├Âchte ich auch auf dem gr├Â├čeren platz vertiefen. es klappt im schritt und im trab bedingt auch schon recht gut. das ist mein ziel, aber ich bin noch laaaange auf dem weg. nun meine frage - loungiert jemand von euch mit kappzaum? wenn ja, warum und welche erfahrungen habt ihr damit gemacht? eigentlich will ich es ja auf die "sanfte" art, aber das losrei├čen hin und wieder will ich auf jeden fall vermeiden. und m├Âglicherweise hat man mit einem kappzaum bessere einwirkung?
dann - loungiert jemand von euch mit doppellounge?
ich bin zurzeit etwas gefrustet, was das arbeiten mit dem muli angeht. mag ja auch sein, dass ihre sinne so in richtung weidesaison gehen. aber trotzdem muss ein anst├Ąndiges arbeiten ja drin sein...
├╝brigens war unser pferd vorgestern ├Ąhnlich meschugge beim reitunterricht. eine viertelstunde hat es gedauert, bis aus dem galloppierenden warmbl├Âd ein arbeitswilliges pferdchen wurde..

gru├č
jo
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Gast87
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BeitragVerfasst am: 23.02.2009, 11:30    Titel:   Antworten mit Zitat

Hy Jo

Ich bin ja kein so ein Freund vom Longieren ,wenn man nur das Pferd/ Muli am einem Halfter/ Schnurhalfter hat . Eigentlich geht oder rennt das Pferd/Muli nur im Kreis . Meist mit der Kopfstellung nach aussen und da hat es alle M├Âglichkeiten den am anderen Ende durch die Halle / Platz zu ziehen . Eine gute M├Âglichkeit ist ein Loniergurt mit Kappzaum und Ausbinder . Wobei der innere Ausbinder ein wenig k├╝rzer geschnallt sein sollte um Pferd/Muli eine Innenstellung zu geben . Aber was ich so bei unsern Einstellern sehe ,ist nur Bewegung f├╝r Pferd und oft auch Mensch .

Meine Bodenarbeit mache ich nur mit Sidpull ,Doppellonge und Longiergurt . Wobei statt des Longiergurtes auch ein Sattel geht . Ich habe eine 10 m Longe ( d├╝nnes Bergsteigerseil vom Baumarkt mit Karabienern an den Enden ) , gehe damit beim Longiergurt durch die unteren Ringe oder beim Sattel durch die Steigb├╝gel . Dann h├Ąnge ich die Karabiener links und rechts am Sidepull ein . So kann ich beim Longieren wie bei den Z├╝geln das Pferd / Muli stellen wie ich es will und zudem ; da die Longe ja tief um die Hinterhand geht , durch Zug dessen und meine K├Ârperposition gegen├╝ber Pferd/ Muli treibenden Hilfen geben und ich kann auch die Hinterhand holen Um das Pferd /MUli zum Stehen zu bringen ,nehme ich den Aussenz├╝gel an .Damit vermeide ich das Pferd/Muli sich beim Stehenbleiben zu mir dreht und gerade stehen bleibt .
Funktioniert das links und rechts , gehe ich auf die Gerarde und hinter dem Pferd/ Muli hinterher . Da es ja jetzt die Hilfen von Biegung und Stehenbleiben kennt , kann ich so hinter dem Tier herlaufen ,Vorder u. Hinterhandwendungen machen , an der Hallenwand oder Zaun die ersten Seitw├Ąrtsschritte ├╝ben . Ich arbeite da auch sehr viel f├╝r jedes Man├Âver mit einem anderen Stimmlaut .Zudem sollte man darauf achten,das man sich relativ knapp hinter den Pferd/Muli befindet . Bei zu viel Abstand kann man die Hilfen nicht so schnell wie es braucht und vorallen nicht so fein geben .
Die Holzarbeiter die mit ihren Kaltbl├╝teren in den Wald gehen ,machen es auch so ├Ąhnlich nur das die andere Bewegungsabl├Ąufe des Pferdes brauchen .

Ich habe das so bei allen Jungen und auch verdorbene Pferden so gemacht und auch bei MIkado . Man mu├č halt soviel Kenntnis haben ,das man schon vorher wei├č wenn vom Pferd /Muli ein Schu├č nach hinten los geht . Wenn nicht merkt man es auch gleich L├Ącheln . Ist mir aber noch nicht passiert .

