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Kritik und Lobeshymnen auf PNH   
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Neues Thema er÷ffnen   Neue Antwort erstellen    Maultierfreunde-Forum - ▄bersicht -> Erziehung -> Mulis & PNH
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Nicole
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BeitragVerfasst am: 15.06.2007, 18:14    Titel: Kritik und Lobeshymnen auf PNH   Antworten mit Zitat

Hier w├╝rde ich gern ├╝ber PNH diskutieren. Entstanden ist dieses Thema durch folgenden Thread: Mulis und PNH

Nach den letzten Beitr├Ągen ├╝ber PNH sind mir so ein paar Punkte aufgefallen.
Die Begriffe Dominanz und Rangordnung.

Vorweg: ich habe generell ein gro├čes Problem daran zu denken, da├č es eine Rangordnung zwischen Menschen und Tieren gibt. Erstens ich bin weder ein Hund noch ein EquideÔÇŽund das wissen die Tiere auch ganz genau! Ich finde es ziemlich gef├Ąhrlich mich dem Tier genauso gegen├╝ber zu verhalten, wie es Tiere unter einander tun. Was passiert, wenn ein Muli sich mir gegen├╝ber auch mal wie ein Muli verh├Ąlt? Oder ein Hund denkt er sollte sich mir nun auch gegen├╝ber zeigen wie ein Hund. Das w├Ąre eine gro├če Katastrophe.
Beispiel Anton:
Antonius ist ja nun bekanntlich sehr ├Ąngstlich. Ich habe mit ihm angefangen zu arbeiten frei nach dem Motto: Da mu├č er durch. Ich habe Druck aufgebaut und wollte dass er weicht. Ende vom Lied: Eine gebrochene Rippe und Arm Hier einloggen Hier registrieren Was ist passiert? Er f├╝hlte sich bedroht und hat wie ein Muli reagiert.
Ich habe einen Kurs bei Alfonso Aguliar (wird er so geschrieben?). Alfonso hat fr├╝her mit Pat zusammen gearbeitet. Irgendwann wurde ihm das Konzept zu eng und zu druckbeladen. Er ist ausgestiegen und arbeitet jetzt, wie ich es super klasse finde, ganz individuell. Er sieht das Tier und wandelt die ├╝blichen Methoden ab. Beispiel das Squeeze Game. Alfonso hat sofort gesehen, was mit T├Ânnchen nicht stimmt und hat alle ├ťbungen f├╝r ihn abgewandelt. Bei den Engp├Ąssen fragte er mich, wie ich ihn dadurch bekommen w├╝rde. Ich antwortete: Ich f├╝hre ihn durch. Er sagte: Genau das richtige f├╝r das Tier! Ich gebe ihn dadurch vertrauen in sich selbst und in mich. Ich zeige ihm *sieh her, ich verlange nichts Gef├Ąhrliches und WIR schaffen es. Als ich meine Grundeinstellung dahin gehend ├Ąnderte, taute Anton mehr und mehr auf. Was er sich nicht zu traut, zeige ich ihmÔÇŽ ohne Druck! Mittlerweile folgt er mir ├╝berall hin. Ein riesiger Erfolg!
W├Ąhrend des Alfonso Kurs, sollte T├Ânnchen durch ein Flatterband Vorhang. Obwohl alle Flatterb├Ąnder zur Seite genommen wurden, wollte er nicht allein da durch. Wieder das alte Spiel, ich ging vor er folgte. Wir konnten immer mehr Flatterb├Ąnder l├Âsen und er ging allein! durchÔÇŽ Allerdings war T├Ânnchens Grenze bei den letzten beiden Flatterb├Ąndern erreicht. Alfonso verlangte nicht, da├č Toni da durch musste. Er sagte: Er hat ganz klar Angst, etwas ins Gesicht zu bekommen. Solange der Kopf *unber├╝hrt* da durch kam, war es in Ordnung, doch sobald etwas seinen Kopf ber├╝hrte, ging T├Ânnchen in den Panik-Modus ├╝ber. Ich fand es super von Alfonso T├Ânnchen nicht zu zwingen (ich h├Ątte es eh nicht gemacht). Die Begr├╝ndung von Alfonso hat bei mir unglaublich viel Respekt gegen├╝ber diesem kleinen Mexikaner gebracht: Mit ausreichend Druck w├╝rde er durchgehen aber zu was f├╝r einen Preis? Ich w├╝rde mich ├╝ber seine Angst stellen und ihn zwingen etwas zu tun, was ihm absolut zu wider ist. Das bricht mehr Vertrauen als das es Vertrauen aufbaut!
Und genau diese Einstellung fehlt mir zu oft bei der Art und Weise, wie ich es bei sehr vielen PNH┬┤lern sehe. Da wird so lang hin und her geschickt, bis die Tiere nachgeben und sich gegen ihr Empfinden entscheiden. Die Menschen sind gl├╝cklich und freuen sich und was ist mit dem Tier? Was mir zus├Ątzlich aufgefallen ist, da├č viele Tiere besonders ├Ąngstliche Tiere, da├č sie nicht wirklich gl├╝cklich mit ihrem Menschen aussehen. Scheifschlagen, angelegte Ohren oder einfach nur dieser gebrochene Blick. Ein Bekannte hat PNH Kurse belegt und ihr Pferdchen war fr├╝her ein sicherlich freches aber absolut nettes Pferdchen. Seit sie sehr stark an PNH angelegt arbeitet, ist das Gewitzte des Pferdes v├Âllig verschwunden. Ich empfinde nur noch ein *funktionierendes* TierÔÇŽ wo ist da die Pers├Ânlichkeit des Tieres geblieben? Ausgel├Âscht durch den Gehorsam.
W├╝rde Alfonso mehr Kurse geben und besonders Aufbaukurse, w├╝rde ich jeden Pfennig (sorry, nat├╝rlich Cent) sparen um dort mit zu machen. Denn eigentlich ist es PNH wie es sein sollte.
Liebe PNH`ler, seid bitte nicht allzu b├Âse mit mir. Ich versuche nur wieder zu geben was ich beobachte. Meine Tiere sind alles andere als Perfekt (*r├Ąusper* eher bin ich der St├Ârfaktor) und nat├╝rlich gibt es eine Menge an Kritik die man bei mir anbringen kann. Bitte versucht mal ganz objektiv an die Sache heran zu gehen und seht mal eure Tiere an. Sind meine Eindr├╝cke alle so falsch?
Gru├č Nicole
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Nicole
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BeitragVerfasst am: 15.06.2007, 18:15    Titel:   Antworten mit Zitat