Und wenn man ein Pferd/ Muli so vorbereitet hat und dadurch auch das n├Âtige Vertrauen des Tieres gewonnen hat , ist es auch kein Problem mehr , es zu reiten .
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Caprivi
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Alter: 64

Anmeldungsdatum: 11.10.2004
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BeitragVerfasst am: 23.02.2009, 12:42    Titel:   Antworten mit Zitat

F├╝r mich ist die Bodenarbeit nicht so einfach einzuordnen um Jo┬┤s Frage zu beantworten.
Als erstes mache ich die Bodenarbeit zur Verbesserung der Kommunikation. Dazu geh├Ârt f├╝r mich das Erlernen einer f├╝r das Tier verst├Ąndlichen K├Ârpersprache, und f├╝r das Tier das kennenlernen der Hilfsmittel.
Als zweites kommt dann die Bodenarbeit zum Trainieren in velf├Ąlltiger Form.

F├╝r den Umgang mit Rafaela nutze ich ausschlie├člich das Knotenhalfter und zum Reiten das B├Ąndele von Rai.
Probleme mit dem Tier m├Âchte ich nicht ├╝ber mechanische Hilfsmittel zu konztollieren versuchen, da sie meine Einwirkung verst├Ąrken und ich keine korrekte Kontrrolle ├╝ber den Druck habe, der entsteht.

Zum Problem mit dem Losreissen:
Wenn das Pferd /Muli sich losreist, dann ist das f├╝r mich ersteinmal ein Problem der Sicherheit. Wenn das Tier nach au├čen zieht, will es ausweichen. Das entspricht seinem Fluchtreflex. Will ich dieses vermeiden, muss ich die Ursache beseitigen und dem Tier Sicherheit zu den Hilfsmitteln geben.
Mit den sich losreissenden Pferden habe ich einige Erfahrung auf dem Pferdeschutzhof in K├Âln wie auch mit unseren eigenen Tieren machen d├╝rfen, zuletzt auch mit Carina von Nadine.
Bei einem Tier, dass dazu neigt nach au├čen zu ziehen oder sich losreissen will, nutze ich neben dem Knotenhalfter ein langes Arbeitsseil von bis zu sieben Metern L├Ąnge. Zieht das Tier nach aussen kann ich den Druck, der daduch entsteht, aufrecht halten, dabei Seil geben, und ich habe dabei Zeit auch mich selber vorzubereiten um unter Beibehaltung des Drucks dem Tier zu folgen. Auf keinen Fall darf das Tier den Druck durch diese Reaktion loswerden, weil es damit dann etwas Positives verbindet und lernt. Wenn es sich mal losreist ist das noch kein Problem, aber wenn es immer wieder gelingt, lernt es etwas nachhaltig, was besonders bei den Mulis ein Problem ist.
Beim Circling mache ich es erst in kurzer Entfernung, dann mit gr├Â├čerem Abstand, bis das Tier sich biegt und dem "Zug" am Seil entspannt nachgibt. Dann erst versuche ich den Trab. Dabei kommt auch wieder der Zug nach au├čen. Beim Circling wird nicht getrieben. Nachdem das Tier geht wird kein treibender Druck gemacht. Damit bleibt nur der Zug auf das Seil, dem das Tier nachgeben und sich so biegen soll. Klappt das im Trab kommt der Galopp. Hier ist zu ber├╝cksichtigen, dass der Galopp eigentlich die Gangart f├╝r die Flucht ist und somit auch entsprechend Emotionen freisetzt. Diese muss das Tier auch ├╝berwinden lernen.
Dazu ist es hilfreich erst in einem Roundpen das entspannte Angaloppieren zu ├╝ben und dann in der Reitbahn das Galoppieren zu ├╝ben.
Mittlerweile kann ich Rafaela auch in der Reitbahn in den Galopp bringen, ohne das sie nach au├čen zieht.

Troubleshooting:
Wenn das Tier sich schnell abwendet und losreissen will und ich unter Aufrechterhaltung des Druckes nachgehen kann, brauche ich am Seil einen Slag, der mir eine Reaktion erlaubt.
Dazu mache ich mir zu nutze, dass das Tier den Hals normalerweise nicht anspannt. Also gebe ich das Seil frei, drehe mich gegen die Fluchtrichtung und halte das Seil so, das es meine H├╝fte umspannt, und stemme mich gegen den Zug der entsteht, wenn das Tier in das sich pl├Âtzlich spannende Seil rennt und dadurch sein Kopf zu mir rumgezogen wird. Wichtig, es muss durch den Zug ├╝berascht werden. Wenn es sich beim Starten schon gegen das Seil stemmt und den Hals fest macht habe ich keine Chance es durch die ├ťberraschung zu kontrollieren.
Wird das Tier an dem sich spannenden Seil rumgezogen steht man "pl├Âtzlich wieder in der Position des Leittieres. Das wirkt.

Ich muss aber darauf hinweisen, dass letztendlich ein sorgf├Ąlltiges Vorbereiten der Tiere auf die Hilfsmittel und Kommunikation erforderlich ist, damit das Beschriebene funktioniert. Dazu geh├Ârt das Nachgeben auf Zug und damit das Biegen.
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Beate
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BeitragVerfasst am: 24.02.2009, 16:17    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi,
ich bin ja auch selbst ein grosser Anh├Ąnger der Bodenarbeit - egal welcher Art.
F├╝r mich bedeutet sie eine fortw├Ąhrende Arbeit an der Verst├Ąndigung mit dem Tier, und gleichzeitig ist sie die perfekte Vorbereitung eines Tieres auf das Reiten. S├Ąmtliche ├ťbungen, die man vom Tier unter dem Sattel "verlangen" kann, k├Ânnen auch vom Boden aus durchgef├╝hrt werden. Und was vom Boden aus nicht klappt, ist meist schwierig unter dem Sattel zu erlangen. Trainieren m├Âchte ich Bodenarbeit nicht, ich m├Âchte gerne die Verst├Ąndigung stets verfeinern. Und die Hilfen bzw. Kommandos im richtigen Moment und f├╝r das Tier verst├Ąndlich gegeben, ist der beste Weg dahin. F├╝r mich ist jeglicher Umgang mit dem Tier, bei dem ich mich am Boden befinde, "Bodenarbeit". Dies beginnt f├╝r mich mit dem Anlegen des Halfters, dem F├╝hren im Stallbereich von A nach B, usw. Jegliche Aktion mit dem Tier sollte auf der gleichen Basis der Kommunikation sein, und nichts unbedacht geschehen.
Ebenso wie Holger m├Âchte ich auch weitgehend auf mechanische Hilfsmittel verzichten. Vor allem dann, wenn sie das Tier zu etwas "zwingen", und ihm keine andere M├Âglichkeit belassen. Ich w├╝nsche mir ein Tier, das "mit mir" ist, auch wenn ihm der Weg "ohne mich" offen steht. F├╝r die Bodenarbeit benutze ich meist ein Knotenhalfter oder Rope-Bosal, ab und zu - eher selten - einen Kappzaum, manchmal ein Stallhalfter, und manchmal - nichts. Je nach Tier, Situation, und momentaner Aufgabe.

Nun konkret zu der Sache mit dem Losreissen an der Hand.
Am Sonntag hatte ich mit Ute konkret folgende ├ťbung in Angriff genommen: Das Pferd longieren (bei uns ist das Longieren kein Laufen "nur" im Kreis; wir longieren auch Geraden, Schlangenlinien, Hufschlagfiguren, usw.), und dabei stets darauf achten, dass die Aufmerksamkeit - und damit Kopf, vor allem inneres Auge und Ohr - beim Menschen ist. Die setzt voraus, dass das Tier (mehr oder weniger je nach longierter "Figur") um den Menschen "gebogen" ist. Auf der rechten Hand macht dies Barney perfekt - ohne grosses Zutun des Menschen. Genau das Gegenteil dann auf der linken Hand. Er l├Ąuft nach aussen hohl, hat die ganze Aufmerksamkeit aussen, und demzufolge hier die gr├Âsste Tendenz, sich selbst├Ąndig zu machen. Daran wollten wir nun arbeiten, ohne ihn mechanisch einzuengen. Ich gab Ute die Anweisung, ihre Position gegen├╝ber Barney etwas weiter nach hinten zu verlagern; praktisch mindestens auf seiner Kruppenh├Âhe zu gehen - evtl. sogar dahinter. Sie hatte nun eine Gerte in der Hand (TATA!!), und versuchte damit, seinen inneren Hinterfuss zu animieren, mehr UNTER den Schwerpunkt zu fussen. Gelingt dies, so biegt sich das Pferd (Muli) automatisch. Dies ist beim Reiten genau das Gleiche. Und beim Biegen ist dann der Kopf bzw. die Aufmerksamkeit automatisch in Richtung zum Menschen gerichtet, und ein Losreissen sollte so nicht m├Âglich sein - vorausgesetzt, man kann diese Position halten. Wir hatten dann auch versucht, Barney in dieser Position antraben zu lassen, was anfangs sehr schwer war. Der Kopf sollte tendenziell beim Menschen bleiben, und das Tier so die Gangart wechseln. Beide taten sich mit dieser ├ťbung recht schwer. Gestern und heute arbeiteten wir daran, und es fiel bei beiden ein Groschen. Wundersch├Ân gebogen lief Barney um eine strahlende Ute. Dann hoffen wir, dass sie es auch in Alltagssituationen schafft, dass Barney seinen Kopf "bei ihr" beh├Ąlt, und somit ein Losreissen vermieden wird.
Jo, ich hoffe, Du konntest mit diesen Ausf├╝hrungen was anfangen? Vielleicht hat noch Jemand andere Tipps? Zu Deiner Frage bzgl. Kappzaum: Mit Kappzaum ist es wesentlich einfacher, ein Tier zum Biegen zu bekommen, da der Strick VOR der Nase des Tieres befestigt ist, und es somit ein Leichte(re)s ist, die Nase reinzuholen. Der Hebelwinkel ist eine ganz andere als mit Knotenhalfter, das unter dem Kinn befestigt ist. Daher sollte mit einem Kappzaum wirklich fein gearbeitet werden. In Schrecksekunden ist es sicher einfach, das Tier durch ein "Rumreissen" mit dem Kopf zu halten - andererseits ist die Gefahr wesentlich gr├Âsser, dass in dem Moment das Tier durch die Wucht einen Schaden nimmt.