Susanne Verfasst am: Mo Jun 04, 2007 10:32



Hallo Nicole,

deine Kritik an PNH ist wohl zum Gro├čenteil berechtigt. Trotzdem m├Âchte ich nicht verschweigen, dass ich durch das Studium dieser Methode viel gelernt habe, und die Erkenntnisse mir vor allem bei der Beurteilung vom Verhalten von Pferden/Mulis helfen.
Ich meine hier vor allem die Games, die die Pferde/Mulis ja immer auch mit uns spielen. Allein durch die Beobachtung ob beim Putzen ein Pferd/Muli dich einfach wegdr├Ąngelt, oder im anderen Fall bei der kleinsten Bewegung in die andere Ecke ausweicht, sagt viel aus ├╝ber sein Verh├Ąltnis zum Menschen. Dieses Beobachten: "wer bewegt wen" habe ich erst bei PNH erfahren.
Ich wende das Prinzip: "ich bewege dich" auch in der Ausbildung an, aber mit viel weniger Druck als die original PNHler. Ich m├Âchte nicht, dass Pferd/Muli z.B. zur├╝ckweicht, weil ich Druck mache, sondern dass ein Lernefekt einsetzt so etwa: "wenn ich jetzt zur├╝ckgehe dann werde ich gelobt".
Gerade beim R├╝ckw├Ąrtsrichten f├Ąllt mir bei Vorf├╝hrungen von PNHlern immer auf, dass die Pferde zwar auf den leisesten Druck zur├╝ckgehen, aber sie haben immer hochgerissene K├Âpfe und weggedr├╝ckte R├╝cken. Die gleiche Haltung die ein Pferd zeigt, dass von einem Artgenossen weggeschickt wird. Dabei ist korrektes R├╝ckw├Ąrtsrichten eine ├ťbung, bei der das Pferd unter den Schwepunkt treten und dabei den R├╝cken aufw├Âlben soll.