Holger, an Dich h├Ątte ich eine Frage: K├Ânntest Du bitte mal konkret erkl├Ąren, wie Du Rafaela beigebracht hast, im Knotenhalfter seitlich nachzugeben? Da ist bei mir ein Schwachpunkt - vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig?

Gruss
Beate

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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 25.02.2009, 19:52    Titel:   Antworten mit Zitat

Dazu geh├Ârt eine ├ťbung am Boden, bei der man in H├Âhe der Sattellage steht. Nun bringt man leichten Zg auf das Seil, dass der Knoten waagerecht liegt. Nun streicht man mit der Hand entlang dem Seil dreimal Richtung Knoten, ├Ąhnlich dem Spiel einer Posaune.
Nach dem dritten Streichen erh├Âht man sehr vorsichtig zuerst mit dem Zeigefinger den Zug und gibt de Tier Zeit nachzugeben, nach ca. drei Sekunden erh├Âht man den Druck indem man den Mittelfinger um das Seil schlie├čt. In dieser Form macht man weiter bis die Hand geschlossen ist. Nun hei├čt es warten und den Druck nur noch leicht erh├Âhen.
Allerdings wenn das Tier ansetzt und dem Druch nachgeben will, also in die Richtung denkt sofort loslassen. Dann wieder neu ansetzen.
Je besser es klappt umso mehr kann man auch fordernder werden, allerdings immer darauf achten keine Oposituin provozieren.
Die gleiche ├ťbung macht man dann auch im Sattel, in dem ich den Zug Richtung Oberschenkelmitte mache. Dabei darf das Tier aber nicht die Beine bewegen, sondern nur den Kopf. Bewegt sich das Tier, h├Ąlt man den Druck solange bis das Tier stehen bleibt und entspannt, worauf man sofort den Druck weg nimmt.
Beim Reiten lege ich zur Wendung nun den ├Ąu├čeren Z├╝gel an den Hals, die Hand ├╝ber den M├Ąhnenkamm und pummpe zart mit der inneren Hand, sodass es zum Drehen des Kopfes kommt.

Parelli nennt es die Laterale Biegung

War es das, was Du wissen wolltest?
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Gast87
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BeitragVerfasst am: 25.02.2009, 21:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Noch ein paar Anmerkungen von mir :

Ich glaube das das Longieren im Kreis ,was ja bei Beate ja kein Longieren ist weil sie ja oft kein Kreis macht , mit nur dem Schurhalfter die korrekte Biegehaltung und untertreten des inneren hinteren Beines bei einem nicht ausgebildeten Pferd nicht zu schaffen ist .
Mit " mechanischen Hilfsmitteln " kann man das besser und vorallem richtig machen .
Ich glaube euch nicht das Pferde/ Mulis mit einem von euch beschrieben Ausbildungsstand in der Biegung laufen wie es sein sollte . Nur mit dem Schnurhalfter kann ich weder die Hinterhand aktivieren ,noch die Kruppe herein holen . Die ganzen gro├čen Herrn der Reitlehre wie Neindorff , Hinrichs , Dysli ( bei dem ich viel ├╝ber Biegungen gelent habe ) usw . haben sich da ja auch was gedacht .
Ich kann euch versichern das ich mit meiner Methode dem Pferd / Muli feinere und vorallem genauere Hilfen geben kann .

Mit der lateralen Biegung ist das so eine Sache . Viele meinen wenn das Pferd den Kopf mit Schurhalfter best├╝ckt , seitlich biegt es sei eine lateriale Biegung .Meist ist es nur ein den Kopf seitlich nehmen ,oft in schiefer Haltung und der Hals knickt an der falschen Stelle . Da ist die vertikale Biegung mit dem Schurhalfter eher zu schaffen und bevor die nicht perfekt sitzt , kann mit der laterialen Biegung in richtiger Haltung nicht klappen .

Ich kann das was ihr macht ja von hier aus nicht beurteilen und m├Âchte euch auf keinen Fall kritisieren . Ich habe nur schon sehr viele gesehen die das so machen wie ihr und sehe dort was die alles falsch machen . L├Ącheln
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Beate
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BeitragVerfasst am: 25.02.2009, 23:09    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Holger,
ja, genau das ist es, was ich wissen wollte. Vielen Dank daf├╝r!
Ich gehe schon grob so in etwa vor, dass ich sanften Kontakt aufnehme, das kleinste Nachgeben belohne. Nur komme ich dabei bei Naomi ├╝ber einen gewissen Punkt nicht hinaus. Bis zu einem gewissen Grad gibt sie den Kopf, dann "geht sie in Opposition" - wie Du es nennst. Dies sieht dann so aus, dass sie entweder den Kopf in die andere Richtung dr├╝ckt, oder beginnt zu laufen. Allerdings hatte ich f├╝r das Vorgehen kein "Rezept" wie Deines, sondern hab' mich dabei auf mein Gef├╝hl verlassen. Aber ich werde es nun wie von Dir beschrieben probieren. Zuerst muss ich Deine Anleitung noch 2 - 3 mal durchlesen, um es mir zu verinnerlichen.... ;-).

Hallo Helmut,
ich denke, mehrere Wege f├╝hren nach Rom. Ich bin mir sicher, meinen Weg gefunden zu haben, so wie Du sicher den Deinen gefunden hast. Hier zu fragen, was "richtig" und "falsch" ist, ist ein wenig m├╝ssig. Der Erfolg sollte dem Einzelnen Recht geben.
mikado hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube das das Longieren im Kreis ,was ja bei Beate ja kein Longieren ist weil sie ja oft kein Kreis macht , mit nur dem Schurhalfter die korrekte Biegehaltung und untertreten des inneren hinteren Beines bei einem nicht ausgebildeten Pferd nicht zu schaffen ist .
Meine Art des Longierens findest Du z.B. bei Solinski - nur dass er ausschliesslich mit Kappzaum arbeitet.
Ich weiss nun nicht genau, vermutlich beziehst Du diese Aussage auf meine Beschreibungen mit Barney? Er ist ein 9j├Ąhriges, sehr gut ausgebildetes Reitpferd. Aber ich finde, dass ein Untertreten des inneren Hinterbeines nichts mit einem Ausbildungsstand zu tun hat - zumindest am Boden nicht. Hier kommt es auf das Feeling und Timing des "Longenf├╝hrers" an. Beherrscht er dies, so bringt er auch ein total rohes Tier zum Untertreten. Die Haltung wird nat├╝rlich nicht perfekt sein - da stimme ich Dir zu, aber es ist alles eine Sache des Lernens. Und das Tier sollte diese Haltung im Laufe der Ausbildung selbst finden - es sollte (meiner Meinung nach) nicht hineingepresst werden.
Du beziehst Dich u.A. auf Dysli. Auch ich habe Dysli-Kurse mit Muli Sancho belegt, und der Horseman, der mich fast 10 Jahre mit meinen Mulis begleitet hat, ist ein "Z├Âgling" von Jean-Claude. Und genau wie er es mir beigebracht hat, so gehe ich mit meinen Tieren vor. Gerade beim Californischen Westernreiten (wovon Dysli einer der wenigen Repr├Ąsentanten ist), werden die Jungpferde im Bosal angeritten. Ich gehe in der "Light-Version" vor - mit dem Rope-Bosal. Dies ist ein Knotenhalfter mit versteiftem Nasenteil. Wenn Du schreibst, mit Knotenhalfter w├Ąre nicht die Hinterhand zu aktivieren und die Kruppe hereinzuholen (Du meinst "Kruppeherein" - Travers?), so w├Ąre dies auch nicht im Bosal m├Âglich. Aber dies ist nun mal DIE Ausbildungsz├Ąumung der Californios. Und nach Dysli hatte ich gelernt, dass das Jungpferd zuerst die laterale Biegung erlernt, indem es ├╝ber einen Z├╝gel geritten wird. Im Laufe der Ausbildung wird der zweite Z├╝gel begleitend dazugenommen, und es entsteht dann die vertikale Nachgiebigkeit. Und nat├╝rlich ist dann auch hier die "richtige Haltung" (wie Du es nennst) eine Sache des Lernens - sprich der Zeit.
Aber dies sind hier alles Dinge um's Reiten; eigentlich wollten wir hier ├╝ber die Bodenarbeit schreiben. Falls gew├╝nscht, k├Ânnen wir aber auch einen solchen Thread rund um's Reiten aufmachen.
Gruss
Beate