Gr├╝├če Susanne
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"Unser Kopf ist rund, damit die Gedanken gelegentlich die Richtung wechseln k├Ânnen"[Picabia 1921]
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Nicole
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BeitragVerfasst am: 15.06.2007, 18:15    Titel:   Antworten mit Zitat

Danke f├╝r deine ehrliche Antwort Susanne. Du hast nochmals Punkte gebracht, die ich ganz vergessen hatte. Tats├Ąchlich sehe ich auch Tiere die wirklich gut *funktionieren* und besonders die Tiere, die *frei* nach PNH (oder sagen wir mal Horsemenship) gearbeitet werden.
Die Tiere die lernen durch verstehen (Beispiel R├╝ckw├Ąrts) sind viel zufriedener und w├Âlben genauso wie du es beschrieben hast den R├╝cken auf und gehen zufrieden zur├╝ck. Diese hochgerissen K├Âpfe finde ich auch furchtbar. Da sind wir wieder bei der Dominanz. Meine Tiere sollen mir Respekt gegen├╝ber zeigen. Genauso wie ich ihnen Respekt entgegenbringe. Nat├╝rlich d├╝rfen sie mich nicht wegdr├Ąngen oder ├╝ber den Haufen rennen. Da knallt es sofort. Ein Tier was gute 500kg mehr wie ich wiege, soll schon wissen wo die Grenzen des kleinen schwachen Menschlein sind Hier einloggen Hier registrieren Nur warum mu├č das ├╝ber die Dominanzschiene laufen?
N├Ąchster Punkt die *Games*. Ich glaube hier liegt ein ganz grober ├ťbersetzungsfehler vor. Game steht in diesem Zusammenhang nicht f├╝r Spiel! Ganz im Gegenteil. W├╝rde man es mit dem Spielen im eigentlichen Sinne vergleichen, m├╝sste es Play hei├čen. Game steht im Amerikanischen umgangssprachlich oft f├╝r Durchsetzung und (tats├Ąchlich) f├╝r Verbissenheit! Bei Pitbulls spricht man zum Beispiel h├Ąufig von der so genannten *gamenes*. Sie steht f├╝r Verbissenheit und Ausdauer im Kampf. Ebenso wird *gamenes* bei Sportlern benutzt um klar zu stellen wie viel ein Sportler bereit ist zu leisten. Ein guter Football Spieler hat (besonders die Linedecker) viel *gamenes* (sie sind also allzeit bereit alles zu geben um ihrer Mitspieler zu sch├╝tzen und das Spiel zu gewinnen!) Daher w├╝rde ich die 7 Spiele eher *7 Wege zur Durchsetzung* nennen. Daher finde ich *spielen* oftmals als Irref├╝hrung und verharmlosend. Denn wirkliche Spiele sind es nicht und es wird ja auch so beschrieben. Ist das Tier unwillig, wird *gespielt* um es wieder empf├Ąnglich f├╝r mich zu machen. Warum mu├č ich mich jedes Mal durchsetzen? Wenn ich Vertrauen schaffe, dann ist es da. Ich mache es doch nur immer wieder kaputt, wenn ich von meinem Tier verlange sich mir zu unterwerfen. In der Natur findet es doch auch nicht statt (wenn man davon ausgeht, sich dem Equiden gegen├╝ber wie ein Equide zu verhalten). Ist die Rangordnung gekl├Ąrt, kann es so ├╝ber viele Jahre laufen, ohne gro├če Auseinandersetzungen. Nat├╝rlich wird ein Ohr mal angelegt oder ein Rempler folgtÔÇŽ aber doch nicht dauernd und st├Ąndig im t├Ąglichen Umgang?! Und schon gar nicht halten die Tiere sich fest (Strick) und fordern, da├č sie sich von einander entfernen. Ich finde das entbehrt jeglicher Logik!
Ich kann nur nochmals schreiben, da├č ich es einfach verstehen m├Âchte und niemanden auf den Schlips treten will. Nur mich w├╝rde halt wirklich interessieren wie weit ihr geht und wie ihr es pers├Ânlich nach den Regularien umsetzt? Susanne hat es ja schon geschrieben, sie hat die Linie aber weicht auch mal gern nach rechts oder links aus Hier einloggen Hier registrieren