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Gast87
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BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 08:04    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Beate

Ja lassen wir das mit der Diskusion , ist eh meist sehr einseitig . Bei Kursen kann man immer nur das herausnehmen was man versteht . Ich habe ein guten Freund mit dem ich viel unterwegs bin oder jetzt war , den Hans Peter Frei , der jahrelang Co Trainer von Dysli war . Vielleicht hat er das immer falsch gemacht eek!
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Beate
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BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 09:45    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Helmut,
schade, denn eigentlich ist dies ein DISKUSSIONS-Forum, und es interessiert mich wirklich Deine Meinung und Deine Vorgehensweise.
Zu ERNST-Peter FreY - der war der Nachfolger "meines" Co-Trainers bei Dysli, und so viel ich weiss war er nur 1/2 Jahr auf der Hacienda. So weit habe ich es mitbekommen, mag aber durchaus sein, dass er sp├Ąter nochmal dort war.
Und ich bleibe dabei - es gibt kein "richtig" und kein "falsch" - es gibt MEINEN Weg, es gibt DEINEN Weg, es gibt Ernst-Peter's Weg, Holger'sWeg und xyz's Weg. Aber im Mittelpunkt sollte immer das Wohl des Tieres stehen, und ich denke das tut es doch bei uns allen?!
Gruss
Beate

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Gast87
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BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 13:25    Titel:   Antworten mit Zitat

Ja lag mich mit Ernst Peter Frei falsch ,weils halt einfach der Peter ist . Du hast recht er war immer nur einhalbes Jahr in Spanien , aber ein paar Jahre lang .

Ich habe halt nur immer den Eindruck das ,wie jetzt auch mit dem falschen Vornamen vom Peter , immer gleich alles korrigiert wird . Ich bin nicht einer der sich f├╝r Sachen wie Blutwerte , Hufgr├Â├če ,ewig langem Herumtun mit verschieden ├ťbungen usw. befast ..
Ich trainierte mit den Pferden immer sehr konsequent und so das sie es auch in kurzer Zeit verstanden . Da gibt es einen Zitat von einem der Nat├╝rlich reitet und ausbildet .

"Das Pferd herrscht oder es dient"

Leider wollen das halt viele nicht h├Âren . Da bekommt das Pferd halt auch mal den Karotternstecken auf die Nase oder das B├Ąndele um die Ohren .

Mich hatte die Pferde und jetzt halt Muli trotzdem lieb .

Um Missverst├Ąndnissen vorzubeugen .Ich arbeite nicht mit Stock und B├Ąndele . Das machen die Instruktoren wenn niemand zuschaut Fcactus
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luna
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BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 17:34    Titel:   Antworten mit Zitat

mikado hat Folgendes geschrieben:
Hy Jo

Ich bin ja kein so ein Freund vom Longieren ,wenn man nur das Pferd/ Muli am einem Halfter/ Schnurhalfter hat . Eigentlich geht oder rennt das Pferd/Muli nur im Kreis . Meist mit der Kopfstellung nach aussen und da hat es alle M├Âglichkeiten den am anderen Ende durch die Halle / Platz zu ziehen . Eine gute M├Âglichkeit ist ein Loniergurt mit Kappzaum und Ausbinder . Wobei der innere Ausbinder ein wenig k├╝rzer geschnallt sein sollte um Pferd/Muli eine Innenstellung zu geben . Aber was ich so bei unsern Einstellern sehe ,ist nur Bewegung f├╝r Pferd und oft auch Mensch .

Meine Bodenarbeit mache ich nur mit Sidpull ,Doppellonge und Longiergurt .


Hi Helmut,
es beruhigt mich, dass Du die von Dir empfohlene Methode mit den Ausbindern NICHT anwendest, da mir diese schon immer ein Dorn im Auge sind. Wenn das Pferde / Muli mit durchgedr├╝cktem R├╝cken nach au├čen schauend im Kreis rennt ist das eine sehr deutliche K├Ârpersprache f├╝r Angst/ Unsicherheit/Fluchtgedanken. Es dann mit Ausbindern daran zu hindern und in eine "entspannte" K├Ârperhaltung (nur ein entspanntes Pferd geht, wenn man es nicht zusammenschn├╝rt mit aufgew├Âlbtem R├╝cken und entspannter Kopfhaltung, das hei├čt z.B. Kopf nicht extrem hoch und Nasenr├╝cken eher Richtung senkrechte als richtung waagerechte) zu zwingen, gleicht in meinen augen schon fast einer Vergewaltigung und f├╝hrt in aller erster Linie zu Verspannungen. Au├čerdem f├╝hrt es nie oder selten zu der erw├╝nschten korrekten Biegung auf dem Kreis sondern zu einer Schr├Ąglage des gesamten Pferdes, was wiederum zu einer ├ťberbelastung der inneren Schulter f├╝hrt. Auch wird durch das "Runterholen" des Kopfes ohne dass das Pferd dabei korrekt hinten unter tritt (und das bekommt man wiederum meiner Meinung nach NICHT durch Ausbinden hin) die Vorhand st├Ąrker belastet. Wenn das Pferd sich hingegen entspannt w├Âlbt es den R├╝cken gleichzeitig im Vergleich zu Fluchthaltung auf und tritt besser unter (was man sicher noch gezielt ├╝ben kann), dadurch wird die durch den tieferen Kopf hervorgerufene Gewichtsverlagerung nach vorne wieder aufgehoben.
Statt dessen sollte man, genau wie Holger schreibt, meiner Meinung nach auch erstmal die Ursache f├╝r die Fluchtgedanken beheben. Und nat├╝rlich daf├╝r sorgen, dass die Flucht-Erfolge sich nicht h├Ąufen, aber auch das wird ja schon beschrieben.
@ Jo: Ich hatte genau das gleich Problem mit Reyki beim Gallopieren am langen Strick, dass sie auf der einen Seite ohne sehr gro├čen Druck nicht angallopiert, auf der anderen Seite sich bei zu gro├čem Druck aber auch losrei├čt. Ich habs mit Ian Beson besprochen, als er hier war (letztes Jahr) und er hat gesagt, solange der Trab noch nicht sehr gut sitzt beim zirkeln und ich sie im Schritt und Trab ohne Benutzung des Stricks (er darf als "Sicherheitsnetz" dran sein, aber halt nicht zum Einsatz kommen m├╝ssen) nicht auf einem exakt vorgegebenen nur ca 40 cm breiten Ring (mahl ich immer mit der Fu├čspitze in den Boden) um mich herum laufen lassen kann, soll ich mit Gallop garnicht erst anfangen Augen rollen (sarkastisch) . Und hat mir au├čerdem auch die "Hausaufgabe" mit der Halsbiegung, die Holger beschrieben hat, aufgegeben als Vor├╝bung, damit es Erfolgsaussichten gibt wenn ichs wieder mit dem Gallopieren versuche.
Also meine zus├Ątzlich zu den vorgenannten Tipps empfohlene ├ťbung: Im Schritt (und sp├Ąter Trab) auf einem sehr schmalen (in den Sand gemahlten) Ring longieren und absolut genau dabei sein, dass Muli mit allen vier F├╝├čen darin auffusst und dabei m├Âglichst nur mit K├Ârpersprache und ohne Druck am Strick dirigieren/korrigieren L├Ącheln . Obwohl es sich so langweilig anh├Ârt, im Schritt auf einem vorgegebenen Kreis laufen zu m├╝ssen, war Reyki von der Pr├Ązision, die ich von ihr verlangte dabei irgendwie total fasziniert und hat sehr motiviert mitgearbeitet solange ich auch hochkonzentriert und absolut geduldig war (nur an solchen Tagen ├╝ben! Peinlichkeit ). Abwechselung kann man der ├ťbung verschaffen, indem man verschiedene Ring-Durchmesser w├Ąhlt und es an verschiedene Orten (Roundpen, dann Platz etc) macht - und nat├╝rlich aufh├Ârt, sobald erste Erfolge sichtbar sind, damit Muli motiviert bleibt und man beim n├Ąchsten mal dran ankn├╝pfen kann!
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luna
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BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 17:37    Titel:   Antworten mit Zitat

kappzaum versus knotenhalfter:
ersterer verutscht nicht bei seitlicher Einwirkung. das ist sicherlich ein vorteil. ich hab aber noch keine erfahrungen damit gemacht...
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Caprivi
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Anmeldungsdatum: 11.10.2004
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BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 20:15    Titel:   Antworten mit Zitat

Um es vorweg zu sagen: "Ich habe nichts gegen mechanische Hilfsmittel!"
Aber
Der Mensch und das Tier m├╝ssen darauf vorbereitet sein. Und darin liegt meine Sorge, dass zu fr├╝h solche Hilfsmittel zum Einsatz kommen und die Vorrausezungen nicht gegeben sind.
Beate und Helmut sind Halter mit einer langen Erfahrung. Viele aber, wie ich auch, haben eine ├╝berschaubare Erfahrung.