Gru├č Nicole
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Nicole
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BeitragVerfasst am: 15.06.2007, 18:16    Titel:   Antworten mit Zitat

Henry Verfasst am: Mi Jun 06, 2007 23:14


Hallo
Zu PNH kann ich nichts sagen, habe nur mal bei einer vorstellung zu geguckt. Was mir auffiel, war das dauernde herum komandieren. Gut wer┬┤s mag. Allerdings sehe ich das schon so, da├č man dominant auftreten mu├č. Unsere Pferde bekommen schon mal was auf die Nase mit dem strick, wenn sie sich an uns vorbeidr├Ąngeln oder uns schuppsen. Rabbit war ein Held im anrempeln. Bei hat er es nicht mehr getan aber sobald ihn jemand anderes f├╝hrte, zog er sein programm ab. Das halte ich schon f├╝r ein Dominanzproblem.
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Es gr├╝├čt Henry
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Nicole
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BeitragVerfasst am: 15.06.2007, 18:17    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Henry,
Ich sehe das eher als ein Erziehungsproblem und nicht ein Dominanzproblem. Ich denke schon, da├č die Equiden uns als Menschen wahrnehmen und nicht als ihres Gleichen. W├╝rde ich mit viel Druck arbeiten und (besonders) T├Ânnchen st├Ąndig *unterwerfen*, w├╝rde er es mir sicherlich krumm nehmen Hier einloggen Hier registrieren. Er ist sehr sensibel und mit Druck erreichst du bei ihm gar nichts. Im Gegenteil er w├╝rde sich voll dagegen stellen und Angst bekommen.

Gru├č Nicole
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Nicole
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BeitragVerfasst am: 15.06.2007, 18:18    Titel:   Antworten mit Zitat

Hallo Leute,
Hier entwickelt sich eine neue nicht themenbezogene Diskussion.
Habe ein neues Thema er├Âffnet, wo diese Diskussion weiter l├Ąuft Hier einloggen Hier registrieren

Gru├č Nicole


Mulis aggressiver als Pferde?
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Nicole
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BeitragVerfasst am: 15.06.2007, 18:19    Titel:   Antworten mit Zitat

Caprivi Verfasst am: Mi Jun 13, 2007 23:41


Einen Thread unter diesem Titel halte ich f├╝r deplaziert.

Wer will sich hier erheben und PNH und damit Horsemanship an sich urteilen. Das w├╝rde ja unter dem Thema bedeuten, dass man dar├╝ber steht, wenn man es beurteilen wollte.

PNH beruht auf den Erfahrungen namhafter Horseman, denen keiner in diesem Forum auch nur ann├Ąhernd das Wasser reichen kann. Ich traue mich nicht die Dorrancebr├╝der, Ray Hunt, Jeremy Tindell, Mark Rashid zu bewerten, denn was anderes w├Ąre Lob als auch Kritik nicht. Vielmehr versuche ich die Erfahrungen die sie weitergeben zu verarbeiten und umzusetzen. Dabei komme ich immer wieder auf den ROTEN FADEN des PNH.