Alle ├ťbungen, egal ob am Boden oder im Sattel m├╝ssen von beiden Seiten gemacht werden. Und wenn es Links klappt kann es Rechts eine Katastrophe sein. Das liegt in der Natur der Tiere, aber auch in der unterschiedlichen K├Ârpersprache des Menschen. Also die schlechte Seite bei beiden verbessern.

Lunas Hinweis auf den Aufbau Schritt, Trab, Galopp kann ich aus eigener, positiver Erfahrung nur unterstreichen.
Von Natur aus ist Galopp Flucht. Erst wenn das Tier am Boden den Galopp als entspannte Gangart akzeptiert/gelernt hat kann man ihn auch im Sattel fordern.
Gerade bin ich in der Phase, das ich mit Rafaela am losen Seil, in beiden Richtungen den Galopp am Boden gehe, und ich sp├╝re jetzt, dass wir es wohl bald unterm Sattel probieren k├Ânnen.
Auf meinem langen Weg als Autodidakt ist mir ein Ausbilder sehr hilfreich gewesen. Walter lebt sein Reiten und ich nahm von ihm den wichtigen Hinweis mit, dass die Tiere f├╝r den n├Ąchsten Schritt bereit sein m├╝ssen, und dass sie es einem zeigen, wenn sie zu mehr bereit sind. Abk├╝rzungen, mit zu fr├╝h eingestzten Hilfsmitteln, bringen nichts. Im Gegenteil, sie k├Ânnen einen weit zur├╝ck werfen, besonders einen Laien.
Kappzaum, Ausbinder und Gebisse sind gute Mittel in der Hand des K├Ânners.

Wenn das Tier aber Opposition zeigt, dann ist es Unsicherheit und Angst, fehlendes Vertrauen zum, und mangelhafte Ausstrahlung/K├Ârpersprache vom Menschen. Und daran muss zuerst gearbeitet werden.

Ich glaube schon, dass Helmut mit seiner Erfahrung die Hilfsmittel f├Ârdernd einsetzt/einsetzen kann.
Aber sie sind kein Standarthilfsmittel, die Probleme l├Âsen. Um sie anwenden zu k├Ânnen, m├╝ssen Grundlagen gelegt werden.
Darin sehe ich eine wesentliche Aufgabe dieses Themas und vieler anderer Themen.
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Beate
Betreiberin des Forums




Anmeldungsdatum: 26.02.2004
Beitrńge: 4375
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BeitragVerfasst am: 26.02.2009, 23:27    Titel:   Antworten mit Zitat

Hi,
nach diesem guten "Schlusssatz" von Holger unter das ganze Theoretisieren, m├Âchte ich nun gerne den "Startschuss" f├╝r die Praxis geben Gro├čes L├Ącheln .
Diese von Christine beschriebene ├ťbung hat es mir angetan:
luna hat Folgendes geschrieben:
und ich sie im Schritt und Trab ohne Benutzung des Stricks (er darf als "Sicherheitsnetz" dran sein, aber halt nicht zum Einsatz kommen m├╝ssen) nicht auf einem exakt vorgegebenen nur ca 40 cm breiten Ring (mahl ich immer mit der Fu├čspitze in den Boden) um mich herum laufen lassen kann, soll ich mit Gallop garnicht erst anfangen Augen rollen (sarkastisch) .

Wie w├Ąre es, diese ├ťbung mal in Angriff zu nehmen?
Ich plane das mal f├╝rs Wochenende ein; und da es bei uns tolles Wetter geben soll, finde ich vielleicht jemanden, der Naomi und mich dabei fotografiert oder filmt? Augen rollen (sarkastisch)
Vielleicht gibt es ja noch ein paar "Mitmacher"? L├Ącheln
Gr├╝ssle
Beate

_________________
Schwimm' gegen den Strom; denn nur an der Quelle kannst Du den Lauf des Flusses ver├Ąndern!
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