Meine Erfahrung ist nur, das alle auf die gleichen Grundlagen aufbauen und auf ├Ąhnliche Prinzipien zur├╝ck greifen.

Nicoles Interpretation der Spiele ist aus dem Zusammenhang gerissen.
Die Spiele stellen einen Wettkampf dar den es zu gewinnen gilt. Dieser Wettkampf soll letztendlich allen Beteiligten Spa├č machen. Nicht ohne Grund hei├čt es man soll sich f├╝r das Tier attraktiv machen.

Leider gibt es interkulturelles Problem. PNH ist in Amerika f├╝r Amerikaner entstanden, und darauf baut auch das Pr├Ąsentationskonzept auf. Das Pr├Ąsentationskonzept ist aber nicht gleich dem Savvy-System (der korrekte Ausdruck f├╝r das PNH-System). Auch darf man den Kurs nicht mit dem t├Ąglichen Umgang verwechseln,denn hier werden in komprimierter Zeit Anregung zur Umsetzung des Savvy-Systems gegeben.

Das gro├če Problem der Faktor Zeit.
Parelli sagt:
Zitat:
Zitat:
Nimm dir die Zeit die es braucht, und du brauchst weniger Zeit.

Und er sagt:
Zitat:
Zitat:
Nicht das viele ├ťben bringt den Erfolg sondern das richtige ├ťben.


Mir ist auch aufgefallen, das viele den schnellen Erfolg suchen, und Methoden suchen, die dabei helfen. Der Eine oder Andere hat die F├Ąhigkeit Reaktionen Rseines Tieres im Ansatz zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Er kann auch in seine Forderungen entsprechend schnell hochfahren weil er in der Lage ist sie noch schneller wieder zu beenden.
Viele die sich an PNH versuchen sind nicht bereit die erforderliche Geduld aufzubringen und einen Schritt nach dem anderen zu tun.
Menschlichen Unzul├Ąnglichkeiten k├Ânnen aber nicht dem System angelastet werden.

Was anderes ist der Versuch ein amerikanisches Marketingmodell dem Europ├Ąer aufzuzwingen.
Da dies aber das Maultierforum ist und kein Betriebswirtschaftsforum, ist diese Diskussion nicht angezeigt.

Um PNH zu verstehen, ist es erforderlich, sich mit den Grundlagen und dem gesamten System auseinander zu setzen, und man muss Pat Parelli selber agieren sehen. Ich habe eine DVD-Reihe in der er ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum, beginnend mit der Geburt, Pr├Ągung mit einem Fohlen zeigt. Kurze, aber sehr strukturierte Begegnungen mit dem Fohlen unter Ber├╝cksichtigung der Mutter.
Oder der Umgang mit einem Unbekannten neuen Pferd. Kurz gesteckte Ziele und ein feinstes Timing was die Reaktion auf das Verhalten des Tieres angeht.

Also PNH ist die strukturierte Form des Wissens der gr├Â├čten Horseman um ein Selbststudium zu betreiben.
Es ist eine Hilfestellung f├╝r ein Kommunikationstraining, das den Menschen in die Lage versetzen soll sich seinem Equiden gegen├╝ber klar auszudr├╝cken. Da Pferde weder Englisch, Franz├Âsisch, Spanisch noch alle anderen Sprachen sprechen geschieht dies ausschlie├člich ├╝ber Zeichen und K├Ârpersprache.
Reden hat, wenn ├╝berhaupt, nur eine (stimmungs-) verst├Ąrkende Wirkung.
Es ist aber keine Bedienungsanleitung f├╝r die Handhabung von Equiden, sondern es fordert von jedem die ├ťbernahme der Eigenverantwortung f├╝r sich, sein Handel und sein Tier. Es fordert Aufmerksamkeit und Kreativit├Ąt.
Das es in der Umsetzung vielf├Ąltige M├Âglichkeiten gibt zeigen Horseman wie Alfonso Aguillar und Honza Blaha, die ihren eigenen Weg gefunden haben, aber da es um Kommunikation geht ist auch dieses ihr Weg.
Kommunikation erfordert Authentizit├Ąt.

Auch wenn ich einen Witz von OTTO nacherz├Ąhle, werde ich nie den Lacher erzielen den er hervorbringen kann.

Zu Mulis und PNH mehr dann im entsprechenden Thread.
_________________
Wer die Menschen kennt, lernt die Maultiere lieben
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Caprivi
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Anmeldungsdatum: 11.10.2004
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BeitragVerfasst am: 27.09.2007, 23:30    Titel:   Antworten mit Zitat

Nach wie vor werde ich mich am System des Pat Parelli orientieren.
Ich lese gerade eines der letzten B├╝cher von Mark Rashid, "Ein giutes Pferd hat niemals die falsche Farbe".

Immer wieder entdecke ich auch hier die Prinzipien des PNH.
Besonders macht Rashid auf die Individualit├Ąt der Equiden aufmerksam.

Es ist einfach wichtig, dass man sich seine Freiheit erh├Ąlt und nicht dokmatisch an einer Methode einem System h├Ąngt.

Liebe, Gedult und Kreativit├Ąt sind gefordert.
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Anita
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BeitragVerfasst am: 12.10.2007, 20:34    Titel:   Antworten mit Zitat

Hmmm... PNH und (Geistige) Freiheit behalten scheint mir irgendwie nicht vereinbar zu sein.
Ich meine es absolut nicht Ketzerisch, aber Dogmatisch erscheint mir das PNH System schon.

Und egal wer auch immer Bodenarbeitskurse/Schulungen gibt, kocht schlussendlich mit dem gleichen Wasser, einfach anders Verpackt (Worte).

Irgendwie werde ich aus deinem Beitrag nicht ganz schlau was du uns damit sagen willst.
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ninjo
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BeitragVerfasst am: 14.10.2007, 12:35    Titel:   Antworten mit Zitat

ich habe im fr├╝hjahr angefangen, mit cl├Ąrchen horsemanship zu machen. mit einer ganz lieben trainerin, deren trainerin es wohl bei parelli gelernt hat. mir ist es letztendlich v├Âllig wurscht, wie das kind hei├čt. mir ist es nur wichtig, welche ergebnisse ich mit ├╝bungen erziele, die mir einleuchten und die ich nachvollziehen kann.
da mein muli momentan ausgeknockt ist, darf ich mit einem pflegepferd arbeiten und manchmal auch mit dem pferd meiner tochter. ich find es total spannend, wie unterschiedlich alle 3 sind. wo liegen ihre st├Ąrken, wo kann ich f├Ârdern, wo lerne ich vom tier (das vor allem)? ob da nun parelli draufsteht oder nicht, ich genie├če einfach die fortschritte, die ich in der pferdesprache mache. und die gemeinsame arbeit, die ich mit den tieren machen kann. und wenn ich merke, dass sie mit aufmerksamkeit und interesse bei der arbeit sind, dann ist es mir lohn genug.
ich bekomme einfach handwerkszeug an die hand, mit dem ich arbeiten kann. und habe den anspruch, dass es irgendwann mal ohne gro├če gesten geht. (stufenprinzip)
gru├č
jo
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 14.10.2007, 20:07    Titel:   Antworten mit Zitat

Was will ich damit sagen?

Parelli hat in seinem System Prinzipien des Horsemanship strukturiert und bietet Methoden an es umzusetzen. Pat Parelli sagt aber auch, dass man es auf jedes Tier individuell anwenden muss.

Zitat:
Es gibt keine Regel, au├čer, dass es keine Regel gibt.


Nun habe ich gerade Alfonso Aguillars Buch gelesen und anchliessend das besagte Buch von Mark Rashid. Immer wieder begegnen mir die gleichen Prinzipien und Techniken, aber immer wieder in neuen Variationen.

Nicht das System ist das Problem, sondern es sind immer wieder wir Menschen, die oft nicht kreativ genug sind oder selbstkritisch.

Nun habe ich nicht die M├Âglichkeit mit so vielen Tieren immer wieder neue Erfahrungen zu machen und mich so zu entwickeln. Also hole ich mir die Anregungen in der Literatur.

Da es sich letztlich um Kommunikation handelt, muss jeder seiner eigenen Ausdrucksm├Âglichkeit folgen, nur sollte er die Verhaltensgrundlagen der Pferde kennen, und darauf aufbauen. Und das wird in dem Buch von Alfonso Agiullar, Mark Rashid und in den Grundlagen zum Parellisystm immer wieder voran gestellt.
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 24.03.2008, 11:02    Titel:   Antworten mit Zitat

Zitat:
Nicht das System ist das Problem, sondern es sind immer wieder wir Menschen, die oft nicht kreativ genug sind oder selbstkritisch.


Ich habe immer wieder dr├╝ber nachgedacht als wir in der Diskussion zu Karima ├╝ber den Umgang schrieben.
Die Probleme der Menschen mit dem System sind wohl auch in dem System begr├╝ndet und wie es vermarktet wird.
Das wurde auch bei Parelli erkannt und er hat seine SavvySysteme inhaltlich weiter entwickelt. So wird mehr Wert darauf gelegt, dass der Mensch erkennt welcher Typ sein Tier ist und das "feinf├╝hliger" gespielt/gearbeitet wird.
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Caprivi
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BeitragVerfasst am: 05.11.2008, 22:58    Titel:   Antworten mit Zitat

Das Ausbildungssystem wird radikal ge├Ąndert und damit auch die Pr├╝fungsordnung. So kann man seinen F├Ąhigkeiten entsprechend einzelne Elemente ablegen. Das ganze greift ab dem n├Ąchsten Jahr.
Die Ausbildungssysteme zu den drei Leveln werden nicht mehr offiziell vertrieben.
Daf├╝r kann man als Clubmitglied umfangreiche Unterlagen im Internet einsehen.
Hat nat├╝rlich auch monit├Ąre Gr├╝nde. Allerdings baut das System jetzt mehr auf die Kurse der Ausbilder auf. F├╝r die nat├╝rlich auch ein Gesch├Ąft, aber f├╝r die Tiere bedeutet es weniger Versuch und Fehler sondern mehr Kontrolle und Korrektur f├╝r den Menschen.

Mir gef├Ąllt vor allem, dass bei diesen ├änderungen das Tier als Individuum deutlicher in den Fokus kommt, wie es normal sein sollte. Aber zu leicht benutzen Menschen Systeme als Gebrauchsanweisung und reduzieren die Tiere zur Sache.
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thyrie
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BeitragVerfasst am: 07.11.2008, 08:13    Titel:   Antworten mit Zitat

Mir ists reichlich egal, wie sich was nennt. Ich guck mir alles an und schaue, was ich f├╝r meine Tiere und mich gebrauchen kann. Vielleicht komme ich deshalb mit Peter Pfister so gut zurecht?
Was ich nicht mag, ist das Marketingkonzept, welches hinter Parelli steckt. Sticks hier, Seilchen da, Level-Training, usw. Ist nicht mein Ding.

Die Methode selbst ist eigentlich ein alter Hut, in ├Ąhnlicher Form habe ich sie bereits vor ├╝ber 20 Jahren bei Bettina Sch├╝rer kennengelernt. Und erfolgreich mit gearbeitet.
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Beate
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BeitragVerfasst am: 07.11.2008, 09:42    Titel:   Antworten mit Zitat

Holger, kannst Du vielleicht Dein obiges Posting etwas leichter verst├Ąndlich formulieren? Cool Ich komme ehrlich gesagt nicht ganz mit.
Danke.
Gruss
Beate

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